Let`s run! Garmin Forerunner 410 im Test

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Der Marathon ist eine der Königsdisziplinen in puncto „Laufen“. Für viele Freizeitsportler ist es das höchste Ziel, einmal einen Marathon zu laufen. Nicht zu guter Letzt dank der vielen attraktiven Stadtläufe in Deutschland und Europa. Doch was muss man in der Vorbereitung eines solches Laufes alles beachten?

Klar, man selbst muss auf jeden Fall sein Leistungsniveau realistisch beurteilen können. Selbst Läufer, die schon über einen längeren Zeitraum Erfahrungen gesammelt haben beim alltäglichen Joggen, können sich nicht sicher sein, ob sie überhaupt ins Ziel kommen. Daher gibt es für den Marathonlauf ein spezielles Training verbunden mit einem speziellen Trainingsplan. Doch nicht nur die physischen Voraussetzungen müssen stimmen, auch die Ausrüstung muss eingespielt sein: Eingelaufene Schuhe, optimale Laufbekleidung und eine Laufuhr, auf die man sich verlassen kann und mit der man sich gut auskennt. Gerade letzteres trägt nicht unwesentlich zum erreichen des persönlichen Laufzieles bei. Aus diesem Grund habe ich eine GPS-fähige Sportuhr gesucht, die mir nicht nur Zeit, Pace, Distanz und verbrauchte Kalorien anzeigt, sondern mich vielmehr aktiv bei dem erreichen meiner Ziele unterstütz: Garmin Forerunner 410.

Look Good… Feel Better!
Die neue Sportuhr aus dem Hause Garmin ist von der Größe her mit einer Casio G-Shock vergleichbar und ist mit knapp 60 Gramm auch ähnlich schwer. Das verbesserte 1,06-Zoll LCD-Display ist Gegensatz zu der Garmin Forerunner 405 deutlich komfortabler. Mit vier Graustufen und einer Auflösung von 124×95 Pixeln ist es aus nahezu allen Blickwinkeln gut ablesbar.

Neben dem verbesserten Display kann die GPS-Sportuhr aber auch mit einer optimierteren Steuerung glänzen. Nun stehen Dir neben den beiden Tasten „start/stop“ und „lap/reset“ auch eine empfindliche Multi-Touch-Steuerung zur Verfügung. Mit Hilfe der anfangs eher komplizierten Steuerung lassen sich auch tiefer gelegene Menüpunkte  und Statistiken einfach erreichen – sogar während des Trainings.

Im Inneren der GPS-fähigen Sportuhr hat sich vor allen Dingen die Software im Gegensatz zur Garmin Forerunner 405 geändert. So werden Dir als Läufer noch mehr Möglichkeiten gegeben, das Display individuell auf Dein Trainingsverhalten, bzw. auf Deine benötigten Trainingswerte einzustellen und anzupassen.

Lauf, Forerunner, Lauf!
Neben der Trainingszeit erfasst die Garmin GPS-Trainingsuhr den Pace (Zeitbedarf pro Kilometer), die gelaufene Distanz samt Höhenverlauf und die Herzfrequenz. Weiterhin findet eine Aufzeichnung der gelaufenen Strecke in Form von Wegpunkten statt, die unter anderem dafür sorgen, dass Du Dich nicht mehr verlaufen kannst. Gerade ich als „Offroad“-Läufer hab die Navigationsfunktion sehr schnell zu schätzen gelernt. Mit Hilfe der Wegpunkte hat mich die Garmin Forerunner 410 immer wieder heile zurückgeführt.

Wesentlich wichtiger als die netten GPS-Gimmicks ist der Herzfrequenzsensor. Der speziell von Garmin entwickelte Gurt aus weichem Stoff zeigt Deine Herzfrequenz in Schlägen pro Minute an. Die fünf Herzfrequenzbereiche der Uhr können an Deine genauen Bereiche kinderleicht angepasst werden. Besonders das trainieren in einem bestimmten Herzfrequenzbereich empfiehlt sich, um die eigene Kondition zu verbessern oder um Pace und Herzfrequenz mit vorherigen Läufen auf der gleichen Laufstrecke zu vergleichen. Weiterhin bietet der Garmin Forerunner 410 die Möglichkeit der Berechnung des Kalorienverbrauchs nach Herzfrequenz, damit Du Deine „verbrannten“ Kalorien besser im Überblick hast.

