Neuplanung eines Heimnetzwerkes Teil 2: Aufbau und Konfiguration

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Hiermit nun die Fortsetzung zu meinem letzten Artikel. Wer Teil 1 noch nicht gelesen hat, der sollte dies noch einmal nachholen, damit er besser in die Thematik kommt. Aber für alle auch noch mal eine kurze Zusammenfassung.

Im ersten Teil ging es um die Neuplanung des Heimnetzwerkes meiner Eltern. Hierzu wurden IST und SOLL Zustand aufgenommen. Ebenso sollte das Netzwerk um verschiedene Komponenten erweitert werden. Im Kooperation mit D-Link wurden mir verschiedene Produkte, die ich mir vorher ausgesucht hatte, zum Test zur Verfügung gestellt. In Teil 2 soll es nun um die Produkte, den Aufbau und die Konfiguration gehen.

Aufbau
Ausgehend von dem vorherigen Grundriss vom Haus habe ich zunächst mal eine Standortoptimierung vorgenommen, denn eigentlich wollte ich so wenig Geräte wie möglich aufbauen und damit ein maximales Ergebnis erzielen. Eben das typische Min/Max Prinzip. Hab ich erwähnt dass ich BWL studiere? Wie dem auch sei, der Internetanschluss und somit auch der Hauptrouter standen an einem sehr exponierten Standort. Die erste Überlegung war nun, ob es nicht möglich wäre, den zentralen Dreh- und Angelpunkt in die Mitte des Hauses zu rücken. Dies war glücklicherweise ohne große Mühen möglich (hätte man auch schon früher drauf kommen können) und so platzierte ich den neuen D-Link Router DIR-645 direkt im Flur am Eingangsbereich des Hauses. Sollte ich damit schon alle Probleme gelöst haben und das ganze Haus mit W-LAN versorgt haben?

Machen wir erst einmal weiter, denn W-LAN ist nicht alles. Viele stationäre Endgeräte besitzen kein W-LAN und so musste natürlich auch das LAN funktionieren. Hierzu wurden zwei Powerline Adapter DHP-500AV genutzt, um eine Strecke abzubilden. Hier steht ein Switch, der die Kabelverbindung zu einem weiteren Raum herstellt. Aber schaut am Besten einfach mal auf den Plan, da wird es dann denke ich deutlich. Aller grauer Theorie nach, sollte diese Konfiguration an Komponenten nun ausreichen. Wir werden sehen.

Neben dem reinen Netzwerk wurden auch noch die andern Komponenten platziert. Das NAS DNS-320L und der Media-Player Boxee Box wurden im Wohnzimmer aufgebaut und die IP-Kamera im Flur. Hierzu aber in einem späteren Beitrag mehr, denn im Moment soll es nur um das reine Netzwerk an sich gehen.

Der Anschluss aller Komponenten war sehr einfach und lobend hervorzuheben ist auch der Lieferumfang, denn überall waren alle benötigten Kabel enthalten. Selbst bei der Boxee Box war ein HDMI-Kabel mit im Lieferumfang enthalten.

Konfiguration
D-Link Produkten sagt man ja nach, dass man hier ein eigenes Diplom zur Konfiguration bräuchte. Ganz so schlimm ist es sicherlich nicht, aber Hersteller wie AVM zeigen, dass es Benutzerfreundlicher geht und man es auch optisch besser aufbereiten kann. Die Grundkonfiguration geht recht einfach, wer jedoch tiefer einsteigen möchte, dem ebnen sich doch ein paar Hürden. Doch fangen wir mal an.

Vorweg muss ich noch sagen, was ich oben nicht erwähnt hatte. Der Router DIR-645 beinhaltet kein Modem, sodass ich hier noch ein Modem vom Provider EWETEL zwischengeschaltet habe. Zurück zur Konfiguration. Hierzu verbindet man sich wahlweise per LAN oder W-LAN. Öffnet man jetzt den Browser, schaltet sich sofort der Router mit einer Konfigurationsmaske vor. Das ist schon einmal gut, denn man muss keine IP-Adresse eingeben. Der Router führt einen dann durch ein kurzes Menü in dem man die Interverbindung herstellen kann und das W-LAN konfigurieren kann. Bezüglich des Internets wird auch noch eine Grafik eingeblendet, die die korrekte Verkabelung anzeigt.

