Test | Casio G-SHOCK GB-6900AA Armbanduhr mit Bluetooth

821
0
Share:

Smart Watches sind im Kommen. Nicht zuletzt hatte Blogger Kollege Daniel die i’m Watch vorgestellt. Auch Casio hat seinen Erfolgsmodellen der G-Shock Reihe nun Bluetooth verpasst, um sie fit für die neue Generation „Always On“ und immer erreichbar zu machen. Die Modelle hören auf die interne Bezeichnung GB-6900AA und GB-5600AA.

Zu den G-Shock Modellen an sich muss ich denke ich nicht mehr viel sagen. Die Uhren sind seit Jahren bekannt und ich möchte behaupten, dass fast jeder von uns schon mal eine besessen hat. Schaue ich bei mir in den Schrank, finden sich dort gleich drei Modelle.

Komme ich also direkt zu den Funktionen. Verbaut in den Uhren ist die neuste Bluetooth Technologie 4.0. Diese ist nicht nur sparsam im Energieverbrauch, sondern erhöht auch die Reichweite von 10m auf bis zu 100m. Dies ist für die Funktionen recht wichtig, da diese ja gerade Sinn machen, wenn man das Handy nicht in der Hosentasche dabei hat. Würde also eine alte Bluetooth Technik verbaut, würde die Verbindung zum iPhone ständig abreißen. So kann ich durchs ganze Haus oder auch Büro laufen, ohne das die Verbindung beendet wird. Soweit die Theorie!

Zur Koppelung mit dem iPhone muss lediglich eine App auf dem iPhone installiert werden. Diese heißt G-SHOCK+ und kann kostenlos aus dem App Store geladen werden. Danach startet man die Anwendung und kann die Uhr verbinden. Hier muss ich Casio loben und rügen. In der mitgelieferten Anleitung steht nämlich nicht, wie man sein iPhone koppelt, sondern nur der Hinweis man solle auf der Webseite nachschauen: „Näheres finden Sie auf der Seite „Bedienungsanleitung für Mobile Link-Funktion“ in der CASIO Website.“ Der Direktlink wäre hier ganz nett gewesen. Dafür ist die Online Anleitung jedoch sehr ausführlich und detailliert gemacht, sodass es jeder versteht. Solch gute Anleitungen von Herstellern findet man nur selten.

Praxistest

Deshalb komme ich direkt zu den Funktionen und meinen Eindrücken. Primär wurde die Standard Casio nur um ein Feld erweitert, in dem nun die in der App voreingestellten Push Benachrichtigungen angezeigt werden. Hierzu gehören Telefon, Mail, Facebook und Twitter. Diese Kanäle können alle separat voneinander konfiguriert werden. Zudem kann man auf der Uhr einstellen, ob man nur ein Signal erhalten möchte, ob die Uhr vibrieren soll oder beides. Zudem kann man den Signalton wählen.

In der Uhr werden dann entsprechende Symbole angezeigt und bei Mails bspw. der Absender. Allerdings werden in dem Display gerade mal vier Zeichen nebeneinander angezeigt, sodass es eher mühselig abzulesen ist. Da ist die i’m Watch sicherlich schon ein anderes Kaliber, hat sie doch ein Pixeldisplay.

Was mich bei der Einrichtung etwas gestört hat ist die Tatsache, dass man seine Mailaccounts manuell eintragen muss. Diese werden nicht aus der iPhone Datenbank übernommen. Bei Facebook und Twitter klappt dies allerdings ohne Probleme.

Ein sehr hilfreiches Feature ist allerdings die „Telefon-Finder“ Funktion. Hält man eine Taste an der Uhr gedrückt, wird ein Signal an das iPhone gesendet und dieses beginnt zu ertönen. Und gerade in diesem Zusammenhang ist Bluetooth 4.0 wichtig, da man sein iPhone so in einem weiten Umkreis ansteuern kann. Allerdings beschränkte sich die Nutzung in der Praxis eher auf einen Raum, denn schon ein bis zwei Räume weiter riss das Signal ab, die Uhr vibrierte und zeigte den Verbindungsverlust an. Da haben selbst meine alten Bluetooth Kopfhörer von Sennheiser eine höhere Reichweite. Alternativ kann man natürlich auch die Ortungsfunktion der iCloud von Apple nutzen, sofern man sie eingeschaltet hat und hier das iPhoen orten. Aber so ein Knopf an der Uhr ist an sich schon ganz praktisch, wenn denn nur die Verbindung besser wäre. Getestet übrigens mit einem iPhone 5.

Ganz nebenbei wird auch noch die Uhrzeit vom iPhone synchronisiert.

Eigentlich gibt es an der Uhr nicht auszusetzten. Das Design ist unverändert und zeitlos und die Uhr funktioniert, so wie vom Hersteller versprochen. Der größte Mangel für mich ist an sich nur die geringe Reichweite. Doch hab ich mir während des Tests auch die Frage gestellt, wie Abhängig ich mich mit der Uhr eigentlich mache. Gerade im Bezug auf eine letztens gesehene Doku auf ZDF Info mache ich mich so noch mehr zum immer erreichbaren Sklaven. Das Schlimme daran, es gibt an der Uhr keine Möglichkeit einen Korridor zu wählen, bspw. also in der Nacht, wann keine Push-Funktion stattfinden soll. So wurde ich natürlich in der ersten Nacht gleich unsanft von einer ständig piependen Uhr geweckt, bis ich die Verbindung dann manuell getrennt habe.

Fazit

Also nochmal. Die Uhr ist an sich gut so wie sie ist. Qualität und Umsetzung stimmen. Doch muss sich jeder wirklich die Frage stellen, ob ich diese Abhängigkeit wirklich brauche? Ich gebe diese Uhr deshalb gerne wieder ab und binde meine alte G-SHOCK wieder um.

G-SHOCK+ iPhone App

Share:

Leave a reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.