Neuplanung eines Heimnetzwerkes Teil 1: IST & SOLL Zustand

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Auch über Weihnachten konnte ich nicht still sitzen und hatte mir ein kleines Projekt für Daheim vorgenommen. Die Neugestaltung des Heimnetzwerkes. Die war ein Punkt, der schon lange anstand, aber für den ich sonst nie die Zeit gefunden hatte. Nach dem Cloud Workshop bei D-Link allerdings hatte ich den Entschluss gefasst, es dieses Weihnachten zu machen.

Auf dem Event in der D-Link Zentrale in Eschborn hatte ich mir auch schon ein paar Geräte angeschaut und hatte mich ein wenig beraten lassen, was für meine Situation notwendig wäre. So begann nun die Planung und D-Link hat mir über die Feiertage freundlicherweise zahlreiche Produkte zum Test zur Verfügung gestellt, sodass ich in Ruhe alles testen konnte und mein Setup finden konnte. Denn am Ende stellte sich heraus, dass ich eigentlich weit weniger Komponenten benötigt habe als geplant.

IST-Zustand
Aber nun zur Ausgangssituation. Dazu habe ich mal einen Grundriss des Hauses eingefügt, um das Ganze auch ein wenig zu veranschaulichen. Insgesamt waren hier drei Insel Lösungen verbaut, also drei verschieden Internetrouter, wovon einer den Zugang zum Internet herstellte und die anderen beiden jeweils als Accesspoint dienten. Die beiden als Accesspoint genutzten Router wurden jeweils per Netzwerkkabel versorgt. Eine Strecke ist direkt mit Patchkabel über den Dachboden verlegt und eine Strecke ist per Powerline realisiert worden. Der schlechte W-LAN Empfang bedeutete allerdings, dass man sich bei einem Raumwechsel immer in ein neues W-LAN Netzwerk einloggen musste, da die Reichweite der einzelnen Geräte sehr beschränkt war.

Auch ein Versuch Roaming zu aktivieren, dies bedeutet das Vergeben der gleichen SSID für jeden Router und das Setzten eines expliziten Funkkanals, scheitertet. Eines der Geräte bot auch die Möglichkeit ein anderes W-LAN zu erweitern (Repeater), doch auch hier scheiterte es an einer Inkompatibilität zwischen den Geräten. Das soweit zur Ausgangssituation. Noch einmal Zusammengefasst besteht das Netzwerk aus:

  • 3x Router (davon 2x als Accesspoint genutzt)
  • 2x Powerline-Adapter
  • Xx diverse Switche
  • Xx Endgeräte (etwa 15 Stück)

SOLL-Zustand
Zunächst sollte erst einmal das W-LAN vernünftig funktionieren. Hierzu war ich auf der Suche nach leistungsstarken W-LAN Routern bzw. Accesspoints. Nach einer Rücksprache mit Ersin von D-LINK, legte mir dieser die DIR-645 ans Herz. Diese besitzen eine SMART BEAM Technologie und richten ihre Abstrahlcharakteristik danach aus, wo sich die Endgeräte gerade befinden, strahlen also nicht nur in eine Richtung ab. Damit sollten sich sehr hohe Reichweiten realisieren lassen. Um auf Nummer sicher zu gehen nahm ich hier aber mal gleich drei Stück. Wichtig war mir vor allem, dass ich nur die Geräte von einem Hersteller verbaue, sodass es später keine Inkompatibilität gibt.

Zusätzlich sollten die alten Powerline Adapter durch schneller mit 500MBit/s ausgetauscht werden.

Mit diesem Setup sollte also sichergestellt werden, dass man überall im Haus nur noch ein W-LAN Netzwerk hat, das durch Roaming zusammengefügt wird. Zusätzlich sollte die Anbindung an den Router durch die neuen Powerline Adapter verbessert werden.

