Canon EOS 7D Mark II im Feldtest

1245
0
Share:

4P6A3602_titel

In der Vergangenheit haben wir euch ja bereits die nun in der zweiten Generation erschienene Canon EOS 7D Mark II unter Studiobedienungen vorgestellt. Bereits hier waren wir von der Kamera sehr begeistert. Sie überzeugte mit einem besonders schnellen Autofokus, einer hohen Bildwiederholrate und einer guten Bildqualität.

In den vergangenen Wochen hatten wir die Canon EOS 7D Mark II noch einmal bei uns in der Redaktion und haben sie im Rahmen zweier Reisen nach Stockholm und Istanbul getestet. Im Fokus lagen hierbei die Bedienung bzw. das allgemeine Handling sowie Bildqualität und die Kreativprogramme (insbesondere HDR).

Insgesamt konnte die Kamera hier in allen Punkten überzeugen und stellte sich als perfekter Allrounder für viele Fotosituationen bzw. Motive dar.

canon_eos_7d_mark_ii_woikshop_berlin_cam-3

Wer schon einmal eine Canon DSLR besessen hat bzw. besitzt wird sich sehr schnell mit den Bedienelementen zu Recht finden. Alles ist logisch aufgebaut und lässt sich mit einer Hand bzw. dem Daumen bedienen. Besonders gut gelungen ist auch der neue Wahlhebel um den Stick, der zur schnellen Veränderung bzw. Auswahl des AF Bereiches dient.

Auch der neue intelligente Sucher konnte mich überzeugen, denn er bietet nicht nur die Ansicht des Motives, sondern integriert findet man eine LCD-Mattscheibe, auf die verschiedene Informationen eingeblendet werden. Besonders hilfreich sind neben den Aufnahmeinformationen oder dem Gitternetz die Lichtwaage (Über-/Unterbelichtung) und die 3D-Wasserwaage, mit der man immer einen geraden Horizont erwischt. Das spart vor allem Korrekturen im Nachgang die man ja möglichst vermeiden möchte.

EOS 7D Mark II BODY Back

Neu hinzugekommen ist auch eine Direkttaste für die Kreativmodi HDR, Mehrfachbelichtung und Bildstil. Besonders den HDR-Modus nutze ich gerne bei schwierigen Lichtsituationen, um einen möglichst hohen Dynamikumfang im Bild zu erhalten. Was man vorher über das Menü aufrufen musste kann man so nun direkt anwählen.

Ein weiteres neues Feature ist der integrierte GPS Chip, welcher das verorten der Bilder ermöglicht. Sehr nützlich, da man so später nachverfolgen kann, wo genau das Bild aufgenommen wurde. Allerdings hat dies bei ständiger Aktivierung auch einen Nachteil. Der Akku ist schneller leer als man denkt. Wichtig ist, dass wenn man die Kamera nicht benutzt, die GPS Funktion auszuschalten, da sonst permanent die Position gesucht wird. Dies hat im Umkehrschluss allerdings dann zur Folge, dass es im ersten Moment etwas dauert, bis die Position gefunden wurde. Als bessere Alternative hat sich hier das Smartphone herausgestellt.

Hervorragend hat sich die Canon EOS 7D Mark II allerdings im Wettertest in Stockholm geschlagen. Zwei Tage mit Dauerregen haben ihr nichts ausgemacht. Der neue verbesserte Wetterschutz hält, was versprochen wird.

4P6A3612_web

Die Bilder in dieser Galerie wurden für das WEB optimiert. Die Bilder in voller Auflösung (direkt von der Speicherkarte) herunterladen (ca. 100MB).

Die Bildqualität ist, wie auch schon in dem anderen Test gesagt, sehr gut. Gerade auch in hohen ISO Bereichen kann die Kamera noch sehr weit mitspielen und liefert bis ISO 3.200 noch sehr brauchbare Ergebnisse. Für das Web kann man in verkleinerter Version sicherlich auch noch eine Stufe höher gehen.
Die Farbwiedergabe ist ebenfalls gut sowie der Dynamikumfang der Bilder. Primär im Landschaftsbereich ist hier aber sicherlich die Canon EOS 6D oder die Canon EOS 5D Mark III weiter vorne.

Insgesamt macht die Kamera aber einen sehr guten Eindruck, da sie in meinen Augen der perfekte Allrounder für alle Lebenslagen ist. Klar, man muss an einigen Stellen Kompromisse schließen, wer sich aber nicht 100%ig festlegen will bzw. mehrere Interessenschwerpunkte hat, wird mit der Kamera sehr glücklich.

In erster Linie bedient sie natürlich die Sport- und Actionfotografen mit ihrem schnellen Autofokus und der hohen Bildrate. Aber Action bedeutet auch, dass die Kamera perfekt für Familienväter ist. Die Kinder beim Spielen einfangen oder auch den Hund. All dies geht mit der Kamera super. Bei reinen Landschaftsaufnahmen lässt sie sicherlich etwas in der Dynamik nach, dies kann man aber auch leicht durch den HDR Modus ausgleichen. Dafür bietet sie aber in dynamischen Landschaftsszenen, wo sich bspw. Tiere bewegen, wieder einen Vorteil.

4P6A3853_web

Die Bilder in dieser Galerie wurden für das WEB optimiert. Die Bilder in voller Auflösung (direkt von der Speicherkarte) herunterladen (ca. 100MB).

Verzichten muss man bei der Canon EOS 7D Mark II, aufgrund des kleineren APS-C Sensors, zum Teil auf kreative Aufnahmen durch Tiefenunschärfe. Sprich, wir haben bei der Kamera kein so schönes und intensives Bokeh wie bei einer Kamera mit Vollformat Sensor wie in der 6D oder 5D.

Was ich ebenfalls etwas schade fand war das Weglassen von W-LAN in diesem Modell. Ich benutze es bei anderen Modellen doch oft und gerne gerade auch in Verbindung mit meinem PIXMA Drucker, um direkt Bilder von der Kamera zu drucken. Denn gerade an der JPG Bildqualität hat Canon noch gut gearbeitet und diese kann man direkt aus der Kamera schon gut verwenden, wenn man sich eine aufwändige manuelle Nachbearbeitung sparen will.

Share:

Leave a reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.