Hausüberwachung

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D-Link DCS-942L

Ein Thema, über das ich schon des Öfteren nachgedacht habe. In Zeiten steigender Kriminalität, schlägt man nur die Tageszeitung auf wird hier täglich von Einbrüchen berichtet, steigt natürlich auch das Unsicherheitsgefühl im eigenen Haus. Es geht sicherlich nicht immer um Hab und Gut, welches man sich in den Jahren gekauft hat, sondern um das eindringen in den persönlichsten Raum, dem eigenen Heim. Gerade bei uns Deutschen ist dies, im Gegensatz zu anderen Nationen, einer unsere wichtigsten Aufenthaltsorte. Und den möchte man nun mal in Sicherheit wissen.

Natürlich kann man einen Einbruch nie verhindern, jedoch schafft eine Videoüberwachung eine gewisse Sicherheit die Täter direkt zu erwischen bzw. eventuell noch rechtzeitig eingreifen zu können.

In den vergangenen Wochen habe ich mir hier ein kleines Setup mit Komponenten von D-Link aufgebaut. Im Einsatz waren drei verschiedenen Netzwerkkameras (DCS-5222L, DCS-942L und DCS-2332L) sowie ein Digitaler Netzwerkrekorder. Oberste Anforderung war eine einfache Installation der Komponenten sowie eine einfache Verwaltung und natürlich ein Zugriff aus der Ferne. All dies haben die Komponenten erfüllt und im Test sehr gut abgeschnitten.

Kamera Installation

Die Einrichtung geht sehr einfach. Den Komponenten beilegt ist jeweils eine CD (alternativ kann man sich dies auch von der D-Link Homepage herunterladen), auf der ein Einrichtungsprogramm für die Kameras hinterlegt ist. Dieses ist bebildert und führt einen Schritt für Schritt durch das Setup. Hierbei kann nichts schief gehen, denn es ist wirklich sehr detailliert erklärt. Die Netzwerkkameras besitzen jeweils auch WPS Unterstützung, sodass man sie im Nu in sein drahtloses Netzwerk integriert hat. Alternativ besitzen sie aber auch einen RJ45 Anschluss.

Den Fernzugriff auf die Kameras wird per mydlink hergestellt. Auch hier wird kein Vorwissen oder eine umständliche Routerkonfiguration mit Portfreigaben etc. benötigt. Man muss sich bei D-Link nur einen mydlink Account anlegen und die jeweiligen Kameras hinzufügen und schon kann man weltweit auf die Kameras aus der ferne zugreifen. Alternativ erhält man natürlich auch über den Browser im lokalen Netzwerk oder per VPN ein Bild. Ebenso stellt D-Link für iOS und Android Anwendungen bereit, mit denen man auf die Kameras zugreifen kann. Sehr einfach und intuitiv zu verstehen und zu bedienen.

dlink_browser_outdoor

Weboberfläche D-Link

iPad

iPhone

Die Kameras ermöglichen allerdings nicht nur das reine Videobild sondern auch eine Aufzeichnung dessen. Hierzu befindet sich in den Kameras jeweils ein Slot für eine micro SD Karte. Je nach Qualität der Aufzeichnung und Größe der Karte variiert natürlich die Aufnahmezeit. Bei 16 GB Größe kann man rund 5-7 Tage am Stück aufnehmen. In der Regel ist dies allerdings überflüssig, da alle Kameras einen Bewegungssensor integriert haben. Dieser erkennt Bewegung im Motiv und startet dann erst eine Aufzeichnung. Somit spart man sich natürlich viel Speicherplatz.

Bewegungserkennung

In Verbindung mit der Bewegungserkennung kann man noch verschiedene Ereignisse speichern. So kann über einen integrierten Mail Server bspw. direkt eine Nachricht abgesetzt werden, dass sich etwas im Haus bewegt bzw. getan hat. Weiterhin kann die Kamera so konfiguriert werden, dass eben genau in diesem Fall die Videoaufzeichnung gleichzeitig auch auf einen Webserver übertragen werden kann. Somit hat man also den Hinweis und kann sich auch entsprechend direkt das Video anschauen und bei einem Einbruch bspw. direkt reagieren und die Polizei verständigen. Ebenso ist, je nach verwendeter App, auch der direkte Zugriff auf die Speicherkarte über das Tablett oder Smartphone möglich.

Ein heißer Tipp hier noch an Apple User. Ich hatte zunächst das Problem, dass ich die Dateien von der Karte auf meinem iPad nicht wiedergeben konnte. Dies lag allerdings daran, dass ich im AVI Format aufgenommen hatte (Standarteinstellung), welches das iPad ohne zusätzlichen und damit nicht vorhanden Codec nicht unterstützte. Stellt man das Format für die Aufnahme auf MPEG um funktioniert alles.

SD-Karte Zugriff iPad

Oft ist es natürlich so, dass sich gerade nachts etwas tut. Aber auch hier versagen die Kameras nicht. Alle haben Infrarotlicht integriert, welches die Nacht zum Tag macht. Bis zu fünf Meter Entfernung bringt die Kamera Licht ins Dunkel und man kann auch so etwas erkennen.

Eine Erweiterung des Systems, auch in professioneller Hinsicht, bietet bspw. der Netzwerkrekorder DNR-322L von D-Link. Dieser eignet sich für eine dauerhafte Videoaufzeichnung sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich. Hat man im Gewerbe bspw. einen dauerhaften Kundendurchlauf würde auch eine Bewegungserkennung nicht viel bringen, da dies dann auch wie eine Daueraufzeichnung wäre. Und hier reicht eine Aufzeichnung auf SD nicht aus bzw. bietet auch nicht die höchste Datensicherheit. Der NVR bietet Platz für zwei Festplatten die im Raid 1 zusammengeschlossen werden können. Somit hat man also auch noch eine Ausfallsicherheit. Insgesamt kann der NVR neun Kameras verwalten und gleichzeitig aufnehmen.