Zum Test und als Alternative habe ich noch zwei DIR-505 mit ins Rennen geschickt. Dies sind zwei kleine Multitalente, die als Router, Accesspoint, Repeater oder Hotspot konfiguriert werden können und mobil einsetzbar sind.

Ergänzung
Wenn man aber schon einmal das Netzwerk neu macht sollten auch ein paar neue Dinge hinzugefügt werden. Primär sollte eine zentrale Datensicherungslösung geschaffen werden und damit verbunden auch eine Möglichkeit zum Abspielen von Musik, Bildern und Videos im Netzwerk bzw. dann auf den Endgeräten wie Fernseher, Radio, etc.

Zum Einsatz sollte hier die Kombination aus Boxee Box und DNS-320L zum Tragen kommen. Bei der Boxee Box handelt es sich um einen netzwerkfähigen Multimediaplayer, der fast alle multimedialen Dateiformate abspielen kann. Zudem ist er AirPlay fähig, das heißt, dass man bspw. Video oder Audiodateien vom iPhone, iPad oder Mac direkt auf die Box streamen kann und dies denn am Fernseher sieht. Also genau das, was ich wollte. Zudem ermöglicht die Box das Schauen verschiedener TV-Sendungen oder auch den Zugriff auf Netzlaufwerke, um hiervon Dateien abzuspielen.

Das DNS-320L ist ein NAS-System (Netzwerkspeicher), welches als zentrale Datenablage und als Sicherungsmedium dienen sollte. Ferner ist dies ein Cloud fähiges Gerät, soll heißen, dass man bspw. auch von unterwegs per App auf die Dateien zu Haus zugreifen kann.

Als kleine Spielerei gesellte sich zum Setup noch die IP-Kamera DCL-942L. Damit lassen sich ein paar nette Sachen machen. Cool an der Kamera ist, dass diese Infrarotsensoren hat, man also auch bei Nacht etwas sieht. Zudem besitzt sie Motion Detection. Man kann eine Bereich festlegen. Tritt in diesem Bereich eine Bewegung auf kann man bspw. eine Aufnahme starten oder sich informieren lassen. Sehr nettes Gadget.

Zusammengefasst bin ich dann bei folgenden Komponenten gelandet

  • 3x DIR-645 (1x Router, 2x als Accesspoint geplant)
  • 1x DCS-924L (IP-Kamera)
  • 1x DNS-320L (NAS)
  • 1x DHP-501AV (500MBit/s Powerline-Adapter)
  • 2x DIR-505 (Router, Accesspoint, Hot-Spot, Repeater -> Nutzung variabel geplant)
  • 1x Boxee Box (Multimediaplayer)
  • 2x DHP-311 AV (200MBit/s Powerline Adapter, nur für Versuchszwecke und Vergleichstests)

Dies soll es soweit zu meinem IST-SOLL Stand bzw. meiner Planung sein. Ich habe das Setup natürlich alles schon getestet und werde euch in der kommenden oder übernächsten Woche mein endgültiges Setup zeigen und warum ich mich für welche Komponenten entschieden habe bzw. welche Komponenten ich wirklich benötigt habe. Eins kann ich soweit schon mal sagen. Die Performance einiger Geräte hat mich überrascht und ich habe weit weniger Komponenten gebraucht als vorher gedacht.

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6 comments

  1. AG 10 Januar, 2013 at 12:47 Reply

    „3 Router“ ist etwas verwirrend. Fände „1x Router“ und „2x AP“ verständlicher ;-)

    Also nicht das Gerät sondern des Funktion bzw. Konfiguration ‚beschreiben‘.

  2. Martin REchsteiner 11 Januar, 2013 at 17:14 Reply

    Klingt sehr interessant einige der Geräte darf ich auch mein eigenen nennen gibt sicherlich ein sehr gutes Netzwerk.
    Bin auf die folgenden Beiträge gespannt zum neuen Netzwerk vor allem die Powerlines interessieren mich persönlich sehr.

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