Kritik | Die Fee – mit Dominique Abel, Fiona Gordon, Philippe Martz, Bruno Romy, Vladimir Zongo, Destiné MBikula Mayemba

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Dom ist Nachtwächter in einem Hotel. Eines Abends spaziert die eigenwillige Fiona herein, behauptet, sie sei eine Fee und gewährt ihm drei Wünsche. Zwei davon löst er ein und sie gehen sofort in Erfüllung. Als Fiona nach einer gemeinsamen Nacht verschwindet, setzt der Verliebte alles daran, sie wiederzufinden, und sein Leben nimmt einen absurden und abenteuerlichen Verlauf.

Imaedia meint
Was würde man sich selbst wohl wünschen, wenn die Fee aus Kinderträumen plötzlich vor einem steht? Der Protagonist in “Die Fee” ist da eher bescheiden. Ein Motorroller und Benzin for free. So mancher hätte sich wohl eher die Weltherrschaft oder jede Menge Geld gewünscht.

Nachtportier Dom (Dominique Abel) ist aber einfach anders gestrickt. Ebenso wie Fiona (Fiona Gordon), die in Wirklichkeit natürlich gar keine Fee, sondern eigentlich in einer Psychiatrie zuhause ist. Um sich zu verständigen, brauchen die beiden dennoch nicht viele Worte. Zumindest Dom verliebt sich Hals über Kopf.

Das moderne Märchen mit belgischem, französischem und kanadischem Charme, das im Städtchen Le Havre spielt, lebt vor allem auch von den stillen Momenten. Von Blicken und Unausgesprochenem.  Ein Talent, welches das Regie- und zugleich Hauptdarsteller-Trio Abel, Gordon und Romy in der Vergangenheit schon öfters unter Beweis gestellt hat.

Fazit
Zwei gelernte Clowns (Abel und Gordon) und eine zauberhafte kleine Geschichte mit tragischen und lustigen Momenten, die zeigt, dass der Alltag ganz viel Magie bereit halten kann, wenn man nur die Augen offen hält. Slapstick und Pantomime gibt es bei “Die Fee” inklusive. Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber trotzdem sehr unterhaltsam.

Wertung
7/10

“Die Fee” läuft seit dem 06.09.2012 in ausgewählten Kinos.

Ein Gastbeitrag von Linda Bernert.

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