Heimkino und Multiroom Erlebnis – die Raumfeld Soundbar im Test

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Die Raumfeld Soundbar verspricht die Vereinigung zweier Soundwelten – zum einen perfekter Heimkinosound durch Wellenfeld Technologie und Wireless Subwoofer, zum anderen aufgrund der Raumfeld Multiroom Technologie eine moderne WLAN HiFi Anlage.

Wer meinen Testbericht zu den Raumfeld Stereo Cubes und dem Raumfeld One S gelesen hat, weiß bereits, dass mich das Multiroom Konzept von Raumfeld 100%ig überzeugt hat – die Einrichtung ist einfach, das Multiroom Handling dank benutzerfreundlicher App kinderleicht und das Design der Lautsprecher ansprechend.

Die Raumfeld Soundbar hat mich nicht minder begeistert, wie ich euch im Folgenden anhand meiner Eindrücke und Erfahrungen der letzten Wochen, in denen ich die Raumfeld Soundbar ausgiebig getestet bzw. gehört habe, darlegen möchte:

Spezifikationen und Daten

Geliefert wird die Raumfeld Soundbar in zwei großen, mit 9 kg für die Soundbar und 16,4 kg für den Subwoofer nicht gerade leichten Paketen. Zum Lieferumfang gehören neben Soundbar und Subwoofer die passenden Netzstecker, eine Fernbedienung, ein vormontierter Tischfuß zum Aufstellen der Soundbar, eine Wandhalterung zur Wandmontage der Soundbar, ein optisches Tos-Link Kabel, ein HDMI-Kabel sowie eine Kurzanleitung zur Einrichtung von Soundbar und Subwoofer. Wie alle Raumfeld Produkte gibt es auch die Soundbar in den zwei Farbvarianten schwarz und weiß. Der Preis liegt bei 1.299,99 EUR.

Die Soundbar hat mit Außenmaßen von 11x99x10 cm eine angenehme Größe und passt sich mit ihrem zeitlosen Design aus lackiertem Holz und dunkler Stoffbespannung jedem Wohnungsdesign an; unterstützt wird diese angenehme, nahtlose Eingliederung ins Einrichtungsbild durch die abgerundeten Ecken der Soundbar. Mittig auf der Vorderseite befindet sich ein schmales Bedienfeld aus gebürstetem Aluminium, das nebst Raumfeld Logo die Lautstärkeregeltasten, die zwei auf allen Raumfeld Lautsprechern vorhandenen Kontrollleuchten sowie den Anschaltknopf beherbergt. Auf der Rückseite der Soundbar befinden sich die Anschlüsse – der Pairing-Knopf zur kabellosen Verbindung mit dem Subwoofer, ein Subwoofer Ausgang bei optionaler Verbindung von Soundbar und Subwoofer via Kabel, ein HDMI-Eingang, ein optischer Digitaleingang, ein analoger Eingang für Cinch Kabel, der Stromanschluss, ein Setup-Knopf, einen Ethernet Port und ein USB Port.

Unter der Stoffbespannung verbergen sich sechs Breitbandlautsprecher, jeweils einer an den beiden Außenseiten und vier an der Frontseite. Betrieben werden diese von einem Class-D-Verstärker, der mit 180 Watt Leistung bzw. 150 Watt Sinus Permanentleistung für klangvollen Sound sorgt.

Die zur Soundbar gehörende Fernbedienung hat neben den obligatorischen Ein-/Ausschalt-, Lautstärkeregler- und Mute-Buttons vier mit Zahlen versehende Buttons zum Einstellen der Modi der Soundbar – Stereo, Arena, Theater und Voice; dazu jedoch später mehr. Zudem könnt ihr über die Fernbedienung das Eingangsgerät wählen und bei Musikwiedergabe den nächsten Track anwählen. Die 97 Gramm schwere Fernbedienung ist einem schicken Silberton aus gebürstetem Aluminium gehalten mit schwarzen Buttons und abgerundeten Kanten, wodurch sie sehr gut in der Hand liegt.

Der Aktiv-Subwoofer ist mit seinen Außenmaßen von 33×95,5 cm und einer Höhe von nur 12 cm so konzipiert, dass ihr ihn z.B. platzsparend unter der Couch im Wohnzimmer verschwinden lassen könnt, wodurch sich der Subwoofer natürlich nahtlos in jedes Raumbild einfügt, was jedoch nicht bedeuten soll, dass er im Gegensatz zu den Raumfeld Produkten optisch nicht ansprechend wäre! Wie die Soundbar auch wartet er mit einem zeitlosen Design aus lackiertem Holz und gebürstetem Aluminium auf und eckt aufgrund der abgerundeten Ecken nicht an, sondern fügt sich fließend in das Raumbild ein, sodass er natürlich auch optisch präsent unter z.B. der an der Wand montierten Soundbar Platz finden kann.

