Kritik | Safe – Todsicher – mit Jason Statham, Chaterine Chan

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Mei (Catherine Chan) ist kein gewöhnliches chinesisches Mädchen. Das begnadete Mathematik-Wunderkind wurde von Han Jiao (James Hong), dem Oberhaupt einer kriminellen Triaden-Vereinigung, nach Amerika entführt und dort aufgrund ihrer außergewöhnlichen Gedächtnisfähigkeiten mit einem komplizierten, streng geheimen Code betraut. Unwiderruflich gerät sie dadurch auch ins Visier der russischen Mafia. Denn der Code ist für einen prall gefüllten Safe bestimmt, den die gefährliche Untergrundorganisation für sich beansprucht. Nachdem Mei nur knapp einer erneuten Entführung entkommt, trifft sie bei ihrer Irrfahrt durch New York auf den verzweifelten Kampfsportler und Ex-Cop Luke Wright (Jason Statham), dessen Frau ebenfalls Opfer der russischen Mafia geworden ist. Intuitiv nimmt der sich des Mädchens an, um es zu beschützen. Mit der geheimen Zahlenkombination im Kopf und kampferprobtem Adrenalin in den Adern beginnt für beide ein erbarmungsloser Kampf im amerikanischen Großstadtdschungel …

Linda meint

Was braucht es, um einen guten Actionfilm zu stemmen? Jede Menge Schuss- und Kampfszenen, allerhand Bösewichte und natürlich einen knallharten und nahezu unverwundbaren Helden. In dieser Hinsicht macht „Safe – Todsicher“ schon mal alles richtig. Vor allem mit Jason Statham in der Hauptrolle.

Wo der Streifen vom Klischee etwas abweicht, ist bei der Story. Zwischen russischen Mafiosi und den komplett untertitelten Triaden verliert sich der rote Faden immer wieder, aber das gewollt. Die Schnitte sind ebenso hastig wie die Schusswechsel. Teilweise betrachtet man die Szenerie wie ein neutraler Außenstehender, nur, um dann in der nächsten Minute wieder mittendrin zu sein. Etwa auf dem Rücksitz, als Luke gemeinsam mit Han Jiao die Flucht im Auto antritt. Das hält den Film immer wieder in Gang.

Dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass bei „Safe – Todsicher“ mehr möglich gewesen wäre. Der Film ist zwar kein klassische Genre-Vertreter, wobei Statham erneut den typischen Einzelgänger gibt, aber aus der Story wäre mehr rauszuholen gewesen. Auch die Extras fallen etwas dürftig aus. Ein Making-of, Hintergründe zu „Die Kunst der Schießerei“ und „Die kriminellen Gegenspieler“, Audiokommentare von Regisseur Boaz Yakin sowie deutscher und Original-Kinotrailer nehmen gerade mal etwas mehr als eine halbe Stunde ein. In dieser Zeit hätte Statham alias Luke Wright bereits einen beachtlichen Leichenberg angehäuft. Und sich – ohne mit der Wimper zu zucken – von einem Obdachlosen in einen russischen Zwirnträger verwandelt.

Fazit

„Safe – Todsicher“ ist, wie es der Name schon vorgibt, eine sehr solide Action-Retro-Nummer mit einem Jason Statham, der sich mal wieder ordentlich in Egomanier austoben darf. Für einen Männerabend ganz sicher eine gute Wahl, besonders für Fans von „Transporter“ und „Crank“.

Wertung

7/10

„Safe – Todsicher“ ist seit dem 17.12.2012 auf DVD und Blu-ray erhältlich. Weiter Infos zum Film finden sich auf der offiziellen Facebook-Seite.

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