Testländerspiel Deutschland gegen Malta

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Im Aachener Tivoli trafen sich die Nationalteams von Deutschland und Malta zu einem Benefizspiel. Das ausverkaufte Stadion (26.000) sah dabei eine geschwächte Mannschaft, die auf insgesamt 13 Spieler des engeren WM-Kaders verzichten mussten, da am Samstag das Pokalfinale zwischen Bayern und Bremen ansteht.

Von Beginn an drückte Deutschland die Malteser in die eigene Hälfte zurück und sie prüften den gegnerischen Keeper mehrmals aus der Distanz. So versuchten es Trochowski (4.) und Kroos (6.), trafen aber nicht ins Tor. In der Anfangsviertelstunde sorgte immer wieder Trochowski, der unbedingt Zeichen setzen wollte, für viel Verwirrung in der Abwehr der Gäste, die die Doppelchance von Cacau und Podolski (11.) aber abblocken konnten. Kurz darauf der nächste Trochowski-Versuch aus der Distanz, aber genau auf den Gästetorwart. Endlich auch mal was für Manuel Neuer, nachdem die Abwehr gepennt hatte rollte der Ball Richtung Neuer, der den heranstürmenden Mifsud das Spielgerät gerade noch wegschnappen konnte.

Deutschland war besonders über die linke Seite sehr druckvoll und zeigte es dann nach einer guten Viertelstunde auch, nachdem Kroos Aogo auf links bediente, flankte dieser mustergültig auf Cacau, der per Kopf ins linke Eck traf. Auch im Anschluss nur das deutsche Team in der Vorwärtsbewegung. Dann aber wieder deutliche Schwächen in der Hintermannschaft der DFB-Auswahl, die die Malteser aber nicht nutzen konnten (28.). Nach vorne setzten sie immer wieder kleine Nadelstiche, aber Haber war stehts auf dem Posten (30./32.). In der 34. Minute das 2:0, dachten alle. Bei einem Trochowski-Schuss lässt der Keeper den Ball abprallen und Kießling staubt ab, stand aber zuvor im Abseits. Kießling dann noch mal kurz vor der Pause, aber aus rund zehn Metern schießt er den Ball über das Tor (45.). In der ersten Minute der Nachspielzeit scheiterte Kroos völlig frei vor Haber am Keeper. Das hätte das 2:0 sein müssen.

Halbzeitfazit. Deutschland klar überlegen, wie es auch zu erwarten war, jedoch oftmals zu leichtsinnig im Defensivverhalten, sodass Malta schon vier, fünf gute Aktionen hatte, die Neuer jedoch ohne Probleme klärte. Nach vorne wurde viel versucht, aber wirklich zählbares kam nicht bei rum. Nur 1:0!

Nach dem Seitenwechsel Malta mit der besseren Anfangsphase. Bei der DFB-Auswahl häuften sich die Fehlpässe und bis auf einen Podolskischuss (48.), der von einem Gegner geblockt wurde, nichts nennenswertes. Dann Doppelwechsel beim deutschen Taem, Großkreutz und Träsch rein (57.). Mit seinen ersten drei Ballkontakten, passt Großkreutz klasse zu Podolski, der querlegt für Cacau, 2:0 (58.). Nun war der Bann gebrochen. Großkreutz wieder auf Podolski, der wieder querlegt und diesesmal trifft Scicluna ins eigene Tor (61.). Cacau hatte auch nach seinem zweiten Treffer an diesem Tag noch nicht genug und kam immer wieder gefährlich vors Tor der Gäste (68./69.). In der 71. Minute ein schöner Freistoß von Trochowski, der aber nur auf dem Tornetz landete. Weitere Schussversuche durch Großkreutz (71.) und Aogo (77.) gingen rund zwei Meter rechts neben das Gehäuse.

Deutschland gewinnt zwar, aber nur mit 3:0 gegen den Fussballzwerg Malta, die einem Ehrentreffer ein ums andere Mal ziemlich nahe kamen, es aber trotzdem nicht erzielen konnten. Nach der Einwechslung von Debütant Großkreutz kam beim Team von Löw ein neuer Schwung. Der 21jährige fügte sich klasse ein und bereitete das 2:0 und 3:0 indirekt bzw. direkt vor. Es war aber zu spüren, dass einige Akteure nicht mit an Bord waren.

Deutschland: Neuer – Beck (Träsch 57.), A.Friedrich (Westermann 72.), Tasci (Hummels 46.), Aogo (Boateng 79.)- Khedira (Reinartz 72.), Podolski, Kroos (Großkreutz 57.), Trochowski – Cacau, Kießling

Malta: Haber – Muscat, Agius, Scicluna, Grima (Woods 75.) – Briffa, Pace (Cilia 9.), Bajada, Fenech (Failla 66.), Cohen – Mifsud (Bogdanovic 83.)

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