Kritik | Looper – mit Bruce Willis, Emily Blunt, Joseph Gordon-Levitt

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Die Zukunft des Jahres 2044 ist alles andere als heimelig: Die Weltwirtschaft ist zusammengebrochen, die Menschen verarmt und in den Städten regieren Gangstersyndikate im Stil mittelalterlicher Feudalherren. Wer unter diesen Bedingungen überleben will, muss erfinderisch sein. So wie der junge Joe (Joseph Gordon-Levitt), der als „Looper“ für eine Verbrecherorganisation arbeitet. Seine Aufgabe: Feinde der Mafia beseitigen, die ihm per Zeitmaschine aus dem Jahr 2074 zugesandt werden. Fest verschnürt, mit einer Kapuze über dem Kopf und einigen Silberbarren als Bezahlung im Gepäck tauchen die Opfer stets an derselben Stelle auf und werden von Joe mit einem schnellen Schuss getötet. Der einzige Haken an der Sache: Jeder Looper weiß, dass er eines Tages sein dreißig Jahre älteres Ich liquidieren muss, um so einen unliebsamen Zeugen des Zeitreise-Verbrechens auszuschalten und den „Loop zu schließen“. Joe empfindet das als kleinen Preis für das gute Leben, das er sich dank der Silberbarren leisten kann. Jedenfalls so lange, bis eines Tages tatsächlich sein älteres Ich (Bruce Willis) vor ihm steht. Irritiert zögert der Jüngere eine Sekunde zu lang – und sein Gegenüber nutzt die Chance, um zu entkommen. Fortan ist Joe gleichzeitig Jäger und Gejagter: Während er seinen Wiedergänger aus der Zukunft verfolgt, hetzt ihm das Syndikat ein Killerteam auf den Hals, das ihn beseitigen soll…

Linda meint

Zeitreise-Filmchen gab und gibt es ja so einige. Unvergessen die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie, „12 Monkeys“ oder auch „Die Frau des Zeitreisenden“. Mit rund 200 Produktionen ist das Genre recht gut gefüllt. Und dennoch ist mit „Looper“ im vergangenen Jahr ein Sci-Fi-Streifen hinzugekommen, der dem Thema neues Leben einhaucht. Nicht nur durch die tricky Story, sondern auch den Cast: Joseph Gordon-Levitt („Inception“, „Premium Rush“), Bruce Willis („Stirb langsam“, „Moonrise Kingdom“), Emily Blunt („The Young Victoria“, „Lachsfischen im Jemen“) und den jungen Pierce Gagnon als Cid.

„Looper“ lebt von komplizierten Verbindungen, äußerst schusswütigen Charakteren und natürlich der Hauptfigur: Joseph „Joe“ Simmons.  Joseph Gordon-Levitt verkörpert den jungen Joe und musste dafür nicht nur optisch (u.a. eine digitale Veränderung der Augen) einiges über sich ergehen lassen. Auch was Ausdruck, Gestik und Mimik angeht, hatte der 32-Jährige ein großes Vorbild: Bruce Willis, der im Film sein älteres Ich spielt. Er wollte sich ihm angleichen und hat ihn deshalb mehr oder weniger studiert. So gut, dass Bruce irgendwann feststellen musste, dass Joseph wirklich wie er klingt. Und dennoch stellt gerade der Kleinste der Darsteller – Pierce Gagnon – die alten Hasen in den Schatten. Wenn er Angst bekommt oder wütend ist, möchte man sich lieber nicht in seiner Nähe aufhalten.

Fazit

„Looper“ ist ein gut gemachter, spannender und bildgewaltiger Film, der – trotz einiger logischer Schwachpunkte – sehr sehenswert ist. Die Story ist zwar etwas verzwickt, erschließt sich aber spätestens am Ende in ihrer Komplexität. Erinnert an „Inception“, kommt aber nicht an dessen Format heran.

Wertung

8/10

„Looper“ erscheint am 21.02.2013  auf DVD und Blu-ray Disc sowie als Download. Mehr Infos zum Film gibt es bei Facebook.

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