Zahlen, Daten und Fakten!
Mit Hilfe all dieser Daten lässt sich nicht nur die gelaufene Strecke bis auf einige Meter genau bestimmten, sondern das Training bis zum äußeren optimieren. Die mitgelieferte Software hilft mit ihren umfangreichen Optionen, aufgefeilte Trainingspläne umzusetzen. Die Übertragung funktioniert ganz Problemlos über die drahtlose ANT+-Technologie und den im Lieferumfang der Uhr enthaltenen UST-Stick – Du brauchst weder Kabel, noch gibt es Probleme! Die im Lieferumfang beinhaltete Software ist sowohl kompatibel mit den neusten Windows-Betriebssystemen als auch mit Apples OS.

Optimieren kannst Du die Trainingsfunktion durch die Datenübertragung auf Garmin Connect, einer Website für die kostenlose Datenanalyse und -freigabe. Dank der Lauf-Community Garmin Connect kannst Du zurückgelegte Strecken via Karte anzeigen, eine Übersicht des Laufs einblenden, vorhandene Pace-Daten analysieren, neue Ziele erstellen, oder einfach Deine Trainingsergebnisse teilen und mit anderen Läufern über Deine Erfahrungen diskutieren.

Neben dem Onlinetool „Garmin Connect“ stehen Dir noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung Dein eigenes Training zu optimieren. Unter anderem wäre da die Funktion gegen den „Virtual Partner“ anzutreten, oder aber das Intervalltraining, bei dem die Sportuhr die Länge und Geschwindigkeit der Intervalle nach Deinen individuellen Vorgaben überwacht und bei einer Abweichung ein akustisches Signal von sich gibt.

Fazit
Als Fazit für die GPS-fähige Sportuhr Garmin Forerunner 410 lässt ich festhalten, dass es sich hier um ein ein außergewöhnlich gutes Hilfsmittel für das perfekte Marathontraining handelt. Egal ob als Einsteiger, oder als erfahrener Marathonläufer, die Sportuhr findet Deine Schwachstelle und zeigt Dir eindeutig wo noch Optimierungsbedarf besteht.

Wie auch schon die Überschrift „Looks Good… Feel Better!“ aussagt, wurde die Uhr meiner Meinung nach mit viel Bedacht im Bezug aufs Aussehen und Handling gestaltet. Die Software innerhalb der Uhr bietet für jeden Läufer das richtige Trainingsprogramm. Auch wenn sich einmal nicht die richtige Laufeinheit für das bevorstehende Training auf der Uhr befindet, gibt es immer noch die Möglichkeit das richtige Trainingsprogramm mittels Garmin Connect zu erstellen und im Nachhinein mit der Sportuhr zu synchronisieren.

Für mich persönlich ist das Laufen ohne GPS-Sportuhr mittlerweile undenkbar. Seit dem ich mit der Forerunner 410 von Garmin trainiere, laufe ich knappe 47 Sekunden schneller pro Kilometer auf einer Strecke von 25 Kilometern, laufe wesentlich kontrollierter und das Training ist um einiges effektiver. Nicht zu vergessen: Dank der GPS-Funktion komme ich immer wieder heile zu Hause an *schmunzel*.

Nur schade, dass sich die Uhr mit einem Preis von 299,- Euro (uvp. Garmin.de) in der Brieftasche ebenso stark bemerkbar macht wie am Handgelenk, aber Qualität hat eben ihren Preis.

Dennoch gibt es für mich keine Zweifel mehr: Die GPS-Sportuhr Garmin Forerunner 410 ist eine der besten Laufuhren auf dem Markt! In diesem Sinne….

Let`s run!

Copyright Fotos by Garmin

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