Gigaset Elements Hausüberwachung im Test

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Hiermit kommen wir nun zum letzten Bericht über das Gigaset Elements System zur Hausüberwachung, welches wir in den letzten Wochen umfangreich getestet haben. Mit der Gigaset Camera hatten wir bereits einen Test vorab ausgegliedert, da er sehr umfangreich geworden war. Auch zum Gigaset Elements Starter Kit hatten wir bereits vor einem Jahr einen ausführlichen Test veröffentlicht, weshalb wir hier nicht im Detail auf alle Sensoren eingehen werden, sondern explizit auf die neu hinzugekommenen Sensoren, sowie den Praxiseinsatz im Gesamten.

Installation

Beginnen müsst ihr zunächst mit der Basisstation. Nachdem ihr diese aufgebaut und angeschlossen habt, benötigt ihr nur noch die entsprechende Gigaset Elements App, wahlweise für Android oder iOS. Durch alles Weitere führt dann eine sehr verständliche Schritt-für-Schritt Anleitung auf dem Bildschirm, wo ihr im Prinzip nichts falsch machen könnt. Insgesamt hat mich eigentlich nur die Tatsache gestört, dass die Basisstation direkt per LAN-Kabel angeschlossen werden muss und über kein W-LAN verfügt. Somit ist man beschränkt in der Aufstellung oder muss wahlweise auf bspw. Powerline zurückgreifen, um die Station überall zu positionieren. Dies ist wichtig, denn über die Basisstation werden alle weiteren Komponenten bzw. Sensoren drahtlos verbunden. Zu beachten ist hier, dass diese „nur“ eine Reichweite von 50 Metern haben, womit der richtige Aufstellungsort der Basisstation essentiell wird und möglichst mittig in der Wohnung/Haus zu positionieren ist.

Die Einrichtung bzw. Installation der jeweiligen Sensoren gestaltet sich ebenfalls sehr einfach. Sie werden über die App hinzugefügt bzw. das Pairing von Basisstation und Sensor wird dann durch gleichzeitiges Betätigen der Knöpfe, auf Sensor und Basisstation, vollzogen. Wichtig ist, dass ihr die Sensoren vor der Montage mit der Basisstation verbindet, denn hierzu darf die Entfernung nicht mehr als 1 Meter betragen. Nachdem Sensor und Basisstation verbunden sind, kann der Sensor an der dafür vorgesehenen Stelle angebracht werden. Daraufhin wird mittels der App noch eine Kalibrierung + Funktionstest durchgeführt. Die Montage erfolgt in der Regel mit Klebepads, die im Lieferumfang enthalten sind. Im Prinzip kann man also aufs Bohren verzichten. In regelmäßigen Abständen gibt es auch Updates für die Sensoren, um den Funktionsumfang bzw. Genauigkeit zu verbessern (denke ich). Einen genauen Change log konnte ich nicht finden. Zu beachten ist, dass nach einem Update immer wieder die Kalibrierung + Funktionstest durchgeführt werden muss, damit man sicher sein kann, dass der Sensor auch nach dem Update noch ordnungsgemäß funktioniert.

Konfiguration

Nachdem ihr nun alle Sensoren installiert habt und diese betriebsbereit sind kann es losgehen. Womit? Mit der intelligenten Konfiguration und dem Zusammenspiel der einzelnen Sensoren. Wir haben verbaut:

  • 2x Kamera
  • 2x Schaltbare Steckdose
  • 3x Fenstersensor
  • 2x Türsensor
  • 1x Fernbedienung
  • 1x Sirene
  • 1x Bewegungssensor


Die Konfiguration lässt sich sowohl in der App, als auch über ein Webportal durchführen. Allerdings mussten wir feststellen, dass es über die App deutlich besser geht, da im Webportal einige Konfigurationen nicht möglich waren bzw. sich in Art und Umfang unterschieden haben. Weiterhin wird zum Teil Adobe Flash verwendet, was heute, aufgrund der hohen Ressourcenanforderungen, nur noch auf wenigen Computern Verwendung findet. Somit werden wir uns in den folgenden Ausführungen auf die, in unserm Fall für das iPhone, App beschränken.

Vorab möchte ich schon einmal die gelungene Hilfe in der App hervorheben. Hinter vielen Optionen findet man immer ein Fragezeichen, wo die Informationen, was diese Einstellung bewirkt, hinterlegt sind.

