Canon PowerShot S120 im Test

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Canon PowerShot S120

Muss es immer eine große Kamera sein? Eigentlich hat Thomas es in seinem Beitrag schon ganz passend zusammengefasst und ich kann diesem eigentlich nur zustimmen. In den vergangenen Wochen habe ich die Canon S120 Kompaktkamera getestet und muss sagen, dass sich seit dem Besitz dieser Kamera mein Fotografieverhalten geändert hat.

Auffällig. Da sie so klein, leicht und kompakt ist, hatte ich sie immer dabei und habe sie eigentlich keinen Tag daheim gelassen. Bei der DSLR überlege ich es mir 10x, bevor ich sie einpacke. Nur wenn ich wirklich weiß, dass es den Tag drauf ankommt und ich für ein Kundenprojekt sehr hochwertige und druckfähige Bilder benötige, packe ich die DSLR ein. Aber sonst. Selbst einige Events habe ich in den vergangenen Wochen nur mit der S120 fotografiert.

Es ist einfach diese Quick & Easy Geschichte. Aus der Jackentasche raus, eingeschaltet, Foto gemacht. So sind in der letzten Zeit eine Vielzahl an Fotos entstanden, die so in der Form nie entstanden wären, da ich keine Kamera (bis auf mein Smartphone) dabei gehabt hätte. Doch ein Smartphone ist wirklich nur der letzte Strohhalm, denn die Qualität steht in keinem Vergleich zur S120.

Canon PowerShot S120

Und genau deswegen habe ich mich bei meinem Test auch für die S120 entschieden, denn sie bietet auf verdammt kleinem Raum wirklich gute Performance. Zu nennen wäre hier die gute Optik mit einer Anfangsblende von 1.8 und einer Brennweite von 24mm, ein 5x optischer Zoom und ein integrierter Bildstabilisator. Der 12.1 MP Sensor mit einer ISO Empfindlichkeit von bis zu 12.800. Der schnelle Autofokus oder das reaktionsschnelle Touchdispaly. Die Kamera vereint eine Vielzahl guter technischer Eigenschaften mit einer guten Bildqualität.

Besonders auch der schnelle Autofokus hat mich überzeugt, der es mühelos schafft Bewegungen nachzuverfolgen und diese mit knapp 10 Bildern in der Sekunde aufzunehmen. Aber auch beim Filmen ist dies sehr angenehm und ermöglicht eine saubere Aufnahme mit immer scharf fokussiertem Objekt. Filmt oder fotografiert man dabei mit Offenblende entsteht auch noch ein schöner Tiefenschärfe-Effekt, der für eine Kompaktkamera sonst sehr selten ist.

Mit eine Kompaktkamera habe ich aber auch festgestellt ist es oft leichter an sein Motiv zu kommen, denn im Vergleich zu einer DSLR Kamera wirkt sie weniger abschreckend und professionell. Die Menschen wirken offener und sehen in einem keine „Bedrohung“. So erhält man mit einer Kompaktkamera oft viel intimere Momente, da sich die Menschen von ihr nicht irritieren lassen. Zudem gibt sie beim Auslösen kein lautes Geräusch von sich.

The George Hotel Hamburg

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Ein weiterer Vorteil der S120 ist die Möglichkeit der vollständigen manuellen Kontrolle. Möchte man mal etwas probieren oder einen bestimmten Effekt erzielen kann man die volle Kontrolle übernehmen und die Daten sogar noch im RAW-Format abspeichern.

Ansonsten funktionieren die verschiedenen Modi wie bspw. für Gegenlichtaufnahme, Portrait, Nacht, Makro oder Sport auch sehr gut. Ein weiterer schöner Modus ist zudem der Tagebuch Modus. Hier wird vor jedem Bild ein vier Sekunden langer Clip aufgenommen. Zusammengeschnitten ergibt dies oft einen sehr lustigen Clip, gerade wenn man Menschen fotografiert gibt dies dem Bild noch einen weiteren persönlichen und emotionalen Mehrwert.

Was mir an der Kamera fehlt? Eigentlich wenig. Nur der Sucher. Und ein klappbares Display wäre schön. Denn das habe ich bei meiner Arbeit bspw. mit der 700D schätzen gelernt. So gesehen bereichert aber auch das Fehlen eines Klappdisplays die Fotografie um einige Yoga-Elemente, wenn man sich mal wieder streckt oder auf dem Boden liegt.

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Mein Fazit? Ganz klar positiv. Also positiv zum einen zum Thema Kompaktkamera. Denn die haben in der vergangen Zeit echt aufgeholt und bieten eine gute Bildqualität, auch bei schlechtem Licht. Positiv aber auch zur S120, mit der ich sehr gerne gearbeitet habe. Sie liefert eine gute Bildqualität, ist leicht in der Bedienung und hat sehr kompakte Abmessungen.

Wer etwas Geld sparen möchte greift zum Vorgänger S110.

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3 comments

  1. Tom 11 April, 2014 at 14:05 Reply

    Freut mich, dass du zum selben Schluss gekommen bist.
    Ich bin mittlerweile von der S110 auf die S120 umgestiegen. Einfach um auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben. Mein Nutzungsverhalten ist nach wie vor das gleiche! Tolle Kamera!

    • Camillo 11 April, 2014 at 19:19 Reply

      Ja. Der nächste Step wäre ja ne G, aber die ist denn auch schon wieder fast zu groß und zu „Pro“. Die S-Reihe ist wirklich so perfekt vonner Positionierung.

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