NVR Konfiguration

NVR Weboberfläche

Und hier noch einmal die Kameras im Überblick:

D-Link DCS-942L (c) D-Link

D-Link DCS-942L
Mein persönlicher Preis-Leistungs-Sieger. Bietet den vollen Leistungsumfang und lässt sich, bis auf draußen, überall flexible einsetzten. Dem Lieferumfang liegt sogar eine 16 GB SD-Karte bei. Im Vergleich zu den anderen Kameras bietet die D-Link DCS-942L mit 480p allerdings die geringste Videoauflösung. Im Lieferumfang sind Schrauben und Standfuß zur Wand- bzw. Deckenbefestigung enthalten.

D-Link DCS-2332L (c) D-Link

D-Link DCS-2332L
Mein persönlicher Favorit, da es die modernste der drei Kameras ist und das beste und schärfste Bild mit einer 720p Auflösung liefert. Zudem funktioniert sie am besten mit dem Mac zusammen, da der Stream über Quick Time ausgeliefert wird. Ebenfalls lässt sich diese Kamera auch für den Außeneinsatz verwenden, denn sie besitzt ein wasserdichtes Gehäuse. Im Lieferumfang sind Schrauben und Standfuß zur Wand- bzw. Deckenbefestigung enthalten.

D-Link DCS-5222L (c) D-Link

D-Link DCS-5222L
Das Auge. Es eignet sich besonders gut für die Überwachung eines großen Raumes. Die Kamera ist jeweils 170° schwenkbar sowie 25° vor und 90° nach hinten neigbar. Sie bietet ebenfalls mit 720p eine gute Videoauflösung, aber etwas weniger Details wie die DCS-2332L. Mit im Lieferumfang enthalten ist ebenfalls Material zur Wand- bzw. Deckenmontage.

Fazit

Zusammenfasend kann ich nur ein positives Urteil über die Netzwerkkameras von D-Link abgeben. Sie bieten eine einfache Konfiguration und eine leichte Handhabung und machen ihr zu Hause ein Stück weit sicherer. Als Erweiterung hat sich der digitale Netzwerkrekorder DNR-322L ebenfalls bewährt.

Wer Fragen zu dem Thema hat oder Hilfe benötigt kann sich gerne an mich wenden.

Bilder: D-Link und eigene

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9 comments

  1. Marcel 2 Juni, 2014 at 12:07 Reply

    Ein guter und umfassender Bericht. Was die DCS-2332L Kamera angeht, eine Frage an den Autoren. Wo kann ich Videoformat von „avi“ auf „mpeg“ umstellen? Unter Setup-Video+Audio habe ich alle Möglickeiten gewählt ohne Erfolg, als Anhang einer Benachrichtigung bekomme ich immer eine avi Datei. Auf dem iPad unbrauchbar. Die Kamera habe ich aufgrund der Auflistung im Apple Store geholt mit der Hoffnung, volle Kompabilität mit Apple Produkten. Mit den Apps v. Dlink ist das leider nicht möglich solche Einstellungen durchzuführen. Man muss zu Win-PC greifen. Wenn man unterwegs ist, sehr unpraktisch. Nicht mal „Mydlink“ Webseite lässt sich auf IOS Geräten zeigen lassen (Java Plugin fehlt).

    Danke

    Marcel

  2. Camillo 3 Juni, 2014 at 22:39 Reply

    Hallo Marcel,
    danke für deinen Kommentar.

    Punkt 1: Bei den Aufnahmeeinstellung, dort wo du die Qualität festlegen kannst, da musst du mpeg auswählen. Habe leider keinen Screenshot parat, da ich die Kameras wieder abgeben musste.

    Punkt 2: Viele Einstellungen lassen sich tatsächlich nur über die KAmera direkt einstellen. Dazu benötigst du aber keinen Windows PC. EInfach die IP Adresse der KAmera in den Browser eingeben und schon kannst du alle Details konfigurieren.

    Punkt 3: Java geht nciht, dass ist richtig. Dafür ist ja aber die App da. Also mit der mydlink App kannst du von unterwegs problemlos auf die KAmeras zugreifen.

    • Marcel 23 Juni, 2014 at 19:00 Reply

      Hallo Camillo,

      sorry für die späte Rückmeldung, bin ich im Urlaub gewesen.

      1. Aufnahmeeinstellung habe ich auf „mpeg4“ umgestellt, jetzt muss ich auf eine Bewegung warten, die Kamera habe ich im Ausland installiert.

      2. Mit der Eingabe der IP Adresse klappt das nicht so richtig bei mir, etwas mache ich falsch, kommt immer Fehlermeldung Safari keine Verbindung zum Server aufbauen konnte. Liegt das am Password was ich beim Mydlink eingeben muss?

      3. Bei der App kann ich leider nur Bewegungserkennung de-und aktivieren.

      Danke.

      Marcel

      • Marcel 23 Juni, 2014 at 19:45 Reply

        Nachtrag, Bewegung hat stattgefunden, leider wieder avi Format, iPhone spielt nur Ton ab…

        Videoprofil 1
        Modus: MPEG4
        Bildgrösse:1280×720
        Ansichtsfensterbereich: 1280×720
        Max. Bildwiederholfrequenz: 25
        videoqualität-Festequalität: Exzellent

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