Philips Wake-Up Light

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Ich gebe zu. Ich bin ein Sonnenmensch und einer derjenigen, der morgens schwer aus dem Bett kommt. Gerade jetzt im Winter, wo es morgens noch dunkel ist. Im Sommer habe ich damit tatsächlich weniger Probleme und wache mit den ersten Sonnenstrahlen die durch mein Fenster dringen automatisch auf. Da kann es auch ruhig erst 6 Uhr sein. Wenn ich die Sonne sehe bin ich motiviert, habe Kraft und stehe direkt auf.

Aber im Winter… Es ist eine Qual. Des Öfteren hatte ich deshalb schon mit einem dieser Philips Wake Up Lampen geliebäugelt und mir dieses dann auch schlussendlich vor einem Monat bestellt. Laut den Untersuchungen soll es bei 92% der Versuchspersonen einen positiven Effekt gehabt haben. Ich hoffte einfach mal, dass ich nicht zu den verbleibenden 8% gehöre.

Philips bietet gleich mehrere Lampen an, die sich in Form und Leistungsumfang unterscheiden. Die kleinste Version kann „nur“ einen Sonnenaufgang simulieren und hat „nur“ eine Leuchtstärke von 200 Lux, während das Topmodel ein iPhone Dock mit App, 300 Lux, Schlummerfunktion und vieles weitere bietet.

Sonnenaufgangssimulation mit dem Philips Wake-Up Light

Zunächst hatte ich mich für das zweitbeste Modell entscheiden, welchem nur das iPhone Dock fehlte, dafür aber ein UKW Radio verbaut war. Zwecks schlechtem Empfang, zumindest bei mir in der Wohnung, ging es dann wieder zurück und die iPhone Variante wurde bestellt. Auf eigens Risiko wohlgemerkt, denn die Rezensionen bei Amazon rieten eher davon ab, denn die App sei nicht ausgereift und der Wecker würde des Öfteren nicht funktionieren. Natürlich keine guten Voraussetzungen, denn wer will schon gerne verschlafen.

Nun gut. Zunächst galt es ein anderes Problem zu lösen, denn der Anschluss war noch der alte 30pin und ist somit nicht direkt iPhone 5 kompatibel. Ein Blick auf die Herstellerseite genügte allerdings. Mit dem entsprechenden Apple Adapter wäre es kein Problem. Dies ist wichtig vorab zu überprüfen, denn trotz Adapter funktionieren manche alte Geräte dennoch nicht und man bekommt eine Fehlermeldung, dass die Hardware nicht kompatibel ist. Doch eins vorweg, es klappt mit dem iPhone.

Philips Wake-Up Light mit iPhone Dock

Android Nutzer müssen an dieser Stelle leider verzichten, denn aktuell gibt es noch keine App. Und ohne App ist die Lampe in der Version nicht nutzbar. Die App war schnell herunter geladen und installiert. Auf den ersten Blick konnte ich keine Probleme erkennen. Alles ist verständlich aufgebaut und soweit auch erklärt, macht man die kurze Tour am Anfang mit. Einzige Sache die ich noch schön gefunden hätte wäre eine automatische Übernahme der Weckzeiten aus dem iPhone.

Um den Wecker an sich zu starten gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder öffnet man die App vorab, dockt das Gerät an und startet dann den Wecker, oder man dockt es einfach so an und das iPhoen fragt einen dann, ob man die entsprechende App öffnen will. Aber ohne Docken geht gar nichts.

Philips Wake-Up Light mit iPhone App

Im Eingedockten zustand kann man zudem nur die Schlummerfunktion aktivieren und konfigurieren. Als Wecktöne lassen sich acht natürliche Wecktöne auswählen, wovon ich bisher das Meeresrauschen bevorzugt habe. Alternativ kann man Titel vom iPhone auswählen. Hier wäre eventuell noch eine Erweiterung auf Online Radio oder Streamingdienstleister schön, da ich ehrlich gesagt auf dem iPhone gar keine Musik mehr lokal gespeichert habe sondern alles streame.

Okay. Wir sind fertig. Schlummermodus läuft und die Sonne geht langsam unter. Ob dieser Aspekt tatsächlich zum besseren Einschlafen dient kann ich nicht beurteilen. Ich bin abends meist so Müde, dass ich zumindest zum Einschlafen keine Hilfe benötige.

Aber dann kommt der nächste Morgen. Die Sonne geht langsam, in einer halben Stunde, simuliert neben meinem Kopf auf. Das Wecksignal mit einem leichten Meeresrauchen ertönt. Ich gebe der Lampe einen leichten Klaps, aktiviere damit den Sleep Timer, und drehe mich noch einmal für weitere 9 Minuten um.

