Kritik | Now Is Good – mit Dakota Fanning, Jeremy Irvine

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Die 16-jährige Tessa (Dakota Fanning) ist ein lebensbejahender Teenager. Als die Ärzte Leukämie feststellen und ihr nur noch wenig Hoffnung geben, entschließt sie sich, jeden Moment ihres Lebens voll auszuschöpfen. Dafür hat sie eine Liste mit zehn Dingen zusammengestellt: Sex haben, Drogen nehmen, für einen Tag berühmt sein, etwas Verbotenes tun… Als sie auf den attraktiven Adam (Jeremy Irvine) trifft, spürt sie sofort, dass sie beide etwas Besonderes verbindet. Obwohl sich zu verlieben nicht auf Ihrer Liste stand, stellt es sich als die aufregendste Erfahrung ihres Lebens heraus. Schließlich findet Tessa, wonach sich die meisten Menschen ihr ganzes Leben lang sehnen.

Linda meint

„Now Is Good“ basiert auf der Buchvorlage „Bevor ich sterbe“ von Jenny Downham. Diese hat es mit ihrem Roman geschafft, ein trauriges Thema durch wunderbare Sprachbilder und eine außergewöhnliche Geschichte positiv zu beleben. Und die Messlatte damit sehr hoch gelegt.

Das hat es für Regisseur und Drehbuchautor Ol Parker („Best Exotic Marigold Hotel“) nicht gerade leicht gemacht. Und wie so oft muss man feststellen, dass die Verfilmung bei Weitem nicht die Intensität des Buches erreicht. Zwischendrin blitzen zwar hin und wieder die kleinen, feinen Momente durch, die das Buch so besonders machen; passt die Musik zum Bild, aber irgendwie bleibt die Feinfühligkeit auf der Strecke.

An der Besetzung liegt das keinesfalls, denn mit Dakota Fanning und Jeremy Irvine wurden zwei wirklich überzeugende Jungschauspieler verpflichtet, die gut miteinander harmonieren. Ihre und auch die Charaktere der übrigen Figuren wurden aber leider zu wenig ausgefeilt, weshalb man ihnen als Zuschauer nicht wirklich nahe kommt.

„Moments. This is one. This right here, right now, is definitely a moment.“

Dass weder Buch noch Film jemals wirklich kitschig werden, liegt daran, dass Tessa sich ihrem Schicksal nicht einfach ergibt. Sie will leben, sich ausleben. Und zwar auch ihre Launen. Klischees bleiben dabei natürlich nicht aus, weshalb die Geschichte am Ende doch eine kleine Herzschmerz-Nummer ist. Wer sich darauf einlässt, darf Taschentücher einpacken. Vor allem aber sollte er sich das Buch kaufen!

Fazit

Liebevoll gemachtes Drama für eine jüngere Generation, das durchaus seine Momente hat und vor allem mit einem schönen Soundtrack punktet, aber keinesfalls mit der Buchvorlage mithalten kann.

Wertung

7/10

„Now Is Good“ gibt es ab dem 19. April 2013 auf DVD und Blu-ray im Handel.

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