Harman Kardon Sabre SB 35 Soundbar/Subwoofer Soundsystem im Test

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Nur 3,2cm schlank präsentiert sich uns die Harman Kardon Soundbar Sabre SB 35, welche mit einem kabellosen Subwoofer ausgeliefert wird, der ebenfalls mit 8,6cm sehr schlank ist. Wir haben die Soundbar/Subwoofer-Kombination für euch in den vergangenen Wochen intensiv getestet.

Bereits im Jahr 2013 hat Harman Kardon die Sabre SB 35 vorgestellt. Aber auch, wenn die Soundbar schon rund zwei Jahre alt ist, gehört sie in unseren Ohren noch immer zu einer der Besten in ihrem Segment. Sowohl Design, Sound und Konnektivität konnten in unserem Test überzeugen. Aber fangen wir von Vorne an.

Design/Verarbeitung

Das Soundsystem kann zunächst durch sein Äußeres punkten. Es sieht nicht nur schlank, sondern auch sehr modern und stylisch aus. Die Soundbar wird von einer silbernen Zierleiste aus Aluminium umgeben und wirkt dadurch sehr hochwertig. Abgerundet wird dies durch den formschönen Tischständer, der ebenfalls aus Aluminium gefertigt ist. Anders, als bei anderen Herstellern, liefert Harman Kardon zusätzlich noch eine Wandhalterung mit, womit sich die Soundbar schlank unter dem LCD-TV montieren lässt und sich somit harmonisch in das Gesamtbild einfügt.

Harman Kardon Sabre SB 35

Der Subwoofer kann ebenfalls durch bescheidene Abmessungen glänzen. Auch er ist ein Designerstück und hebt sich von den rechteckigen Kästen der Konkurrenz ab. Im Lieferumfang enthalten sind ebenfalls ein Aluminiumständer für die Bodenaufstellung sowie eine Wandhalterung.

Auch in Punkto Qualität kann das System mit hochwertigen Materialien und einer tadellosen Verarbeitung glänzen.

Würden wir nur das Design heranziehen, hätte das Harman Kardon Sabre SB 35 schon jetzt gewonnen. Kein System ist so schön gestaltet. Hier hat Harman Kardon den Trend schon früh erkannt und perfekt umgesetzt.

Aufbau / Anschlüsse / Bedienung

Die Soundbar bietet erstaunlich viele Anschlüsse. Dazu gehören vier HDMI Anschlüsse (einer für den Anschluss am TV mit ARC-Funktionalität), ein Aux-IN Eingang (3,5mm Klinkeneingang) und ein optischer Digitaleingang. Der vorhandene USB Port dient nur für Updates. Weiterhin bietet die Harman Kardon Soundbar Sabre SB 35 die Möglichkeit sein Smartphone/Laptop/Tablet/etc. per Bluetooth zu verbinden. Einen Subwoofer Eingang finden wir nicht, sondern nur einen Pairing Knopf, denn dieser wird drahtlos verbunden.

Harman Kardon Sabre SB 35

Der Aufbau der Soundbar ist recht einfach und im Handumdrehen erledigt. Es befinden sich auch schon alle benötigten Anschlusskabel im Lieferumfang. Allerdings hier als großer Kritikpunkt die Länge. Die Anschlusskabel bieten alle nur eine länge von 1m, was einfach viel zu kurz ist. Wer jetzt längere bzw. weitere Kabel beim Kauf dazu bestellt sollte zudem darauf achten, dass es sich um Micro-HDMI Eingänge/Ausgänge handelt, hierfür also etwas andere Kabel benötigt werden. Für mich, der schon einen Haufen normale HDMI Kabel besitzt, ist es natürlich ärgerlich, wenn er sich noch einmal einen neuen Satz Kabel kaufen muss, doch das ist der Kompromiss für das dünne und schlanke Design der Soundbar. Und damit bin ich dann auch Fein und kann mit dem Kompromiss sehr gut leben. Nur eben die mitgelieferten Kabellängen sollten zumindest 2m betragen.

Sind alle Kabel angeschlossen und der Subwoofer gepaired, dazu muss man an beiden Geräten nur den Pairing Knopf drücken, kann es auch schon losgehen. Beim Subwoofer lässt sich noch die Phase 0° oder 180° einstellen sowie die Trennfrequenz einstellen, also ab welcher Frequenz der Subwoofer einsetzten soll. Die Phase kann in der Regel auf 0° bleiben, wenn der Subwoofer in einer Reihe mit der Soundbar aufgestellt wird. Wird er anderswo im Raum platziert kann es ggf. zur Auslöschung von Wellen kommen. Solltet ihr also feststellen, dass der Bass sehr leise am Hörplatz ist, einfach mal ausprobieren die Phase auf 180° zu schalten. Dann sollte er wieder lauter sein.

Harman Kardon Sabre SB 35

Das Bluetooth Pairing funktionierte auch erstaunlich gut und es gab keine Probleme bei der Verbindung.

Ist nun alles richtig aufgebaut und eingestellt kann der Hörspaß beginnen. Wer das System über den ACR Anschluss an den Fernseher angeschlossen hat und dieser dies auch kann, kommunizieren beide Geräte untereinander und die Soundbar geht automatisch an, wenn der Fernseher eingeschaltet wird. Ebenso lässt sich die Lautstärke über die Fernbedienung regeln.

