Kritik | Der Mandant – mit Matthew McConaughey

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Strafverteidiger Mickey Haller (Matthew McConaughey) ist ein Schlitzohr, der seine Geschäfte vom Rücksitz seiner Limosine erledigt. Den Großteil seiner Karriere hat Haller damit verbracht, Kleinkriminelle zu verteidigen. Eines Tages stößt er auf den Fall seines Lebens: Die Verteidigung von Louis Roulet (Ryan Phillippe), einem wohlhabenden Playboy aus Beverly Hills, der der versuchten Vergewaltigung beschuldigt wird. Roulet schwört Opfer eines heimtückischen Erpressungsversuchs geworden zu sein. Doch Hallers Ermittlungen lassen ihn immer mehr an Roulets Geschichte zweifeln – besonders als er rätselhafte Parallelen zu einem seiner alten Fälle entdeckt. Plötzlich hat für den Anwalt ein Spiel um Leben und Tod begonnen, das ihn in ein ungeahntes Netz aus Lügen, Verschwörungen und Mord verstrickt.

Imaedia meint
Nach langen Wochen war Der Mandant mal wieder ein Film, der mich vollends überzeugen konnte. Vom Anfang bis zum Ende spannend, mit immer wieder neuen Höhepunkten. Ein hervorragender Jutizthriller, fernab von langweiligen Gerichtsshows aus Deutschland.

Strafverteidiger Mickey Haller ist kein gewöhnlicher Anwalt. Sein Büro ist ein ist ein klassischer Lincoln Town Car aus den 1980er (Nummernschild: NTGUILTY,zu deustch unschuldig) , mit dem er sich stilecht durch Los Angels chauffieren lässt. Sein verhalten ist lässig und er schafft es gekonnt seine Mandanten vor dem Gefängnis zu bewahren. Sein neuer Fall soll einer der größten werden. Louis Roulet, ein wohlhabender Playboy aus Beverly Hills, ist wegen Vergewaltigung und versuchtem Totschlag angeklagt. Doch sollte dies ein Fall werden, der sein Leben verändert.

Wie auch bei seinen andern Fällen glaubt Haller das richtige Gespür für Menschen zu haben und denkt auch das Roulet unschuldig ist. Doch nach und nach ergibt sich ein anders Bild und Haller selbst Gerät in Bedrängnis. Zum ersten Mal in seinem Leben stellt er seinen Job in Frage und zweifelt an sich selbst. Zudem steht er in Konflikt mit der anwaltlichen Schweigepflicht und seinem Gewissen. Doch Haller ist clever und versucht das Blatt zu wenden und die Gerechtigkeit wiederherzustellen. Sicherlich ist er auch nicht immer ganz korrekt. Fährt betrunken Auto oder holt Leute, die bspw. mit Drogen dealen wieder aus dem Gefängnis. Doch „richtige“ Straftaten, wie diese Vergewaltigung sind ihm sehr wichtig und zeigen ebenfalls seine emotionale Seite.

Die Rolle von Haller konnte auch mit Matthew McConaughey nicht besser besetzt werden. Er spielt die Rolle fantastisch und kommt sehr authentisch rüber. Auch seine Frau passt sehr gut in den Cast, da sie mit ihm auf einer Ebene ist, gleichalt, bodenständig und ebenfalls Anwalt. Auch der Cast der Nebenrollen ist alles sehr gut besetzt und gibt dem Film ein abgerundetes Bild. Zudem besitzen die Charaktere eine gute Tiefe und werden auch gut in die Handlung eingeführt.

Negativ finde ich eigentlich nur, dass man den Englischen Titel „Lincoln Lawyer“ nicht gelassen hat. Hätte ich für besser empfunden.

Fazit
Wie Eingangs bereits gesagt, ein klasse Film der mich zwei Stunden gefesselt und zu keinem Zeitpunkt gelangweilt oder enttäuscht hat. Ein packender Justitzthriller mit einer guten Story und einem Spannungsbogen, der bis zum Ende erhalten wird. Und auch die Filmmusik konnte mich mit Titel von Erick Sermon, Deadmau5 oder Gang Starr vollends überzeugen.Von mir eine klare Empfehlung und ein Film, den ich mir garantiert noch mehrmals ansehen werde.

Wertung
9/10

Der Mandant ab dem 2. Dezember 2011 auf DVD und Blu-ray!

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1 comment

  1. Alexander 3 Februar, 2012 at 16:59 Reply

    Ich kann Dein Résumé vollkommen unterschreiben. Ein toller Film, der keine Längen hat, sondern 2 Stunden gut unterhält. Ähnlich gut fand ich übrigens den Film „Der große Crash“, der jetzt vor Kurzem auf DVD rausgekommen ist. Wer den Film „Der Mandant“ gut fand, der sollte diesen Film auf jeden Fall auch ins Auge fassen.

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