Bowers & Wilkins MM-1 – Eine Hommage an die Perfektion – PC Lautsprecher Test

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Bowers & Wilkins MM-1 Computer Lautsprecher

PC bzw. Computer Lautsprecher. Für mich neben Maus und Tastatur eines der essentiellsten Zubehörprodukte. Ich höre gerne und viel Musik am Computer und deshalb kommt es mir in diesem Segment auch auf qualitativ hochwertige Lautsprecher an. Ebenso muss das Design stimmen, denn wer einen Mac besitzt möchte auch ästhetisch schöne Lautsprecher, die ebenso möglichst klein sind. Die letzten Wochen habe ich die Bowers & Wilikins MM-1 getestet. Und ob diese meine Kriterien erfüllen konnten lest ihr im folgenden Bericht.

Optik x Verarbeitung x Funktionen

Rein optisch treffen die kleinen MM1 schon einmal voll ins Schwarze. Ich mein schaut sie euch an. Damit hat Bowers & Wilkins mal wieder ein Meisterstück abgeliefert. Die Lautsprecher sind kaum größer als eine 0,5l Getränkedosen und mit schwarzen Akustikstoff bespannt. Die darunter liegenden Membranen zw. Chassis sind allerdings noch durch ein Gitter geschützt. Den Lautsprecher ziert ein umlaufender Streifen aus gebürstetem Aluminium mit dem Bowers & Wilkins Schriftzug eingraviert. Beim rechten Lautsprecher befinden sich zudem an der linken Seite noch ein On/Off-Knopf und an der rechten Seite ein +/- Knopf zur Lautstärkenregulierung sowie eine Stand-by LED an der Vorderseite. Die obere Abdeckung bzw. der obere Abschluss des Lautsprechers bildet ebenfalls eine Platte aus gebürstetem Aluminium. Die Schraffur läuft in einer perfekten Kreisform an den runden Ecken aus. Hier waren wirklich detailverliebte Designer am Werk.

Der Lautsprecher ist ein einziges Kunstwerk und die Demonstration einzigartiger Handwerkskunst. Denn auch die Verarbeitung lässt keine Mängel aufkommen und ist ausgezeichnet. Allein beim Anblick und Anfassen dessen ist der nicht unerhebliche Anschaffungspreis von knapp 500 Euro vergessen. Und ich übertreibe definitiv nicht. Denn auch die Rückseite ist mit einem vertikalen Streifen aus gebürstetem Aluminium versehen. Beim rechten Lautsprecher finden wir hier ebenfalls noch weitere Anschlüsse. Zum einen einen Aux Eingang und zum anderen einen Kopfhörerausgang. Ebenfalls befindet sich eine Gravur, R x L, auf der Rückseite.

Auf der Unterseite des Lautsprechers finden wird die Anschlüsse für den linken Lautsprecher, Strom sowie USB. Bei den MM-1 handelt es sich nämlich um Lautsprecher mit einem eingebauten Verstärker bzw. einem Digital/analog-Wandler. Kurz zur Erklärung, die Musik die ihr auf dem Computer abspielt ist digital, also 1 und 0. Ein Lautsprecher kann aber nur analoge Signale wiedergeben, also eine Abfolge verschiedener Frequenzen. Bei 1 und 0 hätten wir sonst bspw. Nur einen Vollausschlag der Membran oder eben nicht. Normalerweise wird diese Umwandlung im Computer vorgenommen und das Signal dann in der Regel am Kopfhörerausgang ausgeben. Allerdings ist je nach Computer, insbesondere bei Laptops, die Qualität des Audioausgangs oft nicht so gut und der Signal Rausch Abstand schlecht. Bemerkbar macht sich dies bspw. in einem Grundrauschen oder Knacken im Lautsprecher.

Da Bowers & Wilkins allerdings höchste Ansprüche an die Qualität setzt wurde sich hier für eine USB Lösung entschieden. Das Musiksignal wird vom Computer verlustlos digital an die Box übertragen und hier vom Digital/Analog-Wandler bearbeitet. Dies sorgt für eine perfekte Signalverarbeitung der Musik. Zudem möchte ich hier auch noch einmal den Kopfhörerausgang erwähnen, denn an diesem liegt nun auch ein wesentlich besseres und optimiertes Signal an. Mit den MM-1 kauft man also nicht nur Lautsprecher, sondern auch einen Verstärker und Kopfhörerverstärker.

Die ganze Technik ist im rechten Lautsprecher untergebracht, weshalb dieser im Betrieb auch etwas wärmer wird. Doch hier macht man sich auch das Design und die Materialauswahl zu nutzen, denn die Wärme wird optimal über das gut leitende Aluminium abtransportiert.

