Teufel Cinebar 52 THX Soundbar/Subwoofer im Test

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Die einzige Soundbar mit THX Zertifikat. Damit wirbt Teufel Lautsprecher Berlin für seine Cinebar 52 THX. Ob die THX Zertifizierung ein Garant für besten Kinosound und mehr ist, haben wir in den vergangenen Wochen getestet bzw. gehört.

Gegenüber den bisher bei uns getesteten Soundbars fiel die Teufel Cinebar 52 THX schon bei der Annahme beim Postboten auf. Während sich alle anderen die vier Etagen in meine Wohnung mit Leichtigkeit hochtragen ließen, lag die Teufel Soundbar schwer in der Hand. 17,2kg für den Subwoofer und 8,6kg für die Soundbar sind eine klare Ansage. Ebenso die Abmessungen (BxTxH) von 31x46x42cm für den Subwoofer und 102x10x14cm für die Soundbar sind beachtlich groß, stimmen aber positiv. Denn mehr Volumen des Klangkörpers bedeuten tiefere und kraftvolle Bässe sowie eine klare und kraftvolle Stimmenwiedergabe, die wir bspw. beim Test der Harman Kardon Sabre SB 35 vermisst hatten.

Der Lieferumfang der Teufel Cinebar 52 THX ist sehr üppig. Es liegt zwar kein HDMI Anschlusskabel bei, dafür jedoch jede Menge Winkeladapter für HDMI, Chinch und TOSLINK, die man bei der Wandmontage benötigt, um die Kabel sauber auszuführen. Die Wandhalterung ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Alternativ findet die Soundbar auf einem Tischfuß seinen Platz.

Die Verarbeitung sowie die Materialauswahl sind ebenfalls sehr gelungen. Die Soundbar besteht aus gebürstetem Aluminium und sieht sehr hochwertig aus. Selbst die mitgelieferte Fernbedienung ist aus Aluminium, wenngleich Folientasten verbaut wurden. Der Subwoofer ist aus dicken MDF Platten gefertigt, welche mit einer mattschwarzen Folie überzogen sind. Finde ich persönlich sehr gelungen und besser als diese ganze Hochglanzoptik.

Weiterhin ist die Teufel Cinebar 52 THX Soundbar ein Meister der Anschlüsse und besitzt im Vergleich zur Konkurrenz die meisten. 4x HDMI-IN (1.4b, für 3D-geeignet) und 1x HDMI-OUT (mit ARC und CEC), 4 digitale Toneingänge (2x optisch, 2x koaxial) sowie zwei analoge Eingänge (1x Chinch, 1x Klinke).

Unter der Haube ist das Soundsystem ebenfalls gut bestückt. In der Soundbar verbaut ist ein 2-Wege-System mit insgesamt sechs Lautsprechern. Zwei 25mm Aluminium Hochtöner und vier langhubige 100mm Mitteltöner. Insgesamt steht eine Ausgangsleistung von 100 Watt Sinus zur Verfügung bzw. maximal 150 Watt. Der Subwoofer bietet mit 150 Watt Sinus bzw. maximal 250 Watt ebenfalls viel Dampf. Verbaut ist hier ein 250mm Treiber.

Der Frequenzbereich beider Komponenten ist perfekt angeglichen. Der Subwoofer spielt von 120Hz bis 35Hz runter und die Soundbar von 120Hz bis 22.000Hz.

Teufel Cinebar 52 THX

Doch nun wollen wir das gute Stück erst einmal anschließen. Dies geht sehr leicht von der Hand und ist schnell erledigt. Alle Kabel einfach nur anschließen und schon ist die Soundbar einsatzbereit. Ein Verbindungskabel zum TV oder anderen Tonquellen muss vorab natürlich separat besorgt werden. Im Gegensatz zu anderen Soundbars erfolgt bei der Teufel Cinebar 52 THX der Anschluss des Subwoofers per Kabel.

Von der Sache her ist die Soundbar jetzt wie gesagt einsatzbereit und wenn euer Fernseher ARC und CEC unterstützt, sollte die Soundbar auch automatisch beim Einschalten des Fernsehers angehen und Ton wiedergeben.

Natürlich ist es auch noch möglich Klangeinstellungen vorzunehmen. Für den Bass lässt sich hinten am Subwoofer der Pegel einstellen, welcher ebenfalls noch über die Fernbedienung eingestellt werden kann. Wer es also bequem mag stellt den Regler am Subwoofer relativ hoch ein und regelt dann vom Sofa nach. Darüber hinaus kann man auch über die Fernbedienung noch eine allgemeine Anhebung des Tieftons (Loudness) einstellen oder ihn bei Bedarf auch absenken. Ebenfalls lässt sich eine Korrektur der Höhen vornehmen.

Teufel Cinebar 52 THX

Ebenfalls kann der (Raum)Klangeffekt mit Reference, Wide und Stereo eingestellt werden. Lip Sync ermöglicht es den Ton lippensynchron einzustellen (je nach Fernsehmodell sind dies 10-20ms). BCG ist eine Technologie, die einen übermäßigen Basspegel, der durch die Verstärkung der tiefen Frequenzen durch angrenzende Flächen auftritt, kompensiert.

Feedback über die Einstellungen, sowie gewähltem Eingang, Audioformat, etc., erhaltet ihr über das in der Front der Soundbar integrierte Display, welches sich gut ablesen lässt und sich bei Nichtnutzung automatisch dimmt.

