Test | Pong iPad Case – Intelligente Hülle mit W-LAN boost?

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Taschen, Hüllen, Rucksäcke… Ich liebe sie. Auf meinem Blog habe ich euch schon unzählige hiervon vorgestellt. Heute gibt es mal wieder ein Case, diesmal für das iPad 3, welches sich von allen andern bisher getesteten Hüllen unterscheidet. Es besitzt eine Vorrichtung zum Schutz vor Mobilfunkstrahlung und in Verbindung dessen einen Verbesserten Empfang. Doch kommen wir zunächst zu den anderen Eigenschaften des iPad 3 Case.

Das Case gibt es in zwei Varianten. Einmal für WiFi und einmal für WiFi und 4G. Als Farbe ist lediglich schwarz vorhanden.

Cover
Verglichen mit dem normalen Smart Cover bzw. Smart Case von Apple, was man nur einmal zusammenfalten kann, bietet das Pong Case eine erweiterte Variation an Aufstellungsmöglichkeiten. Durch das „Origami Design“ lässt sich das obere Cover noch einmal in der Mitte zusammenfalten. Die beiden äußeren Enden werden durch die Magneten, die für die Aufweck-Funktionalität zuständig sind, zusammengehalten. Dadurch kann man das iPad in weiteren Positionen aufstellen. Jedoch lässt sich das iPad auch in anderen Situationen wie bspw. im Bett oder auf dem Schoß besser positionieren bzw. halten. Allein durch diese Tatsache finde ich das Cover schon sehr gelungen.

Allerdings haben sich beim Test auch einige Probleme gezeigt. So hat bei mir die Aufweck-Funktionalität nicht immer geklappt. Dies mag im Umkehrschluss auch daraus resultieren, dass das Cover nicht richtig auf dem Bildschirm des iPad hält. Drehe ich das Smart Cover bzw. Smart Case von Apple um, bleibt dies auf der Oberfläche des iPads durch den Magneten haften. Im Pong Case ist zwar auch ein Magnet verbaut, aber wenn ich das iPad auch nur geringfügig neige löst sich das obere Cover. Diese Tatsache ist nicht optimal, da das iPad so, wenn es lose in der Tasche liegt, nicht optimal geschützt ist, da das Cover dauernd auf geht. Grund dafür ist denke ich das höhere Gewicht und die zu unterdimensionierten Magnete.

Das Material des oberen Covers ist Leder ähnlich. Es fasst sich sehr gut an und ist robust. Die Innenseite ist mit einem weichen grauen Material ausgestattet, dass das iPad vor Kratzern schützen soll und bisher auch getan hat.

Das untere Case ist eine extrem feste Hartschale, die an den Seiten noch leicht gummiert ist. Das iPad ist hierdurch sehr gut vor Stößen geschützt und es liegt damit sehr sicher und fest in der Hand. Das hat mir gut gefallen.

Der Clou
Wie Eingangs bereits gesagt, hat das Case eine besondere Funktion. Wie es genau funktioniert kann ich leider nicht sagen, da es hierzu keine Informationen gibt. Bekannt ist nur, dass in das Case etwas integriert ist, das die Absorption der Mobilfunkstrahlen durch den Menschen verhindert. Soll heißen, normal nimmt der Mensch einen Teil der Strahlung in sich auf und absorbiert diese. Kann man sich quasi vorstellen wie bei Sonnenlicht. Hat man etwas Schwarzes an, wird die Kleidung sehr schnell warm, da sie viel Sonnenlicht absorbiert. Hat man etwas Weißes an heizt sich dieses kaum auf, da weiß das Sonnenlicht reflektiert. Im Klartext heißt das, ein Teil der Sendeleistung geht also durch den Menschen verloren, da er diese quasi Schluckt und nicht reflektiert. Somit geht also ein Teil der Sendeleistung verloren.

Das Pong Case unterbindet diese Absorption. Das heißt, dass im Endeffekt der Nutzer vor Strahlung geschützt wird, aber auch diese Strahlung nun zum Senden und Empfangen von Daten zur Verfügung steht. In Kombination mit dem Case hat man also einen besseren Empfang und im Umkehrschluss auch bessere Übertragungsraten.

Leider kann ich bei mir zu Hause dies alles nicht nachmessen, da mir hierfür die Geräte fehlen. Rudimentär konnte ich per Fritz!Box die Verbindungsgeschwindigkeit zwischen iPad und Router messen. Allerdings kam ich hier zu keinem umwerfenden oder auch belastbaren Ergebnis. In den meisten Fällen war die Anbindung gleich und sonst nur eine Verbesserung im Minimalen Bereich von 1-2 MBit. Was die Strahlung angeht, keine Ahnung.

Leider gibt es, bis auf die im Pong Research eigenen Labor durchgeführten Messungen, keine unabhängigen Messungen, was die Strahlung und den Benefit dieses Cases angeht (siehe Nachtrag unten). Ich kann es nicht sagen. Aber der Versuchsaufbau sah zumindest sehr abenteuerlich aus und war weit weg von jeglicher Realität. Oder wo gibt es sonst keine Störeinflüsse von Außen? Ein praxisnaher Test hätte sicherlich nicht geschadet. Aber die ermittelten Werte scheinen mir auch einfach etwas absurd:

Compared to other leading cases, the Pong case

  • Improves Wi-Fi reception by up to 9.8X
  • Increases your Wi-Fi range by up to 2.6X
  • Increases download speeds by up to 9.1X
  • Increases upload speeds by up to 8.7X

Compared to the Apple Smart Cover or your new iPad alone, the Pong case

  • Improves Wi-Fi reception up to 3.3X
  • Increases your Wi-Fi range up to 1.6X
  • Increases download speeds by up to 3.1X faster

Fazit
An sich finde ich das Case sehr schön und hatte es die letzten Wochen dauerhaft in Benutzung. Doch 129 Euro sind eine Menge Geld für einen für mich nicht messbaren Effekt. Das gleiche Cover für sagen wir 60 Euro, ohne diese technische Integration, und ich würde mir das Cover direkt holen. Einzig die Geschichte mit dem Sleep/Wake und einem stärkeren Magneten sollte verbessert werden.

Nachtrag
Gestern wurde ich von der betreuenden Agentur von Pong Research noch darauf hingewiesen, dass es bezüglich des SAR-Wertes, also der Strahlung, doch verschiedene Tests gibt (schlechte Recherche meinerseits). Diese Test gehen aber nur auf die Strahlungsreduzierung durch das Case ein, aber nicht auf die daraus resultierenden besseren Übertragungsraten. Besonders in Gebieten mit schlechtem Mobilfunkempfang soll allerdings ein deutlicher Unterschied wahrnehmbar sein. Das werde ich über Weihnachten noch einmal ausprobieren.

Hier auch noch einmal der O-Ton mit den verschiedenen Messergebnissen

Pong Research hat die Messungen bzgl. des SAR-Werts nicht nur im eigenen Labor durchgeführt, sondern die SAR-Werte mit und ohne Pong Case auch bei der CETECOM und im RF Exposure Lab testen lassen – beide Labore sind von der TCB für die Vergabe von FCC Zulassungen zugelassen und führen regelmäßig SAR Messungen nach amerikanischen, kanadischen, europäischen und australischen Standards durch.

Das US-amerikanische Magazin „Wired“ hat sich solch ein Testverfahren von CETECOM mal angeguckt, den Artikel dazu findet ihr hier.

 

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