Kritik | Spurlos – Die Entführung der Alice Creed – mit Eddie Marsan, Martin Compston, Gemma Arterton

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Alice Creed steht Todesangst aus, als sie plötzlich in einen Lieferwagen gezerrt wird. Man verschleppt sie in irgendeine Wohnung, wo sie zwei maskierte Männer an ein Bett fesseln. Sie schneiden ihr die Kleider herunter und machen Fotos von der nackten, verängstigten jungen Frau.
Die Bilder werden mit einer Lösegeldforderung im E-Mail-Postfach ihres Daddys landen. Doch Alice wäre nicht die Tochter eines der reichsten Industriebosse des Landes, wenn sie nicht innerlich auf ein solches Kidnapping vorbereitet wäre …

Was zuerst wie ein geradliniger Kidnapping-Thriller aussieht, wird dank des raffinierten Drehbuchs schnell zu einem wendungsreichen Gefecht zwischen Opfer und Entführern, bei dem bis zur letzten dramatischen Sekunde offen bleibt, wer mit dem Leben und der Beute davon kommen wird.

Imaedia.de meint
Trotz nur drei Schauspielern und wenigen Schauplätzen, wovon einer sicherlich knapp 2/3 des ganzen Films einnimmt, ein hervorragender und fesselnder Film.

Zunächst beginnt alles mit der Entführung der Alice Creed. Die Entführer bringen sie in eine vorher präparierte Wohnung. Dann beginnt ihr Plan, wie sie an das Geld von Alice Vater kommen. Nach und nach decken sich jedoch die Verflechtungen zwischen den drei Personen auf. Keiner vertraut dem anderen mehr, jeder ist auf seinen Vorteil bedacht. Der Plan gerät ins schwanken. Wer das Lösegeld am Ende wirklich bekommt bleibt bis zum Ende offen. Den ganzen Film über weis man nie wirklich, wie er enden wird. Man ist sich des Öfteren mal sicher und denkt in seinen üblichen Klischees, doch dann kommt immer eine plötzliche unvorhergesehen Wende.

Dem Zuschauer offenbart sich ein Spannungsbogen, der bis zum Ende des Films anhält und nie wirklich abflacht.

Trotz dessen der Film in die Kategorie Thriller einzuordnen ist, weist er doch zahlreiche komödiantische Elemente auf. Vor allem Victor, der eigentlich der abgeklärtere von den Beiden ist, neigt indirekt zu Humor. Gleich am Anfang die Szene wo er Danny das Essen in den Mund stopft oder die Toilette eintritt und sagt „Hier riecht aber nichts“, einfach nur fantastisch.

Einziger Kritikpunkt ist höchstens das etwas einfallslose Ende.

Fazit
Spurlos – Die Einführung der Alice Creed zeigt eindrucksvoll, dass man auch mit wenig sehr viel erreichen kann. Der Film ist absolut genial und garantiert einen spannenden Filmabend. Einer der besten Thriller den ich in den letzten Wochen gesehen habe.

Spurlos – Die Einführung der Alice Creed gibt es seit dem 12. April 2011 auf DVD und Blu-ray zu erwerben.

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