Kritik | The Echo – mit Jesse Bradford, Amelia Warner, Kevin Durand, Pruitt Taylor Vince

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Bobby Walker kommt auf Bewährung aus dem Gefängnis frei und zieht in die Wohnung seiner kürzlich verstorbenen Mutter. Doch in dem runtergekommenen Apartmentblock spielen sich seltsame Dinge ab. Nachts rauben ihm mysteriöse Geräusche, Stimmen und Schreie den Schlaf. Tagsüber versucht Bobby sein Leben wieder aufzubauen und nimmt Kontakt zu seiner Ex-Freundin Alyssa auf. Immer mehr deutet darauf hin, dass der Tod seiner Mutter andere, furchtbare Umstände hatte. Was hatten seine feindseligen Nachbarn damit zu tun? Kann Bobby seinen Sinnen noch trauen? Als auch sein eigenes und Alyssas Leben in Gefahr geraten, muss er die dunklen Geheimnisse des alten Hauses lösen…

Linda meint
„The Echo“ ist das Remake eines philippinischen Films und bereits 2008 in die internationalen Kinos gekommen. Das man bislang noch nie wirklich etwas von dem als „beängstigend“ beschriebenen Horrorschocker gehört hat, könnte daran liegen, dass er sein Genre ziemlich verfehlt. Es gibt zwar einige nette Situationen, aber meist folgen sie dem gängigen Klischee und sorgen höchstens für ein gruseliges Gähnen. Echte Schockmomente? Fehlanzeige!

Das liegt nicht mal unbedingt am Cast, denn Hauptdarsteller Jesse Bradford („Flags of our Fathers“) macht seine Sache eigentlich ganz gut. Er holt viel aus seinem eher wortkargen Charakter heraus und kann sich auch nett erschrecken. Doch die dünne Story gibt ihm kaum die Möglichkeit, mehr zu zeigen. Ebenso wie Amelia Warner („Aeon Flux“), die seine Ex-Freundin spielt.

Der Film versucht viel über Bilder und fast schon stille Szenen zu kommunizieren, verfehlt aber sein Ziel. Man wartet irgendwie die ganze Zeit auf einen Höhepunkt, auf einen Moment, in dem einen das Blut in den Adern gefriert. Doch der bleibt aus. Auch wenn an „The Echo“ die Produzenten von „The Ring“ und „The Grudge“ beteiligt waren, erreicht das Remake nicht mal ansatzweise deren beklemmende Intensität. Selbst die Aufklärung der ganzen Geschehnisse – die man als Zuschauer schon nach 2/3 des Films durchschaut hat – ist letztlich lahm.

Das sind übrigens auch die Extras auf der DVD/Blu-ray, denn außer einer Trailershow und dem Originaltrailer gibt es hier nichts zu sehen. Sehr dürftig.

Fazit
Ein runtergekommenes Haus, schräge Nachbarn, seltsame Geräusche und ein Ex-Knacki, der wieder Fuß fassen will. Klingt im ersten Moment nicht schlecht und bietet durchaus Raum für eine ordentliche Portion Horror. Leider entpuppt die sich bei „The Echo“ aber eher als milde Prise und schmeckt wie eine Suppe Wasser. Einzig die Fingernägel könnten einem nach den knapp 1,5 Stunden weh tun.

Wertung
4/10

„THE ECHO“ ist ab dem 10.01.2013 auf DVD und BD erhältlich.

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