Bowers & Wilkins MM-1 Computer Lautsprecher

Aufbau x Klang

Nach der langen Einführung nun aber ran an die Praxis. Die Verkabelung ist schnell und simpel erledigt. Der linke Lautsprecher hat sogar noch eine kleine Finesse, denn im Boden ist quasi ein Fach integriert in dem man das überschüssige Kabel aufrollen kann, sodass es sauber auf dem Schreibtisch aussieht.

Der rechte Lautsprecher wird zu guter Letzt mit dem USB-Anschluss des Computers verbunden und schon kann es losgehen. Der Lautsprecher wird direkt als Audiogerät erkannt und es bedarf keiner weiteren Treiberinstallation.

Und nun der Klang. Was soll ich sagen. Er unterstreicht den bisherigen Eindruck voll und ganz. Was aus diesen kleinen Brüllwürfeln, ähm verzeihe, Klangwürfeln kommt ist sagenhaft und lässt sich beim ersten Anblick nicht vermuten. Der Klang ist ausgewogen, klar, detailreich und kraftvoll. Selbst bei hohen Lautstärken treten keine Verzerrungen auf. Der eingebaute Digital/Analog-Wandler sorgt stets für einen präzisen und brillanten Klang. Besonders auch die Hochtöner mit Nautilus-Röhrentechnologie umschmeicheln das Ohr.

Auch der Bass ist für dieses 2.0 System beachtlich. Natürlich muss man hier im Vergleich zu Systemen mit Subwoofer oder Lautsprechern mit größeren Chassis Anstriche machen, was sich im Tiefbassbereich zeigt. Doch muss man nochmal betonen, dass es für die Abmessungen vollkommen bemerkenswert ist. Denn ab 80hz-100hz ist der Bass deutlich und kräftig und für den Schreibtisch mehr als angemessen.

Es ist definitiv kein Lautsprecherset für ein Partybüro, sondern für stilvollen Musikgenuss am Arbeitsplatz. Mich haben sie definitiv überzeugt.

Ich kenne keine Lautsprecher die sich so elegant auf dem Schreibtisch einfügen und dazu noch so gut klingen. Bowers & Wilkins hat hier zweifelsohne mal wieder ein Meisterstück abgeliefert. Zudem sind die Boxen so dezent, dass sie für den Betrachter als solche gar nicht als Lautsprecher kenntlich sind und nicht so „technisch“ wirken. Sondern eher als eine Skulptur auf dem Schreibtisch. Jedem Unwissenden zaubern die Klangwürfel auf jeden Fall ein Staunen ins Gesicht, wenn man ihnen sagt, dass der Sound gerade aus den kleinen Lautsprechen kommt.

Bowers & Wilkins MM-1 Computer Lautsprecher | Fernbedienung

Ein kleines Gimmick gibt es zu den MM-1 noch dazu. Eine Fernbedienung, die manch anderer bspw. schon vom Zeppelin kennt. Hiermit lässt sich die Lautstärke regeln oder aber auch die Titel im ITunes wechseln.

Fazit

Für mich ästhetisch und klanglich die perfekte Symbiose für den Schreibtisch.

Alternativen x Fazit

Die gibt es natürlich und welche von ihnen habe ich schon im Blog getestet. Allen voran die Nubert nuPro A-20. Sie sind den Bowers & Wilkins MM-1 klanglich definitiv überlegen. Allein der Klangkorpus ist aber schon fast 4x so groß und die Chassis dementsprechend auch. Zudem haben die nuPros ein „technischeres“ Aussehen, mit offenen Membranen und Drehreglern an der Front. Sie brauchen mehr Platz auf dem Schreibtisch und fügen sich längst nicht so harmonisch in das Gesamtbild sein, sondern sind vielmehr zwei große Klötze. Dafür haben sie aber einen unbeschreiblich guten Klang, sind perfekt abgestimmt und haben einen gehörigen Tiefbass. Man kann mit ihnen ohne Probleme auch größere Räume beschallen oder die Afterwork Party im Büro einläuten. Preislich spielen sie fast in derselben Liga, zumindest die etwas kleineren nuPro A-10 definitiv.

Doch am Ende des Tages sprechen die beiden Hersteller eine ähnliche Zielgruppe an. Ein audiophiles Publikum. Nun muss man nur selber wissen ob schick und klein dafür etwas weniger Tiefgang und Lautstärke oder groß und wuchtig und dafür etwas mehr Tiefgang und Lautstärke. Die Entscheidung kann ich euch leider nicht abnehmen. Beide sind auf ihre Wiese einzigartig und eine Kaufempfehlung.

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