Je nachdem, wie ihr den Subwoofer stellt oder legt, findet ihr auf der einen schmalen Außenseite die Anschlüsse – Sub-Connect zur kabellosen Verbindung mit der Soundbar, einen Pairing-Knopf, darunter eine Statusleuchte, einen Regler zur Einstellung der Sensitivität zur Annahme des Signals der Soundbar, einen High-Pass Regler zur Steuerung des Frequenzganges, einen Power Mode Schalter, einen Input Schalter zur Festlegung, ob der Subwoofer wireless oder per Kabel mit der Soundbar verbunden ist, den Schalter zur Einstellung der Phase sowie den Stromeingang und einen Ein-/Aus-Schalter.

Auf der einen breiten Außenseite befinden sich die drei Tieftöner Lautsprecher, die für ordentlich Wumms sorgen. Der Frequenzgang ist mit 35 bis 200 Hz angegeben, der digitale Class-D-Verstärker stellt bis zu 240 Watt für die Basserzeugung bereit.

Ausführlich könnt ihr euch das Ganze auch noch mal in dem Video vom Unboxing anschauen:

Einrichtung

Die Raumfeld Lautsprecher bestechen alle durch eine kinderleichte Einrichtung. Jedem Produkt ist eine bebilderte Kurzanleitung beigefügt, anhand derer ihr euer Raumfeld Produkt in kürzester Zeit einrichten könnt.

Bei der Raumfeld Soundbar besteht diese Anleitung aus sieben Schritten – auspacken, vorbereiten, aufstellen, Anschlüsse, einrichten, Subwoofer, Funk-Fernbedienung.

Das Auspacken geht, sofern man davon kein Unboxing Video dreht, schnell von der Hand. Zur Vorbereitung zählt lediglich, dass euer WLAN Router aktiv ist. Das Aufstellen geht dank vormontiertem Standfuß auch fix – hinstellen und das Stromkabel in die Steckdose stecken.

Der vierte Schritt, Anschlüsse, hängt hinsichtlich der Komplexität von eurem Fernseher ab. Die Kurzanleitung weist schon darauf hin, dass die Soundbar nur über das zum Lieferumfang gehörende HDMI-Kabel an euren Fernseher angeschlossen werden kann, wenn dieser über einen HDMI-ARC-Anschluss verfügt. Da mein Fernseher nicht mehr der Jüngste ist, stand mir diese Anschlussmöglichkeit nicht zur Verfügung – der „komplexe“ Part der Einrichtung bestand an dieser Stelle dann lediglich darin ein Stereo-Cinch-Kabel zu suchen und zu finden, das aber wahrscheinlich jeder noch irgendwo zuhause herumliegen hat. Als dritte Anschlussmöglichkeit steht euch dann noch das optische TOS-Link Kabel zur Verfügung, mit dem ich meine Playstation an die Soundbar angeschlossen habe.

Der fünfte Schritt, das Einrichten, bezieht sich auf das Einrichten der Soundbar in der Raumfeld App. Wenn ihr noch über keinen Raumfeld Lautsprecher verfügt, müsst ihr zunächst die Raumfeld Controller App im App Store bzw. bei Google Play herunterladen und auf eurem Smartphone installieren. Bei erstmaligem Start der App öffnet sich direkt das Einrichtungsmenü zum Hinzufügen neuer Geräte; wenn ihr, wie in meinem Fall, bereits andere Raumfeld Lautsprecher nutzt, wählt ihr einfach über das Menü den Punkt „Raumkonfiguration“ und dann den Unterpunkt „Raum hinzufügen“ aus.

Danach führt euch die App durch die Einrichtung der Soundbar, die wirklich kinderleicht ist, da jeder Schritt zusätzlich zur wörtlichen Beschreibung mit Bildern unterstützend versehen ist. Wie schon bei den Stereo Cubes und dem One S schaltet ihr nach Aufforderung durch die App die Soundbar ein, drückt auf der Rückseite den Setup Knopf und erhaltet dann nach kurzer Suche die Meldung, dass die Soundbar gefunden wurde.  Als nächstes wählt ihr euer WLAN Netz aus und verbindet die Soundbar mit diesem. Nach einer Überprüfung auf Updates könnt ihr die Soundbar konfigurieren – hierbei legt ihr den Namen des Gerätes fest, der zur übersichtlichen Verwaltung eurer Lautsprecher z.B. der Standort sein kann; in meinem Fall bei der Soundbar das Wohnzimmer. Danach erhaltet ihr dann auch schon die Benachrichtigung, dass die Raumfeld Soundbar eingerichtet – wirklich kinderleicht!

