Test | RHA MA-350 In-Ear Kopfhörer – Eine echter Geheimtipp zum fairen Preis

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Vor einigen Tagen, mittlerweile sind es schon Wochen, habe ich das Angebot bekommen die neuen RHA MA-350 In-Ear Kopfhörer zu testen. Zunächst war ich etwas skeptisch, da ich die Marke bis zu diesem Zeitpunkt nicht kannte und auch der Preis von 35 Euro nichts ganz Hochwertiges erwarten lies. Bei einem kleinen Quercheck durchs Internet las ich allerdings eine Vielzahl positiver Rezensionen, sodass ich mich auf das „Experiment“ einließ. Und ich sollte nicht enttäuscht werden.

Qualität und Lieferumfang
Allein schon beim Auspacken kam die erste Überraschung. Aluminium statt Plastik. Das Ganze hervorragend verarbeitet. Das hatte ich in der Preisklasse nicht erwartet. Damit setzt RHA ein Statement und einen Benchmark in diesem Segment. Weiterhin auffällig ist das mit Stoff ummantelte Kabel. Dies ist eher eine Seltenheit, sorgt jedoch für weniger Reibung auf der Kleidung. Allerdings finde ich die Reibungsgeräusche etwas stärker als bei normalen gummierten Kabeln. Dass sich das Kabel durch die Stoffummantelung weniger verheddert konnte ich nicht bestätigen.

Weiterhin sind im Lieferumfang drei verschiedene Größen der Silikonaufsätze enthalten, sodass jeder hier für sich das Passende finden sollte. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist ein kleines Velourssäckchen zur Aufbewahrung der Kopfhörer während des Transportes. Eines muss ich an dieser Stelle auch noch erwähnen. Der Kopfhörer und das Zubehör riechen nicht. Oft ist es ja so, dass günstige Produkte in den ersten Tagen/Wochen stark riechen/stinken. Doch dem ist nicht so. Ein weiterer Pluspunkt auf der Liste.

Tragekomfort
Auch hier kann der RHA MA-350 punkten. Mit den M Aufsätzen passen die In-Ears wunderbar in mein Ohr und lassen sich angenehm tragen. Zudem haben die Kopfhörer nur eine geringe Tiefe und schließen recht bündig mit dem Ohr ab. So kann man sie nicht nur auf der Straße verwenden, sondern auch bequem damit im Bett liegen und auf dem iPad einen Film anschauen, ohne das etwas drückt.

Die Kabellänge ist mit 1,2m ausreichend dimensioniert und positiv hervorzuheben ist auch der gerade Stecker am Anschlusskabel.

Klang
Auch der Klang ist im Verhältnis zum Preis gehen mehr als gut und siedelt sich eher in Preisbereiche von 70 Euro ein. Verglichen in dem Preissegment mit iPhone Kopfhörer, oder Einstiegsmodellen von Sennheiser oder Ultimate Ears steht er keinem nach.

Der Klang ist sehr ausgewogen und zielt auf kein spezielles Genre ab. Der Kopfhörer ist relativ natürlich abgestimmt und kann sowohl mit einem kräftigen Bass als auch mit ausgeprägten Mitten und klaren höhen überzeugen. In der Detailauflösung schwächelt er, was man in diesem Preissegment aber vernachlässigen kann.

Was mir aufgefallen ist: Er klingt anfangs etwas hell und hallt. Ungefähr so, als wenn man bei machen Lautsprechern bzw. Docking-Stations die Wide- oder Raumklangtaste drückt. Mir gefällt das nicht. Zudem war er etwas „spitz“ und „scharf“, was besonders bei Frauenstimmen auffiel. Dies lässt sich aber mit ein paar Handgriffen im Equalizer korrigieren, der selbst heute auch bei günstigen MP3-Playern wie bspw. dem SanDisk Sansa Clip Zip vorhanden ist.

Fazit
Der RHA MA-350 war eine richtige Überraschung. Klang, Verarbeitung, Materialien und Tragekomfort konnten in dieser Preisklasse überzeugen und setzten meiner Ansicht nach neue Maßstäbe für die etablierten und bekannten Hersteller. Wer also einen bezahlbaren und guten Kopfhörer sucht kann hier bedenkenlos zugreifen. Ein echter Geheimtipp, auch für mich eine Lehre, dass der Preis nicht immer in Korrelation mit der Qualität stehen muss. Danke an RHA für das Testmuster.

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