Bowers & Wilkins Z2 Test – AirPlay Lautsprecher

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Bowers & Wilkins Z2 AirPlay Lautsprecher im Test

Mit dem Z2 präsentiert Bowers & Wilkins sein Einstiegsmodell in die Welt der drahtlosen Musiksysteme mit Apples AirPlay Übertragungstechnologie. Jedoch beschränkt sich der Bowers & Wilkins Z2 nicht nur auf eine drahtlose Übertragung, sondern bietet auch die Möglichkeit sein iPhone 5/5S sowie iPod Touch der neusten Generation über den Dockinganschluss zu verwenden. Alternativ können aber auch weitere externe Geräte per AUX-In Anschluss verbunden werden.

Seine geringen Abmessungen von nur 18x32x10 Zentimetern machen den Z2 zu einem vielseitig einsetzbaren Lautsprecher. In meinem Test habe ich ihn aber vor allem in Küche und Schlafzimmer genutzt. Hier passt er wunderbar hin und lässt sich gut integrieren.

Was mir am Design des Z2, aber auch an den anderen Produkten von Bowers & Wilkins gefällt, ist die schlichte Eleganz sowie die hochwertige Ausführung in jedem Detail. Klar, stellt der Z2 das unterste Glied dar, und muss auf hochwertige Aluminiumapplikationen oder eine Bespannung mit Akustikstoff verzichten. Aber dennoch ist er mehr als hochwertig und der verwendete Kunststoff von einer sehr guten Qualität. Er ist weich und von seiner Oberflächenstruktur samtig. Das haptische Gefühl bei diesem Lautsprecher ist sehr gut. Auch finde ich gut, dass Bowers & Wilkins nicht diesen Hochglanz Trend mitmacht, sondern eine matte Ausführung gewählt hat.

Bowers & Wilkins Z2 AirPlay Lautsprecher Seitenansicht mit iPhone

Auf der Oberseite befinden sich neben dem Dock Anschluss zudem noch zwei erhabene Touchbuttons zur Regulierung der Lautstärke. Alternativ und bequemer lässt sich der Bowers & Wilkins Z2 aber mit der mitgelieferten Fernbedienung bedienen, die allen Wireless-Musiksystemen, also Zeppelin Air, A5 und A7, beiliegt. Über sie kann man nicht nur die Lautstärke verändern, sondern auch die Titelwahl steuern oder den Eingang wählen. Der Z2 ist übrigens in zwei Farben, schwarz und weiß, erhältlich.

Um den Lautsprecher per AirPlay nutzen zu können, muss dieser zunächst mit dem W-LAN verbunden werden. Hierzu liefert Bowers & Wilkins eine eigene App zur Einrichtung mit der es wirklich eine Leichtigkeit war das Gerät zu konfigurieren. Jeder Schritt ist erklärt und Fehler sind meines Erachtens ausgeschlossen. Einziger Verbesserungsvorschlag an dieser Stelle wäre noch die Möglichkeit den Lautsprecher über WPS zu verbinden. Dies würde mir in meinem Fall ersparen meinen 63 Zeichen langen Verschlüsselungscode manuell einzugeben. Sollte man sich in jedem Fall dann vorher in die Zwischenablage kopieren.

Bowers & Wilkins Control App

Technisch ausgestattet ist der Bowers & Wilikins Z2 mit einem hochwertigen Digitalverstärker, der zwei Vollbereichslautsprecher mit jeweils 20 Watt ansteuert. Was auf den ersten Blick wenig klingt, hört sich in echt aber recht gewaltig und beeindruckend an. Dies zeigen auch die weiteren technischen Daten, denn mit einem möglichen Frequenzgang von 42 Hz bis 22 kHz übertrifft der Z2 manchen hochwertigen Stereo Lautsprecher.

