Test | Teufel iTeufel Magnum Radio mit iPod/iPhone Dock & Bluetooth

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Kompaktradios erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Der Wohnraum ist knapp und die Aufstellmöglichkeit für eine komplette Anlage samt großen Standboxen ist meist unmöglich. Mit dem Bowers & Wilkins Zeppelin Air sowie dem Libratone Live haben wir euch bereits zwei Konzepte vorgestellt. Auch Teufel möchte sich nun in diesem Segment platzieren und hat uns sein neues iTeufel Magnum zur Verfügung gestellt. Vor Allem im Leistungsumfang, was die Funktionen angeht, hat das iTeufel Magnum wesentlich mehr zu bieten als die anderen Kandidaten. Zudem ist es, mit einem preis von 400 Euro das günstigste unter den getestet Radios. Ob sich das iTeufel Magnum in unser Herz spielen konnte, dass erfahrt ihr im folgenden Videotestbericht:

Wer sich die knapp 15 minütige Video nicht anschauen möchte, für den seien hier auch noch einmal kurz die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Design/Verarbeitung
Design ist ja immer wieder Geschmackssache. Mich hat es auf jeden Fall nicht ganz vom Hocker gerissen. Es ist an sich ein Kasten mit abgerundeten Ecken. Aber nun gut. Verarbeitung ist bei Teufel wie immer auf einem sehr hohen Niveau. Die Spaltmaße sind gering und gleichmäßig, so wie man es von einem hochwertigen Produkt erwartet. Das Material ist vorwiegend Plastik, aber das war bei den Anderen Kandidaten auch nicht wesentlich anders. Teufel setzt hier allerdings auf ein Lautsprechergitter aus Metall, wohingegen die anderen jeweils Stoffbespannungen verbaut hatten.

Einzig die Fernbedienung wirkt etwas „billig“. Sie ist zwar klein und kommt im Scheckkartenformat daher, aber sonst eher eine ergonomische Wüste. Und zu allem Verdruss verabschiedete sich auch noch die mitgelieferte Batterie am ersten Tag.

Ein kleiner Kritikpunkt gilt noch dem beleuchteten Logo an der Vorderseite, welches im Standby rot und im Betrieb blau leuchtet. Leider ist die Ausleuchtung nur auf einen Punkt konzentriert und nicht gleichmäßig verteilt.

Funktionen
Im Gegensatz zu den anderen Geräten bietet das iTeufel Magnum den größten Funktionsumfang. UKW-Radio mit 20-Sender-Speicher, Wecker, Sleeptimer, Video-Out, Audio-In, iPod/iPhone Dock und die Konnektivität über Bluetooth runden das Angebot ab.

Bluetooth
Hierzu seien noch ein paar Worte verloren, denn die andern Lautsprecher haben alle auf die AirPlay Technologie gesetzt. Warum also gerade Bluetooth (BT)? Ganz einfach. BT ist nicht auf Apple beschränkt bzw. auf die Kombination Apple + iTunes. Über BT können sich alle Geräte mit dem iTeufel Magnum verbinden. Sei es nun ein Android Smartphone, ein Windows Laptop oder sonst ein Endgerät. Man schränkt sich somit also nicht im Kundenkreis ein, sondern kann sein Produkt breiter vermarkten. Doch leider hat Bluetooth auch einen entscheidenden Nachteil. Die Übertragungsqualität ist schlechter, was sich im Klang wiederspiegelt.

Klang
Der Klang. Entgegen vieler anderer Testberichte, vor allem auch der von AREADVD, kann ich beim besten Willen nicht mehr ganz ernst nehmen. Ein „Überragend“ oder „Ausgezeichnet“ bekommt hier aktuell scheinbar jeder Lautsprecher. Aber gut. Eine Referenz für seriöse Testberichte weniger. Aber kommen wir nun zu meinem Klangeindruck.

Als Gesamtcharakteristik würde ich das iTeufel Magnum als „Spaßbox“ deklarieren. Für Genres wie HipHop, RnB, House, Electro, Techno oder dergleichen funktioniert der Lautsprecher sicherlich einwandfrei. Der integrierte Subwoofer hat ordentlich Zunder und bringt die Wohnung im wahrsten Sinne des Wortes zum Beben. Auch bei höheren Pegeln neigt das iTeufel Magnum nicht zum verzerren sondern bleibt sauber. Jedoch sollte man bei der Aufstellung darauf achten, das iTeufel Mangnum nicht auf einem Schrank, in dem Gläser stehen, zu positionieren. Der Schall des Tieftinlautsprechers wird nach unten abgegeben und durch die Bassreflexöffnung noch verstärkt. Dieser Druck wird auf den Schrank übertragen und dieser gibt es als Körperschall wieder, was jedoch als Konsequenz nicht gerade ein fein aufgelöstes Klangbild mit sich bringt. Ein Absorber oder bspw. eine Granitplatte würden hier Abhilfe schaffen, doch das hat vermutlich nicht jeder im Haushalt. Wie dem auch sei, man sollte auf jeden Fall darauf achten, wie und wo man das Gerät aufstellt. Auch im Hinblick auf die Hörposition ist dies wichtig, da das iTeufel Magnum doch recht eng abstrahlt und somit der Klang rechts und links vom Sweatpot wesentlich schlechter ist. Dies war bei den andern beiden nicht so deutlich. Dieses waren räumlicher ausgelegt, vor allem der Libratone Live.

Was gibt es sonst noch klanglich zu sagen. Im unteren Mitteltonbereich finde ich die Übertragung auch nicht sehr ausgeprägt. Stimmen werden sehr zurückhaltend wiedergegeben, als wenn jemand die Hand vom Mund hält. Insgesamt ist die Auflösung und Feindynamik der Lautsprecher nicht gerade überzeugend und konnten mich nicht vom Hocker hauen. Audiophile Liebhaber oder Genreliebhaber von Klassik, Jazz oder ruhigeren Klängen werden im iTeufel Magnum auf jeden Fall nicht ihren Meister finden.

Fazit
Insgesamt konnte mich das Gesamtpaket nicht überzeugen. Klanglich konnte mich das Gerät nicht wirklich überzeugen. Vom Funktionsumfang her ist es den Andern jedoch überlegen und die eine oder andere Funktion, wie bspw. den Sleeptimer, habe ich gerne in Anspruch genommen.

Wie sieht meine Empfehlung also aus. Für Fans der oben genannten Genres ist das iTeufel Magnum sicherlich ein Blick wert, vor allem auch preislich im Vergleich zu den Anderen. Auch Fans von anderen Teufel Produkten werden sicherlich Freude an dem Gerät finden. Wer etwas mehr Klang will, der sollte allerdings auf eines der anderen Geräte ausweichen.

Das iTeufel Magnum gibt es zu einem Preis von 399,99 bspw. bei Amazon.de zu erwerben.

Überraschung
Teufel hat uns das Gerät freundlicher Weise für eine Verlosung zur Verfügung gestellt. Wir werden das Radio also ab kommender Woche hier verlosen und einer von euch kann sich dann selbst ein Bild vom Radio machen. Über ein kurzes Feedback hierzu würden wir uns dann natürlich auch freuen. Doch mehr dazu nächste Woche.

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