Kritik | Alex Cross – mit Tyler Perry, Matthew Fox, Jean Reno

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Die Mordermittler der Detroit Police trauen ihren Augen kaum. Drei tote Leibwächter und eine zu Tode gefolterte Konzern-Managerin – und alle Spuren sagen, dass ein einzelner Mann für dieses Blutbad verantwortlich ist.„Picasso“, wie der Killer wegen der am Tatort hinterlassenen Zeichnung bald genannt wird, ist ein kranker, sadistischer Soziopath. Und er hat einen Auftraggeber und ein Ziel, das er mit diesem ersten Mord noch nicht erreicht hat. Polizeipsychologe Detective Alex Cross und seine Leute hängen sich wie Bluthunde an die Spur des Killers. Doch dann macht Cross einen falschen Zug und rückt sich damit selbst ins Visier des Irren. Ein Fehler, den er für den Rest seines Lebens bitter bereuen wird. Wer sich an den bedächtigen Polizeipsychologen mit dem messerscharfen Verstand aus Im Netz der Spinne und … denn zum Küssen sind sie da erinnert, wird erfreut feststellen, dass dieser jüngere Alex Cross auch ein wendiger Actionheld ist. Der bekannte Ermittler aus der Bestseller-Schmiede von Erfolgsautor James Patterson bringt seine Täter nicht nur mit Hilfe seines genialen Gehirns zur Strecke. Im Ernstfall hat er auch einen harten Schlag!

Linda meint

Alex Cross ist eine literarische Figur, ein Polizeipsychologe, die Anfang der 90er Jahre von Krimiautor James B. Petterson zum Leben erweckt wurde. Die ersten beiden Romane waren bereits Bestandteil von Verfilmungen – „… denn zum Küssen sind sie da“ und „Im Netz der Spinne“ – hier hatte Morgan Freeman die Rolle des Alex Cross inne und hat seine Sache mehr als gut gemacht.

Die aktuellste Verfilmung, die sich schlicht „Alex Cross“ nennt und auf dem 12. Roman der Reihe („Cross“) basiert, kommt aber nicht mal ansatzweise an die ersten beiden Adaptionen ran. Das liegt nicht nur an der Story an sich, auch die Charaktere sind verhältnismäßig blass. Mit Tyler Perry und Edward Burns wurde ein Duo verpflichtet, das witzig sein will, es aber nicht wirklich ist. Die Dialoge wirken wie ein lauwarmer Schlagabtausch, so richtig passen die beiden nicht in ihre Rollen. Auch Matthew Fox als „Picasso“ kann nur im Rahmen seiner beschränkten Möglichkeiten agieren, haucht dem sonst eher mäßigen Film aber immerhin etwas gestörtes Leben ein. Von Regisseur Rob Cohen („The Fast and The Furious“) hätte man irgendwie mehr erwartet, zumal genügend Stoff für einen spannenden Actionthriller vorhanden ist.

Fazit

„Alex Cross“ ist solide Samstagabendunterhaltung mit etwas Action, netten Schusswechseln und einem künstlerisch begabten Serienmörder, die allerdings weit hinter ihrem Können zurückbleibt und nicht wirklich vom Hocker haut.

Wertung

5/10

„Alex Cross“ ist ab dem 26.02. auf DVD und Blu-ray erhältlich!

Text: Linda Bernert

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