Cloud Workshop mit D-Link – Lokale Cloud vs. Online Cloud am Beispiel der mydlink cloud

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Cloud Workshop! Am vergangenen Dienstag bin ich der Einladung von D-Link gefolgt und habe an einem Workshop zu Cloud-Computing teilgenommen. Da ich auf solchen Veranstaltungen die Dinge gerne selber entdecke als gelangweilt dazusitzen und schon alles zu wissen habe ich mich dementsprechend wenig vorab informiert. Das soll jetzt nicht arrogant rüberkommen, doch finde ich lernt man so mehr und ist offener Dinge aufzunehmen.

Doch worauf ich hinaus wollte. Die Cloud. Ein Begriff, der aktuell dauerhaft fällt und der sich bei mir in einem ganz anderen Kontext gefestigt hat. Für mich ist die Cloud etwas, was irgendwo im Internet stattfindet und auf der meine Daten, auf irgendwelchen Servern in Amerika, gespeichert und von dort auf allen meinen Geräten verfügbar bzw. abrufbar gemacht werden. Als Apple User bin ich hier natürlich auch aktiver User der iCloud, die eben auf jenem System basiert.

Doch D-Link geht mit ihrer Lösung einen andern Weg. Bereits in dem Namen „personal cloud“ bzw. „mydlink cloud“ wird ersichtlich, dass es sich hier um eine ganz private Cloud handelt. Und so ist es auch. D-Link setzt auf eine lokale Cloud Lösung, die beim Anwender zu Hause in den eigenen vier Wänden steht und keine externe Auslagerung der Daten in eine Internetwolke vorsieht.

Die Speicherlösung stellt hierbei ein NAS-System (Network Attached Storage = Netzwerkspeicher) dar, welches in das lokale Netzwerk eingebunden und dadurch mit dem Internet verbunden ist. Auf dem NAS kann der Anwender nun seine Daten ablegen, ohne dass diese irgendwo bei einem Drittanbieter im Internet hinterlegt werden. Falls ihr euch nun fragt, was hieran besonders ist, im ersten Moment natürlich nichts. NAS Systeme sind nicht neues und halten schon seit mehreren Jahren Einzug in die Haushalte. Doch hier kommt nun die mydlink cloud Lösung ins Spiel, die über eine „Portallösung“ den Zugang zu den Daten auch von extern ermöglicht.

mydlink cloud
Was verbirgt sich nun dahinter? Einfach gesagt ist es eine Schnittstelle zwischen lokaler Hardware, Benutzer und (mobilem) Endgerät. Genannt wurde es auch Portallösung, denn um auf die Daten per Internet zugreifen zu können muss man sich über ein Portal einloggen. Über das Webportal hat man dann Zugriff auf seine Endgeräte im Netzwerk und kann Basiskonfigurationen an den Geräten vornehmen bzw. auch auf Endgeräte wie bspw. die Kamera zugreifen und sich die Bilder in Echtzeit anzeigen lassen. Sehr cool fand ich auch die Abschaltfunktion der Geräte. Sagt man z.B. seinem Kind es solle um 21 Uhr schlafen gehen und den Computer ausmachen, kann man aus der Ferne einfach mit einem Klick den Internetzugang blockieren.

Die beste Integration der mydlink cloud findet sich allerdings nicht in der browserbasierten Lösung wider sondern in den Apps.

mydlink cloud apps
Hier wurde mitgedacht, denn eine App ist heutzutage unerlässlich und gerade auf seinem mobilen Endgerät möchte man oft Inhalte, nicht nur zu Hause, konsumieren. Mit der App kann man nun leicht durch seine Daten navigieren und diese auf dem Smartphone oder Tablet wiedgeben. Die Software nimmt hierbei wahlweise auch schon eine Indexierung der Daten vor und sortiert Inhalte nach Fotos, Musik, Videos oder Dokumenten. Die Wiedergabe der Inhalte funktioniert dann ganz normal mit den standartmäßigen Apps auf dem Smartphone oder Tablet. Natürlich Funktioniert die App auch bidirektional, soll heißen, dass man auch Dateien vom Smartphone auf die Cloud von unterwegs laden kann. Allerdings gibt es hier noch keine Möglichkeit der direkten Synchronisation.

Als Apple User kann ich hiermit sogar auch die Inhalte per AirPlay streamen. Nur mal ein Szenario. Ich bin bei Freunden und möchte diesen vll. gerade ein paar Bilder vom Wochenende zeigen. Diesen haben vll. auch gerade einen Apple TV. Somit kann ich nun die Bilder von meiner lokalen Festplatte zu Hause, über die mycloud Lösung auf mein iPhone ziehen und per AirPlay in Großformat auf den Fernseher streamen.

Einzige Kritik, die ich noch in den Apps sehe ist die Tatsache, dass es Apps sind. So gibt es bspw. für die Steuerung der Router und Kameras oder des NAS eine separate App. Ein Zusammenfügen aller Apps wäre hier wünschenswert, was allerdings in den kommenden Monaten noch geschehen wird. Dann ist das wirklich eine runde Sache.

Fazit
Natürlich war dies nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Workshop. Er hat allerdings eindrucksvoll das Zusammenspiel der Komponenten sowie die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gezeigt. Einzig wichtige Voraussetzung ist wirklich, dass das NAS System an einem schnellen Internet hängt, damit auch ein recht Verzögerungsfreier Abruf der Daten auch unterwegs möglich ist. Denn gerade hier haben die Internetwolken noch einen Vorteil.

In den kommenden Tagen werde ich noch einige Hardwareprodukte aus der neuen L Reihe vorstellen (die mit L in der Seriennummer bezeichnet Geräte sind jene, die portalfähig sind) sowie ggf. in Kooperation mit D-Link noch ein kleines Homeprojekt über die Feiertage realisieren. Also bleibt dran. Zudem lohnt es sich beim NAS DNS-320L noch zu warten, denn das kommt demnächst auch in weiß auf den Markt (im Video schon zu sehen).

IMAEDIA.DE im Gespräch mit Entwickler Ersin Akar von D-Link

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