Test | Nubert 5.1 Heimkino Lautsprecher – nuLine 82, CS-42, DS-22, AW-560

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Membran des nuLine 82

Klang
Nubert verspricht ehrliche Lautsprecher und diese bekommt man auch. Die Lautsprecher sind tonal sehr neutral abgestimmt und verfälschen nicht unnötig das Klangbild wie manch andere Konkurrenz, die dem Klang ihren eigenen Stempel aufdrücken.

Betrachten wir zunächst einmal die nuLine 82 für sich als Stereoset. Als ambitionierter Musikfan höre ich sehr oft und gerne Musik. Deshalb ist die Wahl auch auf große Standboxen für den Frontbereich gefallen. Und was die Standboxen hier für einen Preis von knapp Euro 1000 pro Paar zaubern ist der Wahnsinn. Es erwarten einen ein riesiger Dynamikumfang, luftige Höhen, klare und präsente Mitten, sowie ein solides Bassfundament. Die Lautsprecher zaubern eine derartig gute Bühne, dass einem wahrhaft die Spucke wegbleibt, da der Mund vor Staunen aufsteht. Wenn Keith Jarret das Piano anschlägt denkt man, man sitz in ein gemütlichen Jazzbar und er spielt direkt neben einem. Auch bei Norah Jones geht einem das Herz auf. Jeder Tastenanschlag des Pianos, jedes zupfen des Kontrabass oder der Akustikgitarre sind zu hören. Dazu noch die bezaubernde Stimme. Man erlebt bzw. hört mit den nuLine 82 Lautsprechern die Musik neu und genießt sie nun wesentlich intensiver und mit mehr Freude.

nuLine 82 von vorne

nuLine 82 von hinten

Anschlussterminal des nuLine 82

Auch bei Hip-Hop, House oder Electro müssen sich die Lautsprecher nicht verstecken. Der Bass ist zwar ohne das ATM Modul nicht ganz so satt, jedoch finde ich fällt das nicht so sehr ins Gewicht. Da der Lautsprecher für sich ein rundum gelungen und ausgewogenen ist. Bei vielen anderen Lautsprechern ist zudem der Bass sehr stark angehoben und nimmt des Öfteren die Oberhand ein und die Höhen und Mitten müssen sich unterordnen. Dem ist hier auf keinen Fall so. Stimmen und Instrumente werden sehr präzise herausgearbeitet und erfüllen die räumliche Bühne mit Leben.

Sowohl im Grenzbereich als auch im Leisen verhalten sich die Lautsprecher vorbildlich. Im Grenzbereich verzerren sie weder, noch werden sie brummig. Der Lautsprecher wirkt zu keiner Zeit überfordert und arbeitet auch bei Komplexen Sachen alles fein heraus. Im Leisen ist zu sagen, dass der Lautsprecher hier auch schon sein komplettes Potenzial entfaltet und einfach nur astrein klingt.

Im Surroundverbund mit den anderen Lautsprechen und dem Subwoofer ergibt sich ein authentisches Kinofeeling, dass ebenfalls Maßstäbe setzt. Erstaunt war ich vor Allem auch von dem Subwoofer. Im Verhältnis zu seinem geringen Gehäusevolumen entpupt sich der nuLine AW-560 als wahrer Kraftprotz, der bspw. bei Schießereien und Actionszenen richtig Dampf ablässt. Der Bass ist sehr natürlich und erzeugt einen dynamischen und knallharten Klang. Komplizierte Szenen mit Explosionen meistert er ebenfalls erstaunlich gut und sorgt für ein hautnahes Erlebnis.

Membran des AW-560

Auch der nuline CS-42 überzeugt mit hervorragender stimmlicher Wiedergabe und fügt sich harmonisch in das Gesamtensemble ein. Die Kombination mit den nuLine 82 stellt sich für uns als perfekte Wahl heraus, da sie wirklich in allen Bereichen sehr gut zusammenspielen. Betrachtet man beide einzeln, fallen einem schon leichte Unterscheide im Hochton auf, aber als Gesamtpaket stellt der nuLine CS-42 eine perfekte Ergänzung dar.

nuLine CS-42

Kommen wir zu guter Letzt noch zu den Rearspeakern, den nuLine DS-22. Auch diese kleinen kompakten Lautsprecher sollte man keinesfalls unterschätzen. Sie erzeugen im hinteren Bereich eine überragende Kulisse und tragen vorrangig zum guten Raumgefühl bei. Ich hatte schon andere Standboxen im Rückbereich, die bei Weitem nicht so gut aufgelöst haben. Die nuLine DS-22 spielen, wie auch die anderen Komponenten, in einer erstklassigen Liga und wissen jeder für sich, aber auch gemeinsam zu überzeugen.

nuLine DS-22 von vorne

nuLine DS-22 von hinten

Insgesamt muss man auch noch sagen, dass die Lautsprecher einen großen Abstrahlwinkel haben. Dies ist von Vorteil, wenn man bspw. eine große Sofalandschaft hat. Nicht jeder hat die Möglichkeit genau in der Mitte zu sitzen, um den optimalen Klang zu genießen. Doch durch den großen Abstrahlwinkel ist auch noch rechts du links daneben der Klang erstaunlich gut, sodass man auch mit seinen besten Freunden gemeinsam das echte Kinofeeling genießen kann. Nun fehlt nur noch das Popcorn!

Doch lange Rede kurzer Sinn. Am besten verschafft man sich immer einen eigenen Höreindruck von den Lautsprechern. Denn jeder empfindet den Klang anders und persönliche Vorlieben. Probehören kann man die Lautsprecher auf verschiedenen Arten. Zum einen besitzt Nubert am Hauptsitz in Schwäbisch Gmünd und in Aalen jeweils ein Hörstudio, in denen man nahezu alle Lautsprecher in Verbindung mit verschiedener Hardware testen kann. Zum anderen kann man sich die Lautsprecher aber auch nach Hause kommen lassen und diese 30 Tage in seiner gewohnten Umgebung testen und bei Nichtgefallen wieder zurückgeben. Ich kenne keine statistischen Werte hierzu, aber nach meiner Einschätzung dürfte das wohl nicht allzu oft vorkommen.

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5 comments

  1. Manuel 8 Juli, 2014 at 12:00 Reply

    Ich weiß nicht warum, aber ich persönlich kann mit dem Design irgendwie nichts anfangen. Die Farben sagen mir einfach überhaupt nicht zu und die Formen sind irgendwie sehr „Standard“.

  2. Armin 30 August, 2016 at 16:07 Reply

    Sieht zwar sehr „mächtig“ aus, aber wäre glaub ich nix für mich. Ich bevorzuge Systeme mit schlichtem Design die kaum auffallen, das ganze ist mir dann doch etwas zu wuchtig.

  3. Hendrik 25 September, 2016 at 18:27 Reply

    Schließe mich da den anderen Meinungen hier an. Das Design wird wohl der größte Knackpunkt an diesem System sein und jedenfalls bei mir dafür sorgen, dass ich mich nicht für dieses Produkt entscheide. Leute, denen dieses Design zusagt, werden aber bestimmt Spaß mit der Anlage haben :)

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