Eines der zunächst wichtigsten Einstellungen ist das Verhalten von „Außer Haus“, „Zuhause“ und „Individuell“. Habt ihr nämlich die Sirene verbaut und diese reagiert bspw. bei Bewegung während ihr im Haus seid, kann euch das bei der Lautstärke schon mal erschrecken. Weiterhin könnt ihr hier einstellen, in welchem Umfang ihr informiert werden wollt bspw. per Push Benachrichtigung auf dem Handy oder per Mail. Ebenfalls können für den Notfall Nummern hinterlegt werden, die beim Eintreten eines Ereignisses wie bspw. Einbruch direkt in der App zum Wählen vorgeblendet werden. Weiterhin gibt es mit der Sicherheitsfirma Securitas ein abkommen (Aufpreis). Im Falle eines Einbruchs würden diese informiert werden und es würde versucht sie zu erreichen. Misslingt dies, kann man bei Securitas bis zu vier Nummern hinterlegen bspw. von Freunden, Verwandten oder Nachbarn, die dann durch den Mitarbeiter über den Status informiert werden. Somit wird sichergestellt, das im Fall der Fälle jemand alarmiert wird. Das wäre also der erste Schritt.

Folgend geht es dann an die Konfiguration von Regeln. Hier gehe ich mal spezifisch auf die einzelnen Adapter ein, die sich überhaupt über Regeln konfigurieren lassen, denn vieles wird einfach über den „Außer Haus“ und „Zuhause“ Modus abgedeckt und man hat keinen Einfluss darauf. Wurde bspw. eine Bewegung erkannt oder ist das Fenster offen geht entweder die Sirene los oder man bekommt eine Benachrichtigung aufs Smartphone etc., eben wie man es konfiguriert hat. Mehr lässt sich damit aber leider nicht machen.

So lassen sich im Prinzip nur die Fernbedienung und die Steckdose „frei“ programmieren.

Fernbedienung: Es gibt vier verschiedene Klicks: kurz, lang, sehr lang und doppelt, die sich belegen lassen. Im Prinzip dient diese Fernbedienung als Ersatz für das Smartphone, um schnell Einstellungen zu ändern. So ist das wichtigste sicherlich das Schalten der Modi zum Verlassen des Hauses sowie das Ein- und Ausschalten der Steckdosen. Neu hinzugekommen ist der Panikmodus, mit dem man die Sirene aktivieren kann. Das war es im Prinzip dann auch damit.

Steckdose: Für die Steckdose selbst kann man einen Zeitplan hinterlegen, das diese bspw. jeden Tag von 8-10 aktiv ist, nur an Wochentagen oder bspw. immer am ersten des Monats diese Steckdose aktiv ist, weil dann etwas besonders läuft. Besonders interessant ist das sicherlich für den Urlaub, um z.B. Jalousien hoch und runter zu fahren oder das Licht ein und auszuschalten, um so eine Anwesenheit zu simulieren.

Modi: Wie angesprochen lassen sich die Modi auch zeitlich steuern. Gerade bei Homecoming ist das interessant, denn so kann man bspw. im Zeitraum von sagen wir 19-20 Uhr Homecoming aktivieren. Geht dann die Haustür auf, schlägt die Sirene nicht sofort Alarm, sondern das System weiß, dass der Vorgang so sein soll. Das bewahrt einem dann auch vor einem leichten Schreck. Cool wäre es hier aber sicherlich, wenn das System das Smartphone des Einwohners erkennt, wenn dieser sich bspw. bei Ankunft ins W-LAN einloggt und das System dann automatisch deaktiviert. Genauso anders herum. Oder eine andre Lösung bspw. über ein Geofence etc.

Was mir hier wirklich insgesamt fehlt wäre die Möglichkeit sich sehr individuell Regeln einzustellen und Zugriff auf alle Sensoren zu haben. So fände ich es bspw. interessant die Steckdosen über Bewegung zu steuern. Einfach, dass man sich das System komplett manuell konfigurieren könnte.

Zur Kamera möchte ich keine Worte mehr verlieren, da verweise ich auf den separaten Test zur Gigaset Camera.

Fazit

Insgesamt bietet das Gigaset elements eine rundum gelungene Lösung für ihre Hausüberwachung. Besonders für Einsteiger in diese Thematik ist das System perfekt, da es sich wirklich sehr einfach installieren und konfigurieren lässt. Man benötigt keinen Computer hierfür um etwaige Konfigurationen vorzunehmen oder benötigt sonstige Infrastruktur. Lediglich ein Internetanschluss und ein freier LAN Port sind Voraussetzung.

Individualisten werden sicherlich etwas durch die eingeschränkte App ausgebremst. Das System hat uns von seinen Funktionen allerdings nicht enttäuscht, wir hoffen dennoch, dass in der Zukunft einige von den Anmerkungen umgesetzt werden könnten, um das System noch attraktiver zu machen.

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