Test: Teufel Definion 3 – Custom Surround Set

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Im April 2015 – also vor rund 2 Jahren – hat Teufel die Definion 3 Lautsprecher-Serie der Öffentlichkeit vorgestellt.
Ca. 1-2 Jahre zuvor hatte ich bei Bekannten schon einmal die Definion 5, also quasi den großen Bruder der Definion 3, gehört und war hellauf begeistert. Ein bombastischer Eindruck – Dieser Klang! – alles war so… nun ja, um es auf den Klischee-Punkt zu bringen, so gar nicht „Teufel-Typisch“. Bevor einige von euch nun aufschreien und sich evtl. darüber lustig machen, was Teufel denn im Oberklasse-Segment zu suchen hat, den „ermahne“ ich hiermit einmal nach „Teufel M200“ zu suchen und sich etwas in die Vergangenheit von der Marke einzulesen. Die Fachpresse überschlug sich in den ersten Tests zur Definion 3 – genau so wie einige Jahre zuvor bei der Definion 5 –  mit Lobpreisungen. Mein Interesse und meine Erwartungshaltung gegenüber der Definion 3 war und ist dementsprechend sehr hoch.


INFO: In diesem Bericht fasse ich kurz zusammen, was ich in den beiden Videos bereits gesagt habe und ergänze vielleicht den einen oder anderen Teil etwas.  (Das Test-Video findet ihr über dem Artikel)


Warum überhaupt neue Lautsprecher?

Doch wie genau kam ich nun dazu mir ein Teufel Definion 3 – Set anzuschaffen?
Das habe ich euch einmal im folgenden Video erläutert:


Zusammenstellung gemäß Kundenwunsch

Das ist ein Punkt, auf den ich trotz mehrfacher Erwähnung in den Videos gesondert eingehen möchte. Denn ich habe wirklich nicht erwartet, dass Teufel seinen Kunden die Möglichkeit gibt, ein „fest“ definiertes Set wie das Definion 3 Surround „5.1-Set“ auf die eigenen Wünsche anzupassen.
So habe ich z.B. die im Set inkludierten Direktstrahler-Regallautsprecher (DEF 3S FCR) gegen Dipol-Lautsprecher (H 600 D) tauschen lassen. Und das kundenfreundlichste hierbei ist, dass Teufel euch aus dem bereits rabattierten Set-Preis den normalen Preis der Lautsprecher heraus rechnet und den normalen Preis der Alternativen wieder hinzu. Sprich, man verliert den preislichen Vorteil der Set-Konstellation nicht! Das ist wirklich einmalig gut.

In der Kalkulation sah es bei mir so aus:

DEFINION 3 SURROUND „5.1-SET“     3.000,00 €
DEFINION 3S (Paarpreis) –  1.000,00 €
THEATER 6 HYBRID DIPOL H 600 (Paarpreis)        500,00 €
Meine Konfiguration     2.500,00 €
*Durch einen Aktionsrabatt habe ich 2400 EUR gezahlt.

Nebst dessen möchte ich mich auch hier nochmals für die wirklich gute telefonische Beratung bedanken. Im Resultat habe ich nun wirklich das bekommen, was ich wollte und bin wunschlos glücklich mit der Lösung.


Verarbeitung / Design

Was das Thema Verarbeitung angeht, spielen die Definion 3 (sprich bei mir die beiden Front-Lautsprecher und der Center) auf höchstem Niveau. Lediglich der Subwoofer lässt noch ein passendes optisches Finish vermissen.
Und über das Thema Design lässt sich ja bekanntlich streiten. Und auch dazu habe ich im Video ja bereits einiges gesagt. Der WAF (Woman Acceptance Factor) ist bei den, trotz einer Höhe von fast 120cm, zierlich anmutenden Lautsprechern so hoch wie nie :).

