Die Ultrasport UmovE HD 60 – Ein kleiner Preis-/Leistungshit im Test

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Die deutsche Sport- und Freizeitmarke „Ultrasport“ hat vor kurzem eine Sport und- Actionkamera alá GoPro in sein Programm aufgenommen.

Abgesehen vom attraktivem Preis von rund 120 Euro für die Ready-Variante (mit 16GB Micro-SD-Karte) oder rund 110 Euro für die Basic-Version (ohne beiliegende SD-Karte) hat uns ein Fakt besonders begeistert, die UmovE HD60 soll zu sämtlichem Go-Pro-Originalzubehör kompatibel sein und umgekehrt. Das macht die Ultrasport Action-Cam zu einer interessanten Alternative für den Wechsel von einer GoPro. Gerade für das Klientel, welches die Kameras wirklich nicht professionell nutzt und vielleicht noch eine GoPro v1 oder v2 zuhause hat, ist die UmovE eine lohnenswerte Alternative, da das Zubehör meist sehr teuer ist und man sich somit nicht komplett neu ausstatten müsste.
Wozu also das 3-5x ausgeben (+Zubehörkosten) wenn z.B. 1080p mit 30 fps oder 720p mit 60 fps absolut ausreicht?
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Das große Manko vieler „GoPro-Nachbauten“ war bislang immer die oftmals unterdurchschnittliche Videoqualität bzw. spätestens dann, wenn es um die Bildstabilisierung ging versagten bei uns in der Redaktion die meisten Testgeräte.
Glücklicherweise macht Ultrasport UmovE HD60  generell einen sehr guten Job. Und im Direktvergleich zur GoPro Hero3 bei 1080p und 30fps liegen beide Geräte bei der Bildgüte recht nah beieinander. Die softwaregestützte Stabilisierung ist nur unwesentlich schlechter als die der GoPro Hero 3. Um euch das zu demonstrieren, haben wir mit WORLDTRAVLR.NET auf Fuerteventura für euch auf einer abgelegenen „Schotterpiste“ ein Beispielvideo gedreht. Im Ersten Part sieht man zwar deutlich, dass das Bild durch die Erschütterungen leicht flackert, das lag aber an der Befestigung auf der Motorhaube welche selbst extrem vibrierte. (Hier gab es auch bei der GoPro dasselbe Phänomen).

Im weiteren Verlauf des Videos seht ihr aber deutlich, dass sowohl die Bildschärfe durchgängig (bis fast in die letzten Randbereiche des 170° Weit-Winkel-„Objektivs“) gegeben ist, als auch die Stabilisierung sehr sauber arbeitet. Dazu müssen wir natürlich auch sagen, dass eine Befestigung am Autoblech, welches selber immer etwas „nachschwingt“ schon ein Extremtest für solche Kameras bzw. den „Stabi“ ist.
In anderen Szenarien, wie auf dem Surfbrett (Case für den Unterwassereinsatz bis 30m Tiefe beiliegend) , am Fahrrad leistete sich die UmovE keinerlei Schwächen.

Sehr positiv ist auf jeden Fall das in beiden Versionen (Basic und Ready) trotzdem sämtliches Befestigungs-Zubehör und das Unterwassergehäuse incl. Ersatzdeckel dabei ist.
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(Die Saughalterung, welche wir im Video genutzt hatten ist nicht im Lieferumfang enthalten)

Wenn man sich die generellen technischen Spezifikationen anschaut, hat Ultrasport hier ein grundsolides Produkt lizenziert.
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Was uns aber absolut negativ aufgefallen ist, ist die Foto-Funktion der UmovE HD60. Auf der Packung wird noch mit überzeugenden Zahlen alá 12 Megapixel (4032×3024)-Auflösung geworben. Dahinter versteckt sich jedoch nicht mehr als ein von 3 Megapixel (2048×1536) hochgerechnetes/interpoliertes Bild. Hier sollte sich der Käufer bewusst sein, dass mit Abstrichen zu rechnen ist. Wenn auch gleich der Punkt für uns recht irrelevant ist, sehen wir doch immer wieder viele Menschen, die Actionkameras mit dem obligatorischem Selfie-Stick für Fotos nutzen. Wenn man mit der Ultrasport UmovE seinen Urlaub fotografisch dokumentieren möchte sollte man vor dem Kauf schon wissen was man wirklich bekommt.

Die Video-Funktion ist, wie oben beschrieben und wie Ihr im Video seht als sehr gut zu bewerten.

Zudem bietet die UmovE HD60 doch den Einen oder Anderen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern.
Der größte Pluspunkt für uns ist der 1,5 Zoll LCD-Bildschirm auf der Rückseite der Kamera. Dieser hilft ungemein, den richtigen Bildausschnitt zu finden. Bei einer GoPro hingegen müsst ihr die Kamera erst via WiFi mit eurem Handy verbinden (das Feature hat die UmovE nicht) oder den Teuren ansteckbaren Bildschirm erwerben. Mit 1,5 Zoll fällt der Bildschirm der HD60 zwar sehr klein aus, aber wie gesagt zum Ausrichten der Kamera und einstellen via On-Screen-Menu reicht es allemal.

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Was die Bedienung angeht ist die UmovE der GoPro durch das integriere Display etwas überlegen. Während ihr beim Mitbewerber Symbolgesteuert über ein kleines Monocrom LC-Display an der Vorderseite durch Funktionen und Einstellungen navigiert geht das bei der Ultrasport Kamera durch das Farbdisplay auf der Rückseite mit den 2 Seitlichen Navigationstasten (Hoch und Runter) recht einfach von der Hand. Das Menu ist übersichtlich und leicht verständlich gestaltet.

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Die ganzen Features der Ultrasport UmovE HD60 sind glaube ich ganz gut auf dem Pack-Shot der Rückseite welchen ihr oben seht ersichtlich.

Wenn ihr Fragen zum Produkt habt schreibt uns gerne kurz in die Kommentare, wir werden dann versuchen Diese zeitnah zu beantworten.

Fazit
Die Ultrasport UmovE HD60 ist ein klarer Preis-/Leistrungshit.
Im Video-Modus zeigt sie eine ausgezeichnete Bildgüte gepaart mit einer wirklich gut ausfallenden Bildstabilisiation.
Einzig und alleine der Foto-Modus enttäuscht dann doch etwas, denn mehr als reelle 3 Megapixel bekommt ihr aus der UmovE nicht heraus.

Insgesamt passt für uns aber alles.
Man erhält für einen überaus attraktiven Preis ein Kit mit dem man dank der ganzen beiliegenden Zubehörteile und Befestigungen direkt loslegen kann.
*Zwar gibt es analog ausfallende Nachbauten aus Fernost, mit Ultrasport habt ihr aber zu jeder Zeit einen Ansprechpartner in Deutschland was uns immer viel wert ist.

Vielen Dank an Ultrasport (Summary Handels- und Dienstleistungs GmbH) für die Bereitstellung eines Musters

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