Im Test: Concept B 200 USB von Teufel

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Teufel ist in Europa die Nr. 1 im Direktvertrieb von Lautsprechersystemen. Das Unternehmen wurde 1980 in Berlin gegründet und ist in den darauffolgenden Jahren schnell zum Senkrechtstarter unter den deutschen Lautsprecher-Spezialisten avanciert.

Im Laufe der Jahre hat Teufel eine Vielzahl an qualitativ hochwertigen Audioprodukten entwickelt und hergestellt. Das Portfolio umfasst neben Heimkino-Lautsprechern auch Multimedia- und PC-Systeme sowie unter der Bezeichnung iTeufel verschiedene Produkte für den iPod. 1996 präsentierte Teufel als erstes deutsches Unternehmen Lautsprecher mit einer THX-Lizenz – einem extrem anspruchsvollen Qualitätsstandard für die Wiedergabequalität von Heimkinoanlagen.

Heute bietet Teufel das weltweit größte THX-Lautsprecherprogramm. Teufel-Produkte sind ausschließlich über den Direktvertrieb erhältlich und garantieren auf diesem Weg hochwertige Qualität zum fairen Preis.

Für den Test stand uns folgendes Modell zur Verfügung:

Concept B 200 USB

An dieser Stelle schon einmal Vielen Dank an Teufel für die Bereitstellung des Testexemplars.

First Look

Mit dem Concept B 200 USB schickt Teufel ein klassisches Zweiwege-Lautsprechersystem in den Test. In Zeiten, wo ein Subwoofer kaum noch wegzudenken ist, ein gewagter Schritt. Zudem gibt es noch einen Vollverstärker dazu, der als USB-Soundkarte genutzt werden kann bzw. sollte. Vom ersten optischen Eindruck her wirkt das System sehr hochwertig verarbeitet und hat ein edles Finish. Doch wie sich das System im Test schlagen wird werden wir im weiteren Verlauf sehen.

Installation

Die Installation der Lautsprecher bzw. des Verstärkers gestaltet sich als sehr einfach. Die Lautsprecher werden mittels den mitgelieferten 6,3mm Klinkenkabeln an den Verstärker angeschlossen. Mit dem mitgelieferten USB-Kabel wird dann der externe Verstärker an den PC oder Mac angeschlossen und direkt als Soundkarte erkannt. Es bedarf keiner weiteren Installation von Treibern. Die Soundkarte ist sofort Einsatzbereit.

Selbstverständlich können die Lautsprecher auch über den normalen Klinkenaudioausgang betrieben werden, jedoch ist dies auf Grund der besseren Soundqualität der USB-Soundkarte nicht zu empfehlen, worauf wir später aber noch zu sprechen kommen.

Bedienung

Die Bedienung des Systems gestaltet sich auch als sehr intuitiv. Die Bedienelemente sind klar strukturiert aufgebaut. Auf der Vorderseite befinden sich drei Regler für Lautstärke/Treble/Bass. Die Regler sind sehr gut zu bedienen und weisen mit einem abgesetzten Chromring ein sehr schönes Design auf.

Neben den drei Reglern befinden sich auf der Vorderseite noch ein Mikrofon-Eingang sowie ein Kopfhörer-Ausgang. Zudem befinden sich ein Standby-Knopf und ein Knopf um den Eingang zu wechseln auf der Vorderseite. Der jeweilige Input wird durch eine blaue LED Leuchte signalisiert.

Zu guter Letzt befindet sich in dem Verstärker auch noch ein USB-HUB. Praktisch für USB-Sticks oder Speicherkarte befindet sich hier noch ein USB Anschluss an der Front.

Auf der Rückseite befinden sich zwei Audioeingänge, einmal Klinke und einmal Cinch, sowie die Eingänge für die Lautsprecher. Zudem finden sich hier zwei weitere USB-Anschlüsse die optimal bspw. für den Drucker oder Scanner genutzt werden können.

Ansonsten befindet sich auf der Rückseite noch der ON/OFF Schalter sowie der USB-Uplink und die Spannungsversorgung.

Insgesamt gefällt der Aufbau und die Bedienung des Verstärkers. Er ist klar strukturiert und hat keinen unnötigen Ballast in Form von überflüssigen Knöpfen oder Reglern an Board.

Technik

Der Verstärker ist mit vier Endstufen á 30 Watt bestückt. Hiermit werden die beiden Hoch- und je zwei Tiefmittelton-Treiber der Stereo-Lautsprecher versorgt. Und wie schon richtig zu erkennen ist, der Clou an der ganzen Sache liegt darin, dass die Endstufen im Verstärker verbaut sind und nicht wie sonst üblich im Lautsprecher selbst. Dies erspart Platz, sodass der Lautsprecherkorpus kleiner dimensioniert werden kann. Dies macht sich besonders gut, da auf dem Schreibtisch meist nicht viel Platz ist. Im Vergleich zu anderen System die einen externen Subwoofer haben sind die Abmessungen der Lautsprecher jedoch immer noch gewaltig.