Ein paar Fotos zu den Schmuckstücken und eine Explosionszeichnung des komplexen SCA-Koaxial-Chassis möchte ich euch dementsprechend nicht vorenthalten:


Klang – Stereo

Ergänzend zum Video kann ich nun nach rund 4 Monaten sagen, dass die Lautsprecher doch etwas mehr „Einspielzeit“ benötigen. Es hat wirklich gute 6-8 Wochen gedauert bis subjektiv die volle Performance des Lautsprechers abrufbar ist. Aber ansonsten gibt es nichts zu meckern. Mein Bestreben nach einem möglichst neutralen Klangbild und Wiedergabeverhalten erfüllt die Definion 3 vollends. Einzig ein wenig mehr „analytisch“, also präziser, könnte sie meiner Meinung nach sein. Allerdings muss ich zu dem Punkt sagen, dass ich es sonst gewohnt bin auf professionellen Nahfeldmonitoren zu hören. Das zeigt mir aber erneut, dass sich das Hörempfinden wandelt und ebenso abhängig vom Geschmack ist.
Der Vorteil aus diesem Punkt ist jedoch wiederum, dass die Definion 3 etwas gütiger mit dem Quellmaterial umgeht als ein Referenz-Nahfeldmonitor. Die Definion 3 ist ein wahrer „Tausendsassa“, denn durch die lineare/flache Abstimmung klingt subjektiv jede Musikrichtung gleich gut ohne explizite Zielgruppen zu bevorteilen und gleichzeitig andere zu benachteiligen. Es ist lediglich eine minimale Anhebung in den unteren Mitten wahrzunehmen.

Auch das wirklich überragende SCA-Koaxial-Chassis (welches auch in der Definion 5 eingesetzt wird) spielt konsequent seine Stärken aus. So klingt – die optimale Hörposition vorausgesetzt (-> das gute altbekannte Stereo-Dreieck lässt grüßen) – alles fein detailliert, transparent aber zugleich sauber losgelöst vom Lautsprecher. Die „Bühne“ ist weit und tief gestaffelt, aber differenziert genug, um eine tolle Ortbarkeit zu gewährleisten. Und wenn ich nun in einigen Erinnerungen krame, waren doch genau das die Stärken der Teufel M200? Welch ein unerwartetes Déjà-vu!


Klang – Surround

Was den Klang meiner Konfiguration im Surround-Modus angeht, kann ich hingegen relativ wenig ergänzen, denn das ist der Punkt, an dem ich sagen muss, dass Teufel sein Handwerk einfach versteht. Hier hat mein ganzes Setup gegenüber den „alten“ Canton Ergo-Lautsprechern deutlich an Qualität gewonnen. Insbesondere die Dipole aus dem Theater 6 (H 600) möchte ich noch einmal positiv hervorheben. Der Klang ist absolut homogen, „geschlossen“ und verteilt sich bedeutend besser als vorher im hinteren Raum.


Fazit

Meine Begeisterung habt ihr ja sicherlich bereits im Test-Video bzw. den beiden YouTube-Videos gesehen und gehört. Deswegen spare ich mir nun hier ausschweifende, poetische Lobeshymnen.
Teufel ist mit der Definion 3 sowohl für den Stereo- als auch für den Surround-Betrieb ein ganz großer Wurf gelungen, der in seiner Preisklasse seinesgleichen sucht. Bevor es Zeit war in dieses Kundensegment vorzudringen, hat Teufel hat lange an der Definion-Serie gearbeitet und stattliche Entwicklungsarbeit geleistet. Insbesondere der Koaxial Mittel-/Hochtöner sticht hier hervor. Diese Arbeit hat sich Definiontiv gelohnt und IMHO hätte man den Lautsprecher auch locker zu 500-1000 EUR mehr das „Pärchen“ verkaufen können. Nur genau hier zeigt sich mal wieder „Typisch Teufel“ die eigene Stärke im direkten Vertrieb der eigenen Produkte.


Ein wenig erinnert mich das Produkt in seiner Perfektion an längst vergangene Tage, in denen Teufel mit der M200 den ersten eigenen „Fertiglautsprecher“ auf den Markt gebracht hat. Quasi aus dem Nichts kam der Teufel mit dem „Paukenschlag“ und die M200 (zumeist in der Kombi mit dem M6000-Subwoofer) duellierten sich urplötzlich auf Augenhöhe mit Lautsprechern, die seinerzeit das bis zu zehnfache kosteten. Chapeau Teufel!


 

Fotos: Eigene + Teufel
Die Lautsprecher wurden seitens Teufel vorab für den Test bereitgestellt

Klang - Stereo9
Klang - Surround9.5
Einrichtung8.5
Verarbeitung & Design9.5
Preis / Leistung10
Die Definion 3: Teufels Preis-Leistungs-Hammer in der Oberklasse leistet sowohl im Surround- als auch im Stereo-Betrieb eine lupenreine Performance!
9.3
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