Kritik | Getaway – mit Ethan Hawke, Selena Gomez

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Getaway FilmplakatDer Weltklasse-Rennfahrer Brent Magna (Ethan Hawke) hatte sich gerade zur Ruhe gesetzt, um gemeinsam mit seiner Frau Leanne in der bulgarischen Hauptstadt Sofia ein ruhiges Leben zu führen. Doch als Leanne von Unbekannten gekidnappt wird, steht Brent vor einem Rätsel. Erst durch den Anruf eines Fremden beginnt er die Situation zu begreifen: Wenn er seine Frau lebend wiedersehen will, muss sich Brent hinter das Steuer eines gepanzerten und mit High-Tech-Equipment getunten Ford Mustang setzen, um halsbrecherische Aufgaben in der Millionenstadt zu erfüllen. Als sich eine junge Hackerin (Selena Gomez) zu Brent in den Wagen setzt und ihn mit einer Waffe bedroht, scheint die Situation endgültig zu eskalieren. Oder gehört alles zum perfiden Plan des mysteriösen Anrufers? 

Linda meint

„Fast & Furious“ meets „Drive“ meets „GTA“. So könnte man „Getaway“ kurz zusammenfassen. Einen Film, der ab der ersten Sekunde ordentlich aufs Gaspedal drückt und dabei so manche Ausfahrt verpasst. Mittendrin: Ethan Hawke, der scheinbar selbst nicht so recht weiß, was er da eigentlich tut.

Denn von dem charismatischen Hollywood-Beau ist man eigentlich anderes gewohnt. Nicht, dass er als Rennfahrer nicht glaubhaft ist. Aber der Streifen von Regisseur Courtney Solomon ist derart schwach auf der Brust und voll sinnfreier Dialoge, dass man Hawkes Zusage nur als geistige Umnachtung ansehen kann. Bei Selena Gomez („The Kid“), Wunder-Hackerin und Kapuzenträgerin, reicht es über zahlreiche „What the hell“, „What the heck“ und „WTF“ auch nicht hinaus. Dementsprechend wenig erfährt man über die Charaktere und ihre Geschichten bzw. Beweggründe. Und dementsprechend schnell langweilt der 90-Minüter auch.

Und das, obwohl „Getaway“ mit Schnitten im vierstelligen Bereich für jede Netzhaut eine echte Herausforderung ist.  Perspektiven und Nahaufnahmen wechseln derart schnell und unstrukturiert, dass der Kopfschmerz droht. Den bekommt man spätestens auch dann, wenn man hört, dass ein Budget von 18 Millionen Dollar für diesen laschen PS-Film verbraten wurde.

Die Action- und Verfolgungsszenen – durch Parks, Einkaufszentren und Sofia selbst – sind immerhin 2 Punkte wert und dürften Speed-Fans freuen. Ansonsten bleibt von diesem Film nicht viel mehr als auch Hauch Benzin in der Luft. Und selbst der ist abgestanden.

Fazit

Ethan Hawke gibt in „Getaway“ zwar Vollgas, der Sprit geht dem Actionfilm aber schon auf den ersten Metern aus. Wer sich einfach nur ein bisschen berieseln lassen und Stunts bzw. Verfolgungsfahrten sehen will, der kann ein Ticket lösen. Ansonsten hilft vielleicht der bewährte Cheat „leave me alone“.

Wertung

2/10

„Getaway“ läuft seit dem 21. November in den Kinos. Mehr Infos zum Film findet ihr auf der offiziellen Facebook-Seite.

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