Im Gegensatz zum One S und den Stereo Cubes seid ihr an dieser Stelle allerdings noch nicht ganz fertig, da Subwoofer und Fernbedienung noch mit der Soundbar verbunden werden müssen. Beim Subwoofer geschieht dies automatisch, wenn ihr nach der Einrichtung der Soundbar den Subwoofer mit Strom versorgt und den Schalter auf „on“ kippt. Dass das Pairing zwischen Subwoofer und Soundbar geklappt hat, seht ihr an der leuchtenden LED über dem Pairing-Knopf am Subwoofer.

Schritt sieben der Kurzanleitung zur Einrichtung der Raumfeld Soundbar ist dann die Verbindung der Funk-Fernbedienung mit der Soundbar, die durch gleichzeitiges Drücken der Tasten 1 und 4 auf der Fernbedienung erfolgt bis die LED der Fernbedienung dreimal aufblinkt.

Das war es dann aber auch schon und die Soundbar ist einsatzbereit!

All dies haben wir für euch auch noch einmal grob in einem weiteren Video aufbereitet:

 

Klang- und Multiroom-Erlebnis

Nach der recht ausführlichen Beschreibung der Soundbar kommen wir nun zum eigentlichen Thema, der Leistung der Soundbar bzw. wie sie sich anhört!

Die Soundbar liefert meiner Meinung nach sowohl bei TV Sound als auch bei der Wiedergabe von Musik erstklassigen Sound. Dafür sorgt die sogenannte Wellenfeld-Technologie, mit der ihr die Wiedergabe euren Wünschen entsprechend anpassen könnt.

Zur Wahl stehen vier Modi – Stereo, Arena, Theater und Voice, die auch in der Reihenfolge durchnummeriert auf der Fernbedienung ihren Platz finden.

Im Stereo-Modus habt ihr einen klassischen Stereo Sound, den ich persönlichen am liebsten für die Musikwiedergabe verwende. Wechselt ihr in den Arena-Modus, hört man deutlich wie der Sound in die Breite geht und somit ein breit wirkendes Klangpanorama erzeugt. Den Theater-Modus nutze ich in der Regel beim TV schauen, da dieser Modus im Gegensatz zum Arena-Modus den sehr klaren Klang mehr nach vorne richtet. Der letzte Voice-Modus ist noch ein bisschen klarer in der Stimmwiedergabe und weniger in die Breite gerichtet.

Unabhängig vom Modus ist der Sound kraftvoll und voller Volumen, die unterschiedlichen Höhen und Tiefen sind klar hörbar.

Unterstützt wird dieser lebendige Klang von dem Subwoofer. Der Subwoofer ist in meiner Wohnung unter dem Sofa platziert und man merkt ihn selbst bei aus Rücksicht auf die Nachbarn in der Unterwohnung niedriger dB-Zahl ordentlich.

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Positionierung z.B. unter dem Sofa möglich

Somit wird dank Soundbar im Theater-Modus und Subwoofer unter dem Sofa jeder Film in den eigenen vier Wänden zum Erlebnis, da die Klangqualität vollmundig und lebendig ist und der Subwoofer die Szenen durch seinen Bass kraftvoll ergänzt!

Die Intensität des Subwoofers regelt ihr übrigens über die App unter Einstellungen -> Raumkonfiguration -> Raum mit der Soundbar auswählen -> Speaker auswählen -> dB-Bereich des Subwoofers einstellen.

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Einstellungen der Soundbar in der Raumfeld-App

Hier kann man auch die Wiedergabe-Wellenfeld-Modi einstellen, mir persönlich gefällt der schnelle Druck auf die entsprechende Taste auf der Fernbedienung jedoch besser.

Ihr findet auf der Fernbedienung zudem vier Tasten zur Auswahl des Eingangssignals – AUX, TV, OPT und eine Taste mit dem Raumfeld Logo. AUX ist dabei für das Signal über das analoge Stereo-Cinch-Kabel, TV für das HDMI-Kabel und OPT für das optische TOS-Link-Kabel. Über die Taste mit dem Raumfeld Logo wechselt ihr zur Wiedergabe von Musik, die Wiedergabe von Musik startet aber auch direkt, wenn ihr die Lautsprecher über die App ansteuert. Die Fernbedienung erweist sich somit gerade beim TV schauen als äußerst praktisch.

Die Wiedergabe von Musik erfolgt über die Raumfeld App oder teilweise auch direkt aus den Apps von Musikstreamingdiensten wie z.B. bei Spotify.