Zum inneren Aufbau des Verstärkers kann man ansonsten nur eins sagen, TOP! Der innere Ringkerntrafo ist sehr massiv und groß, was man sonst nur von höherwertigen Systemen kennt. Zudem wirkt der Innenraum sehr aufgeräumt und klar strukturiert. Hier merkt man einmal erneut die hohen Qualitätsansprüche die Teufel an sich selbst hat.

Wie bereits schon weiter vorne erwähnt findet die Verbindung der Lautsprecher mittel 6,3mm Klinke statt, was auch nur selten der Fall ist, dass ein solch großer Durchmesser gewählt wird.

Ein weiteres Schmankerl des Systems ist, dass Hoch- und Mitteltöner getrennt voneinander versorgt werden. Vorteil hiervon ist, dass keine weiteren passiven Frequenzweichen notwendig sind, die auf dem Signalweg die Qualität beeinflussen.

Insgesamt beeindruckt uns die Technik und der Aufbau des 2.0 Systems von Teufel schon sehr. Etwas vergleichbares von der Qualität findet man sonst nur im höherpreisigen Home Entertaiment Bereich, jedoch nicht bei PC-Lautsprechern. Hier setzt Teufel mal wieder neue Maßstäbe.

Klang

Nach dem langen Vorrede kommen wir nun zum essentiellen, dem Klang der Lautsprecher. Doch wie schon von der exzellenten Hardware zu erwarten ist, ist der Klang natürlich sehr gut, auch wenn wir für Bassfetischisten leider ein paar Abstriche machen müssen. Aber fangen wir mal von Vorne an.

Insgesamt ist der Klangbild der Lautsprecher sehr harmonisch und die Klangqualität sehr beeindruckend. Auch bei hoher Lautstärke sind die Lautsprecher Pegelfest und fangen nicht an zu rauschen. Sollte ein Rauschen zu vernehmen sein, ist es wohl eher die schlechte Klangqualität des jeweiligen Mediums. Aber wenn man über den PC/MAC direkt eine Audio CD einspielt ergeben sich keine Schwächen des Systems.

Der Klang ist in jedem Bereich sehr harmonisch abgestimmt. Ob es nun ein klassisches Streicherkonzert oder die neuste POP-CD ist, die klare Gesamtakustik ist unübertroffen. Auch bei der Positionierung der Lautsprecher genau neben dem Monitor entfaltet sich der Klang besonders gut und wirk sogar sehr räumlich.

Auch bei leiser Lautstärke ist der Klang sehr gut. Hier haben wir von billigeren Lautsprechern schon andere Erfahrungen gemacht. Einziger Wehrmutstropfen ist der nicht vorhandene Subwoofer. Vermisst habe ich ihn beim Test allerdings nicht. Doch wenn man sich dann im Vergleich einen Techno oder House Titel anhört, bei dem der Tiefgang des Basses besonders groß ist, vermisst man den externen Subwoofer doch schon ein wenig. Sollte man also vorwiegend dieser Musikrichtung zugetan sein, so sollte man doch bspw. auf das Concept C 200 USB zurückgreifen, welches einen externen Subwoofer besitzt. Für alle anderen, die Wert auf perfekte Klangwiedergabe am PC/MAC legen, können problemlos zugreifen. Etwas besseres wird man in diesem Bereich nicht finden.

Im Vergleich zur Audio Wiedergabe beim MAC konnten wir keinen großen Unterschied zwischen USB Soundkarte oder Direktanschluss erkennen. Beim PC-System mit einer billigen ON-Board Soundkarte allerdings war der Klangunterschied deutlich zu hören. Das Klangbild war nicht mehr so harmonisch und ausgeprägt. Zudem war ein leichtes Dauerrauschen zu vernehmen. Hier empfiehlt sich also die USB Variante. Auch auf Grund des eingebauten USB-Hubs und der perfekten Abstimmung von Soundkarte und Lautsprechern sollte man immer die USB-Lösung vorziehen.

Fazit

Insgesamt gesehen spielt das Soundsystem in der Oberklasse mit. Neben der tadellosen Verarbeitung, der super Technik und dem glasklaren Klang gibt es eigentlich nichts zu beanstanden. Kritikpunkte wären zum einen nur der etwas schwachbrüstigere Bass im Gegensatz zu einem System mit Subwoofer und der im Gegensatz zur Konkurrenz relativ hohe Anschaffungspreis mit 229€, der jedoch auf Grund der Qualität durchaus gerechtfertigt ist. Zum Schluss bleibt uns nur noch ein zu sagen:

Die anderen Hersteller sind nur gute Limbotänzer und bleiben unter den Messlatte von Teufel.

Kaufen

Die Teufel Lautsprecher sind wie immer nur im Direktvertrieb unter www.teufel.de zu kaufen.

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