Harman Kardon Sabre SB 35

Ansonsten lassen sich die Eingänge, Lautstärke, Bass, etc. über die mitgelieferte Fernbedienung einstellen oder alternativ über die Funktionstasten auf der Oberseite des Gerätes. Optische Rückmeldung über die gemachten Einstellungen gibt es entweder im OSD auf dem TV oder auf dem Display, welches quasi unsichtbar hinter dem Stoff versteck ist. Ablesen lässt es sich allerdings bei großer Helligkeit eher weniger.

Harman Kardon Sabre SB 35

Harman Kardon Sabre SB 35

Harman Kardon Sabre SB 35

Technik

Design passt. Anschlüsse sind ausreichend vorhanden. Doch was steckt unter der Haube dieser nur 3,2cm dünnen Soundbar? Eine ganze Menge Technik auf jeden Fall. Insgesamt acht Lautsprecher befinden sich auf der gesamten Länge verbaut. Davon zwei Hochtöner sowie sechs Mittelton bzw. Breitband-Lautsprecher. Dazu natürlich der separate Subwoofer.

Insgesamt ergibt sich eine Gesamtmusikleistung von 140 Watt, 100 Watt der Subwoofer und 40 Watt die Soundbar. Der Frequenzgang des Systems reicht von 43Hz – 22 kHz.

Unterstützt werden aktuelle Codecs wie Dolby Digital, Dolby TRUE-HD, DTS, und DTS-HD.

Die Harman Kardon Sabre SB 35 Soundbar bietet zudem verschiedene 5.1 Surround Modi. Hierunter den Harman Kardon WAVE Mode, welcher in drei Stufen einstellbar ist, was der Größe des jeweiligen Raums entsprechen soll. Für unseren Raum mit etwa 16qm hat sich LOW als beste Option herausgestellt. Zudem gibt es noch einen „einfachen“ VIRTUAL MODE, welcher sich im Test aber insgesamt als bessere Option dargestellt hat.

Integriert ist zudem eine Technik Namens Harman Volumen. Mit dieser Technologie wird der Ton sozusagen normalisiert. Oft haben wir in Filmen sehr laute und sehr leise Passagen. Gerade in Action Filmen werden diese Szenen oft überbetont laut dargestellt und man dreht den Ton runter, um ihn bei leiseren Sprachszenen dann wieder aufzudrehen. Durch die Normalisierung der Tonspur bleibt dieses „Problem“ aus.

Klang

Auch technisch konnte die Soundbar überzeugen. Und der Klang? Auch hier weiß die Harman Kardon Sabre SB 35 Soundbar zu überzeugen und spuckt im Gegensatz zu ihrem kleinen Formfaktor ziemlich große Töne. Wer zuvor nur mit seinem TV Gerät den Ton Gehört hat, steigt in eine völlig neue Klangdimension ein. Dank acht, unabhängig voneinander arbeitenden, Lautsprechern schafft Harman Kardon es mit Hilfe digitaler Signalverarbeitung eine verblüffende Räumlichkeit bei Filmen herzustellen. Sicherlich darf man keinen echten 5.1 Sound erwarten, wie man ihn mit zwei vollwertigen Rücklautsprechen hätte. Aber wer sich für solch eine Soundbar entscheidet, möchte diese Option ja bewusst umgehen und möglichst guten Klang und dabei keine wuchtige Installation. Und dies vereint die Soundbar/Subwoofer-Kombination in meinen Augen auf sehr gelungene Weise. Erstaunlich gut war auch die präzise Sprachwiedergabe in Filmen.

Für die nötige Aktion sorgt der Subwoofer, von dessen Aufmaßen ich ebenfalls nicht einen solchen Druck erwartet hätte. Für eine mittelgroße Mietwohnung in der Stadt auf jeden Fall ausreichend dimensioniert.

Punkten konnte das Soundsystem zusätzlich durch gute Musikwiedergabe, die gerade durch die Bluetooth Funktionalität sehr erleichtert wurde. Das macht das Soundsystem sehr flexibel einsetzbar und eben nicht nur zum TV/Film schauen.

Wer bei einer solchen Soundbar auch etwas Räumlichkeit erleben möchte, sollte aber auch bei sich auf den Raum acht geben, da der Surround Sound Großteils durch Schallreflektionen an den Wänden erzeugt wird. Wer ein offenes Wohnzimmer hat oder die Soundbar nicht gerade mittig im Raum platziert erreicht mitunter hier ein wesentlich schlechteres Klangergebnis.

Auch bezieht sich mein Test auf Größe und Formfaktor des Gerätes. Gemessen an diesen ist der Klang gut. Allerdings, aufgrund des kleinen Klangkorpus, entfaltet die Soundbar gerade in den unteren Mitten nicht den kraftvollen Druck, den ein großvolumiger Lautsprecher erzeugen kann. SO wirken Stimmen zwar klar, aber oft dünn.

Oft wird fehlende Leistung der Soundbar untenrum dann teils durch den Subwoofer ein wenig ausgeglichen, der seine Trennfrequenz im Bereich von 150Hz bis 250Hz hat.

Aber insgesamt klanglich eine runde Sache.

Fazit

Für einen Straßenpreis von aktuell 759 Euro bekommt man eine sehr wertige Soundbar in schickem Design, die sich harmonisch ins Wohnumfeld einpasst. Dabei sieht sie nicht nur schön aus, sondern klingt auch noch gut und bietet sowohl bei Filmen als auch Musik einen guten Klang und einem ordentliches Bassfundament. Ebenso überzeugte die Ausstattung mit vier HDMI Anschließen, Line-IN, optischem Eingang und Bluetooth.

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