Ich für meinen Teil bin sehr zufrieden mit der guten Klangqualität dieses kleinen Hifi-Systems. Für meinen Musikgeschmack, Pop, RnB, Jazz und House ist er sehr gut abgestimmt und macht eine gute Figur. Gerade auch der Tieftonbereich ist gut ausgeprägt und macht, natürlich im Verhältnis gesehen, gut Zunder. Ist aber natürlich nicht mit einem Zeppelin Air zu vergleichen, der noch einen extra Tieftonlautsprecher integriert hat und für richtig Zunder sorgt. Aber für den genannten Einsatzzweck in Küche und Schlafzimmer benötigt man dies auch alles gar nicht. Bowers & Wilkins hat hier, neben den Chassis viel Entwicklungsarbeit in die Strömungsoptimierung gesteckt, um den Sound so gut zu machen und Verwirbelungen am Luft Einlass bzw. Auslass zu vermeiden. Flowport nennt B&W diese Golfball ähnliche Oberfläche, die man ebenfalls an allen Systemen wiederfindet. Ein optimales Klangerlebnis bietet sich, wenn man den Z2 ein Stück, etwa 20 bis 30 Zentimeter, von der Wand abrückt.

Bowers & Wilkins Z2 AirPlay Lautsprecher Draufsicht

Auch bei hohen Lautstärken bleibt der Z2 sehr stabil und vor allem klappert und scheppert nichts. Selbst bei hochpreisigen Lautsprechern habe ich dies schon erlebt. Auch der sehr dicke und solide angeraute Gummifuß sorgt für einen sicheren und festen stand. Da bewegt sich nichts.

Auf hohem Niveau betrachtet muss man beim Z2 natürlich leichte Abstriche in der Klangperformance machen. Die Detailauflösung ist geringer und auch der audiophile Neujahrkonzerthörer wird hiermit sicherlich nicht glücklich werden. Aber im Gesamtpaket betrachtet und mit der Konkurrenz verglichen, liefert Bowers & Wilkins hier ein mehr als feines Gesamtpaket ab.

Kritik? Ich weiß nicht ob man es wirklich Kritik nennen will, denn wer sich für solch ein Produkt entscheidet der weiß was er will. AirPlay ist natürlich nur etwas für Apple Nutzer. Für mich funktioniert es gut und ich kann problemlos mit iMac, MacBook, iPad und iPhone Musik hören. Die Übertragung läuft bei mir stabil und die Übertragung ist verlustfrei, sodass kein wirklicher Unterschied zwischen Dock und AirPlay existiert.

Wobei wir beim zweiten „Manko“ wären. Der Lightning Anschluss. Das Unheil von Apple, den Anschluss zu Wechseln, möchte ich gar nicht groß erläutern. Jeder kennt die Problematik und Besitzer eines Zeppelin Airs, so wie meiner einer, werden sich ärgern. Ob Lightning des Weisheit letzter Schluss ist bleibt abzuwarten. Das weiß wohl nur Apple.

Bowers & Wilkins Z2 AirPlay Lautsprecher in schwarz

Allerdings finde ich den Dock insofern gut, da ich mein iPhone so bequem jeden Abend am Bett aufladen kann und kein fliegendes Kabel irgendwo liegen habe. Genauso in der Küche hat es sich für Besucher als gut erwiesen (meine Freunde haben zum größten Teil auch ein iPhone). Wer nicht bei mir im W-LAN ist konnte so einfach sein iPhone fix einstecken und Musik abspielen. Also insgesamt hat so ein Dock Anschluss immer noch seine Berechtigung.

Fazit

Das Gesamtpaket stimmt und ist erwartungsgemäß hochwertig verarbeitet und bietet und einen guten Klang. Also mir persönlich gefällt er, gerade im Anwendungsbereich Küche/Schlafzimmer konnte er bei mir seine Stärken ausspielen und hat mich sowohl am Morgen zum Aufwachen als auch am Abend zum Kochen oder bei der ein oder anderen After Party in der Küche begleitet.

Einschränkungen liegen, wie bereits oben aufgeführt, an der Bindung zu Apple.

Text: Camillo Pfeil

Fotos: Long Nguyen

Kamera: Canon EOS 700D

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