Was mich allerdings bei dem Assistenten gestört hat, dass dieser die Konfigurationen sequenziell, also nacheinander abspeichert und nicht sammelt und am Ende einmal neu startet. So kommt bspw. die Konfiguration des W-LAN zuerst. Ändert man dieses und fährt fort, speichert er dieses Einstellungen sofort ab und, sofern man den Router über W-LAN konfiguriert, fliegt man natürlich sofort raus. Verbindet man sich nun erneut mit dem W-LAN kommt nicht mehr die Startkonfiguration, sodass man nun die Adresse des Routers eingeben muss. Ebenfalls muss man jetzt die Konfiguration für den Internetzugang manuell über einen Assistenten starten. Insgesamt weniger benutzerfreundlich. Natürlich kann man das Gerät auch per LAN konfigurieren, aber hat mein MacBook Air nunmal nicht.

Als normaler User, wovon ich hier mal ausgehe, braucht man nun nichts weiter konfigurieren. Hat man allerdings das Bedürfnis weitere Einstellungen vorzunehmen, muss man sich durch eine lieblos gestaltete Oberfläche quälen. Hier zeigen AVM oder Linksys, dass es auch besser geht. Also meine Bitte an D-LINK. Setzt hier mal einen Designer ans Werk, denn ich finde für Homeuser, an die diese Geräte ja primär gerichtet sind, sollte man das Ganze einfacher und verständlicher gestalten oder bspw. ein einfaches abgespecktes grafisches Menü für Anfänger anbieten und ein erweitertes für Profis.

Ebenfalls kamen hier und da noch ein paar Ärgernisse hinzu. Um das Gerät auf den neusten Stand zu bringen habe ich nach erfolgreicher Konfiguration ein Firmwareupdate durchgeführt, um eventuelle Änderungen oder Verbesserungen mit in meinem Test einzubeziehen. Doch leider waren nach dem Firmwareupdate alle Einstellungen weg. Sicherlich hätte ich sie vorher sichern können und dann wieder einspielen können, aber aus meiner Sicht sollte so etwas automatisch passieren.

Was ich neben Internet und W-LAN noch konfiguriert habe ist der Quality of Service kurz QoS. Hiermit lassen sich verschiedene Dinge im Netzwerk priorisieren. Wahlweise kann man eine Priorität der LAN-Ports festlegen oder andererseits eine Priorisierung der Anwendungen. Ich habe eine Priorisierung der Anwendungen vorgenommen, weil mir dies wichtiger war. So kann man bspw. Skype Gespräche priorisieren und einen FTP-Download niedriger priorisieren, sodass man im Endeffekt ein gesichertes Gespräch führen kann und den Download in diesem Moment etwas drosselt. Dies ist sehr sinnvoll und sorgt für eine verbessere Verbindungsqualität. In der Eingabemaske sind hier auch schon einige Anwendungen vorgeschlagen, sodass man sich hieran orientieren kann.

Die Powerline Adapter wiederum waren sehr einfach zu installieren. Beide reinstecken und die Verbindung wird automatisch hergestellt. Eine Konfiguration der Geräte ist auch möglich, aber nur über eine spezielle Software, die exklusiv nur für Windows verfügbar ist. Also keine Chance für mich hier etwas einzustellen oder Einstellungen zu überprüfen. Aktiviert man die Buttons an den Geräten, kann man zusätzlich noch eine Verschlüsselung aktivieren, die man eben falls hätte über die Software aktivieren bzw. kontrollieren können.

Ausblick
Nachdem der Text doch mal wieder länger als gewollt geworden ist, beschränke ich mich heute auf den Aufbau und die Konfiguration und berichte euch im nächsten Teil dann über die Performance und meine schlussendliche Konfiguration. In einem gesonderten teil berichte ich dann noch einmal über NAS, IP-Kamera und Media Player.

Fazit
Ein großes Fazit kann ich hier noch nicht geben. Schlussendlich war der Aufbau insgesamt sehr leicht und vor allem durch den umfangreichen Lieferumfang brauchte ich keine weiteren Kabel kaufen. Was mich etwas enttäuscht hat ist die etwas holprige Bedienoberfläche auch wenn ich schlussendlich alles gefunden habe, was ich brauche. Aber ich versuche es ja auch immer aus der Sicht des (unerfahrenen) Endkunden zu sehen. Und aus dieser Sicht finde ich gibt es noch Verbesserungsbedarf.

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