Im Gegensatz zum normalen Wecker und einem dunklen Zimmer definitiv ein Zugewinn. Doch das ich wie bei einem Sonnenaufgang, der in mein Fenster strahlt, motiviert und selbstständig aufwache, dieser Effekt hat sich bisher nicht eingestellt. Denn…

Da ist die Sache mit dem Kopf. Der Blick aus dem Fenster DUNKEL, der Blick aufs Thermometer KALT. Neben mir die scheinenden Philips Sonne. Alles nur Fake, sagt sich der Kopf und lässt den Körper wieder schlapp zusammenfallen. Weitere 9 Minuten vergehen und mein zweiter Backup Wecker ertönt. Nun wird es wirklich Zeit aufzustehen.

Philips Wake-Up Light Schlummermodus

Mein Fazit nach nun einem Monat Test. Die Lampe hat durchaus ihre Berechtigung und ich will nicht leugnen, dass sie sehr wohl einen positiven Effekt auf meine Aufwachphase hat. Man wird nicht mehr so abrupt geweckt und wenn der Weckton erklingt ist es nicht so, dass man überrascht und aus dem Schlaf gerissen wird, sondern tatsächlich schon in einer „Dämmerphase“ ist und leicht wach ist. Mit einem natürlichen Sonnenaufgang ist es natürlich aber dennoch nicht zu vergleichen.

Was mir eventuell noch fehlt wäre eine wesentlich hellere Lampe und dann ggf. noch der Faktor Wärme. Sonnenstrahlen sind warm, sie geben dem Körper sofort Energie. Wenn man jetzt quasi noch eine Art Heizstrahler integrieren würde, der einen sanft wärmt, könnte das zusätzlich noch zum Wohlbefinden am Morgen beitragen. Dennoch bleibt die Kopfsache, die es zu überlisten gilt.

Und zu den Problemen. Ich habe es tatsächlich einmal erlebt, dass der Wecker nicht funktioniert hat. Genauso wie in den Rezensionen von Amazon beschrieben. Fehlersuche. Wo der Fehler liegt, kann ich nicht 100%ig sagen, zumindest habe ich gesehen, dass ich relativ viele Apps offen hatte. Seitdem schließe ich jeden Abend alle Apps und öffne nur die Philips App. Seitdem funktionierte der Wecker bisher immer einwandfrei.

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8 comments

  1. Thorsten 13 Februar, 2014 at 12:55 Reply

    Ich habe tatsächlich auch schon des Öfteren mit so einem Wake-Up Light geliebäugelt, allerdings hatte ich auch schon immer befürchtet, was du beschreibst – den „Fake“-Effekt. Selbst die „echte“ Sonne bewegt mich häufiger als ich zugeben mag dazu, die Decke über den Kopf zu ziehen. Und Wecker bleibt nunmal Wecker. Aber das Wake-Up Light erfüllt ja bereits seinen Zweck, wenn es das aufstehen wenigstens etwas angenehmer und einfacher gestaltet. Einen Heizstrahler bräuchte es nichtmal, wenn man eine Heizdecke mit dem Wecker synchronisieren könnte. ;)

  2. Camillo 13 Februar, 2014 at 18:44 Reply

    Die Idee ist eventuel noch etwas praktischer Thorsten. Sowas sollte man mal produzieren. Heizdecke mit Bluetooth, die automatisch angeht.

  3. Christian Kaiser 19 Oktober, 2014 at 23:02 Reply

    Und wer es für für Android (2.99€ incl. Licht) möchte, schaue mal im PlayStore nach „WakeLight“.

    Ja, ich bin der Autor, aber ich will nicht nur etwas Geld verdienen (die reingesteckte Zeit wird vermutlich nie auch nur halbwegs kompensiert werden können): ich freue mich über zufriedene Kunden und besser gelaunte Mitmenschen – wer nicht zufrieden ist, bekommt das Geld auch nach der Testzeit von 2 Stunden zurück. Eine gute Möglichkeit, für wenig Geld einen Lichtwecker zu bekommen, und bei manchen meiner Kunden reicht sogar ein 5″ Smartphone als Lichtwecker.

    Mehr kann man erfahren unter
    http://www.android-user.de/wakelight-android-lichtwecker-sorgt-fuer-entspannteres-aufwachen/

    Christian

  4. Melissa 9 März, 2015 at 13:23 Reply

    Der Wecker ist definitiv jeden Cent wert – vor allem, wenn man sehr früh aufstehen muss und noch keine „echte“ Sonne durch das Fenster kommen kann. Die Illusion funktioniert sehr gut…

  5. Andreas 18 August, 2016 at 18:44 Reply

    Ich hätte es ja nicht gedacht, aber dieser Wecker hilft mir gerade im Winter wirklich gut dabei, schneller und fitter aufzustehen.

    Fehlt nur noch ein Heizstrahler neben dem Bett, dass ich mir nicht alles abfriere und dann ist gut!

  6. Anton 7 Juli, 2017 at 22:03 Reply

    Der Wecker war ein Geschenk zum Geburtstag.Die Bedienung ist wirklich einfach und super abgestimmt. Der Empfang ist richtig gut und der Sound auch. Ich würde ihn nie wieder tauschen wollen, es ist wie aufwachen am Sonntag…

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