Auf dem Homescreen der Raumfeld App befinden sich Buttons zum Auswählen der Musikquelle – „Meine Musik“ für beispielsweise Zugriffe auf den Musikordner auf dem eigenen PC oder einem NAS, „Playlisten“, „TuneIn“ für Radioprogramme, Musikstreamingdienste und angeschlossene Quellen per Line-In. An Musikstreamingdiensten werden derzeit TIDAL, WiMP, Napster, SoundCloud und Spotify unterstützt, neu hinzukommen soll demnächst Google Cast. Die Konfiguration der Streamingdienste erfolgt über das Menü und den Unterpunkt Musikdienste.

Wenn ihr eure Musik ausgewählt habt, könnt ihr mit einem Klick auf das Lautsprecher Symbol in der rechten oberen Ecke der App die Lautstärke für alle genutzten Raumfeld Lautsprecher anpassen. Durch Klick auf das Raumfeld Symbol in der unteren rechten Ecke können die Wiedergabezonen, also die Lautsprecher in den verschiedenen Räumen, ausgewählt werden. Hier kommt das Raumfeld Multiroom-System ins Spiel, durch das ihr eure Musik in mehreren Räumen oder auch unterschiedliche Musik in unterschiedlichen Räumen abspielen könnt und die Verwaltung gebündelt über die App erfolgt. Das Hinzu- oder Wegschalten der Räume funktioniert wirklich tadellos und allenfalls minimalst verzögert.

Fazit

Mich überzeugt die Raumfeld Soundbar in jeglicher Hinsicht.

Sie ist die perfekte Ergänzung für das Wohnzimmer, wenn man noch andere Raumfeld Lautsprecher im Einsatz hat. Ich bin inzwischen großer Fan des Multiroom-Konzepts geworden, da ich beispielsweise die gleiche Musik oder aber das gleiche Hörbuch beim Zubereiten des Essens in der Küche hören kann wie später bei der Aufnahme des Essens im Wohnzimmer, ohne die bestimmte Stelle im Album oder Hörbuch an einem anderen Abspielgerät auswählen zu müssen.

Aber auch ohne andere Raumfeld Lautsprecher ist die Raumfeld Soundbar eine perfekte Wahl für das Wohnzimmer, da sie sowohl bei der Wiedergabe von Musik als auch bei der Wiedergabe von TV Geräuschen mit einem lebendigen, vollen und kräftigen Klang aufwarten kann. Insbesondere die Wellenfeld-Technologie mit den vier zur Verfügung stehenden Klangmodi sorgen hier für ein erstklassiges Sounderlebnis!

Auch optisch ist die Soundbar ein Hingucker – die fließend weichen Formen und die hochwertige Verarbeitung machen die Soundbar durch schlichte Eleganz zu einem wahren Blickfang, stören aber keinesfalls das Raumdesign.

Die Möglichkeit, diverse Musikquellen zur Auswahl zu haben, überzeugt ebenfalls, insbesondere in Zeiten, in denen viele ihre Musik nur noch elektronisch auf dem Handy, PC oder NAS vorhalten oder gleich auf Musikstreamingdienste zurückgreifen.

Für mich ist die Raumfeld Soundbar, egal ob ohne oder in Verbindung mit anderen Raumfeld Lautsprechern, eine runde Sache, da das Raumfeld Multiroom Konzept gut durchdacht ist und perfekt funktioniert und die Soundqualität hervorragend ist.

Wer die Soundbar nun gerne selbst erleben möchte, hat bei Raumfeld die Möglichkeit die Lautsprecher nach Bestellung acht Wochen lang probezuhören und bei Nichtgefallen kostenlos zurückzuschicken. Oder man fährt direkt in den Raumfeld / Teufel Flagshipstore nach Berlin und hört sie sich vor Ort an.

Text und Screenshots: T. Habermann // Fotos: Timo Weuter/IMAEDIA.DE
Vielen Dank an die Lautsprecher Teufel GmbH für die Teststellungen

Design9.5
Einrichtung10
Konnektivität9.5
Klang8.5
9.4
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3 comments

  1. Karin 31 März, 2016 at 15:43 Reply

    Hört sich gut an. Solch ein Multiroom System würde mich auch mal interessieren. Wobei der Preis hier auch nicht ganz ohne ist. Da liegt man sicherlich bei einigen Tausend Euros, bis man da alle Räume mit Lautsprechern ausgestattet hat.

  2. Steffen 23 September, 2016 at 20:38 Reply

    Preislich ist so ein Multiroom Soundfeld natürlich eine ziemliche Investition – aber wenn man das Geld hat, definitiv eine tolle Sache und ein ziemlich einzigartiges Erlebnis, das man in dieser Form nicht einmal in den meisten Kinos geboten bekommt.

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