Kritik | Tiger Woods PGA Tour 12: The Masters

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Was tut man, wenn der Namensgeber seines Spiels plötzlich in Skandale um sein Privatleben verwickelt ist und es auch sportlich nicht mehr so läuft? Richtig: Man setzt ihn in den Hintergrund. So geschehen beim diesjährigen Golfspiel von EA Sports. Diesmal liegt der Fokus des Spiels und des Marketings auf dem Masters Turnier in Augusta (Georgia), dessen Gewinner das berühmte grüne Jackett bekommt.

Tiger Woods PGA Tour 12: The Masters ist technisch – wie gewohnt von EA – wieder einmal sehr solide. Die Golfplätze sehen sehr hübsch aus, könnten jedoch etwas mehr Details vertragen. Die Spielermodelle sehen ebenfalls gut aus, einzig die Zuschauer sehen weiterhin teilweise richtig schlecht aus, hier erkennt man deutlich, dass in diesen Punkt nicht viel investiert wurde. Generell ist die Grafik nur geringfügig besser als beim Vorgänger, hier wird es langsam Zeit für ein größeres Update. Zum Sound gibt es bei einem Golfspiel nur begrenzt etwas zu sagen, die Paar Effekte die es gibt klingen aber gut. Lediglich die Kommentatoren haben zu wenige Sprüche, so dass man schon sehr schnell beinahe mitsprechen kann.

Auch Gameplaytechnisch hat sich nicht viel verändert beim aktuellen Teil, den Ball schlägt man mit der entsprechenden Stickbewegung ab, und dann heißt es hoffen dass man sich nicht vollkommen verkalkuliert hat mit dem Wind. Dieser bläst den Ball nämlich gerne Mal dort hin wo man es nicht erwartet hat, hauptsächlich jedoch weil man selber nicht darauf geachtet hat wohin der Wind aktuell bläst. Deutlich anspruchsvoller ist das Spiel beim Putten geworden. Auch hier steuert man den Schlag nur mit dem Stick, jedoch ist die Leiste in der man sich dabei bewegt sehr empfindlich, so dass schon die kleinste Bewegung nach links oder rechts dafür sorgt, dass der Ball teilweise weit am Loch vorbei geht.

Der Caddie, der einem Vorschläge für jeden Schlag macht, ist gerade für Beginner sehr praktisch. Die Vorschläge sind in der Regel sehr gut und verleiten selbst erfahrene Spieler oft dazu dem Vorschlag des Caddies zu folgen. Das Ganze sorgt dafür, dass der Schwierigkeitsgrad in großen Teilen des Spiels nicht sehr hoch ist. Selbst auf Pro ist es für Neulinge noch relativ leicht die ersten Turniere zu gewinnen.

Beim Karrieremodus in Tiger Woods PGA Tour 12: The Masters beginnt man mit kleineren Turnieren bei denen man sich für die nächst höheren Wettbewerbe qualifizieren muss. Aufgrund des teilweise sehr geringen Schwierigkeitsgrades spielt man jedoch schon sehr schnell in der PGA Tour mit. Hier trifft man dann recht schnell auf die ernüchternde Preispolitik von EA. Denn beim Spiel selber sind nur rund drei Viertel der PGA Tour enthalten. Den Rest der Kurse muss man, natürlich kostenpflichtig, herunterladen.

Um Online zu spielen benötigt man, wie mittlerweile fast schon gewohnt, den EA Online Pass der beim Spiel selber enthalten ist. Kauft man das Spiel jedoch gebraucht muss man diesen extra kaufen. Der Multiplayermodus selbst ist jedoch sehr spaßig. Es gibt viele verschiedene Spielmodi, wie z.B. auch ein Teamspielmodus, die dafür sorgen dass auch längerfristig die Motivation hoch bleibt.

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