Teufel Cinebar 52 THX

Zu guter Letzt. Wie klingt das ganze. Ich bin mehr als überzeugt und mich hat die Soundbar, gemessen an allem, was ich bisher in diesem Segment getestet habe, umgehauen. Zunächst der Filmmodus. Dank THX Zertifizierung kann man hier von Haus aus schon nichts Schlechtes erwarten. Und so war es auch. Ein mehr als kraftvoller Bass, der mein 20qm Wohnzimmer zum Beben brachte. Eine Soundbar, die so klar und deutlich spielt, dass Sprache und Gesang stets gut präsent und kraftvoll sind und nicht so dünn und ohne Körper wirken wie bei der Konkurrenz. Teufel hat hier denke ich bewusst den Kompromiss nicht eingehen wollen, einen möglichst kompakten Lautsprecher bauen zu wollen. Man gab der Soundbar das nötige Volumen, um eben dieses klangliche Ergebnis so erlebbar und authentisch machen zu können. Nicht zuletzt überzeugt auch die Pegelfestigkeit bei hohen bis sehr hohen Lautstärken, die weit darüber hinaus reicht, was die Nachbarn noch ertragen können.

Für die Räumlichkeit des Sounds kommt Dolbys Virtual Surround Technologie zum Einsatz, eine Technik, die auf Psychoakustik beruht. So nehmen wir bspw. Töne, die sonst aus den hinteren Lautsprechen kommen würden bzw. die allgemein von hinten kommen, anders mit dem Gehör wahr, als Töne von vorne. Durch die Virtual Surround Technologie moduliert man rückwärtige Kanäle soweit, dass sie akustisch wie von hinten kommend klingen würden. Insgesamt eine smarte Technologie, die zwar nicht wirkliche Lautsprecher hinten ersetzen kann, aber für deutlich mehr Räumlichkeit sorgt als einfach nur ein 2.1 Lautsprecher Set, welches nur von vorne beschallt. Einschränkungen muss man in der Ortung von Tönen hinnehmen und wenn bspw. ein Hubschrauber um einen kreist kann dies nicht in vollem Umfang simuliert werden. Insgesamt aber, wie gesagt, deutlich mehr Raumklang als mit einem 2.1 Soundsystem ohne Dolby Virtual Surround Simulation. Als Raummodus hat sich Reference als beste Wahl erwiesen. Ein wirklich großes Kinoerlebnis, was Teufel hier aus nur einer Soundbar mit Subwoofer zaubert. Jeder, der keine großen Lautsprecher stellen kann oder sich den Stress mit den Kabeln geben möchte, wird die Soundbar lieben.

Teufel Cinebar 52 THX

Auch für den Musikgenuss muss sich die Cinebar 52 THX nicht verstecken und kommt mit allen Genres gut klar. Am besten empfiehlt sich hier jedoch die Einstellung Stereo zu wählen.

Gibt es auch Schattenseiten dieser Soundbar? Ihr merkt, ich bin sehr begeistert von der Soundbar. Doch will ich euch nicht auch die „negativen“ Aspekte vorenthalten. Was mir definitiv fehlt ist Bluetooth. Abhilfe schafft hier bspw. der Raumfeld Connector, welcher den Preis aber gleich um 200 Euro erhöht, der dafür dann aber W-LAN fähig ist und jede Menge Multimediafunktionen bietet. Für rund 50 Euro bekommt man aber auch schon einen guten Bluetooth Adapter mit aptX, den ihr dann mit einem optischen Kabel verbinden könnt.

Was mich in der Hinsicht mit der Zeit dann auch minimal genervt hat ist, dass es auf der Fernbedienung keine Direkttasten für die Eingänge gibt. Wer also von HDMI1 zu OPT2 will, muss sich erst einmal durchklicken.

Bei den Tonformaten werden „nur“ DTS sowie Dolby Digital unterstützt, aber nicht die neuen HD Varianten. Meines Erachtens nicht schlimm, da die erweiterten Toninformationen für so ein System nicht wirklich benötigt werden.

Teufel Cinebar 52 THX

Fazit
Ich bin von der Teufel Cinebar 52 THX begeistert. Ich habe ja nun schon viele Soundbars getestet und bin vom Klang ohne Einschränkungen überzeugt. Hier haben die Soundingenieure wirklich ganze Arbeit geleistet. Daneben sieht die Soundbar noch gut aus, ist klasse verarbeitet und bietet jede Menge Anschlussmöglichkeiten. In meinen Ohren macht ihr damit nichts falsch und für mich ist es die beste Soundbar, die ihr aktuell für rund 750 Euro (aktueller Angebotspreis, sonst 899 Euro) bekommen könnt. Ein Kinoerlebnis, dass in diesem Formfaktor seinesgleichen sucht.

Und wer immer noch nicht überzeugt ist oder die Soundbar einmal selbst ausprobieren möchte. Teufel bietet seinen Kunden an, die Produkte bis zu 8 Wochen in den eigenen vier Wänden zu testen. Somit könnt ihr also sorgenfrei und bedenkenlos die Soundbar bestellen und nach spätestens 8 Wochen entscheiden, ob ihr sie behalten wollt oder nicht. Ich denke die Entscheidung wird euch aber nicht schwer fallen, sobald ihr die ersten Töne gehört habt. Dies gilt übrigens für alle Produkte. Alternativ für Berliner bietet sich auch noch ein Besuch im Flagship Store in Berlin an.

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