Bowers & Wilkins Zeppelin Wireless im Test

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Bowers & Wilkins ist mit der dritten Auflage seines Luftschiffes zurück. Die Rede ist vom Bowers & Wilkins Zeppelin, der seit Jahren Maßstäbe in Punkto Design und Klang gesetzt hat. In der dritten Generation wurde aus dem Zeppelin Air nun der Zeppelin Wireless, denn Bowers & Wilkins hat seinen drahtlosen Lautsprecher nun auch für weitere Übertragungsprotokolle geöffnet. War der Zeppelin Air bislang Apple Kunden vorbehalten, kommen nun auch Android sowie PC Nutzer in den Genuss dieses klangstarken Lautsprechers.

Konnektivität

Neben dem bewährten Apple AirPlay empfängt der Zeppelin nun auch Signale über Bluetooth. Um einen ähnlich hohen Qualitätsstandart wie bei Apple AirPlay einzuhalten (verlustfreie Übertragung), wird bei der Bluetooth Übertragung auf den verlustfreien aptX Codec zurückgegriffen. Für Apple User (das iPhone unterstützt kein aptX) besteht noch die Möglichkeit den AAC Codec zu nutzen, welcher auch eine bessere Qualität als der standartmäßige SBC Codec mit sich bringt. Allerding müssen die Musikdateien auch im AAC Format vorliegen, was nur bei gekauften Songs in iTunes meist der Fall ist. Streamt ihr bspw. über Spotify wird auch nur SBC genutzt.

Spotify ist auch ein gutes Stichwort, denn der neue Bowers & Wilkins Zeppelin Wireless unterstützt nun auch Spotify Connect.

Neben der Variante Bluetooth kann bzw. sollte man den Lautsprecher entweder drahtlos oder drahtgebunden in das heimische Netzwerk integrieren, um eben dann als Apple User auch AirPlay nutzen zu können bzw. für alle Spotify Connect, denn dieses funktioniert nur über das Heimnetzwerk und nicht über Bluetooth.

Einrichtung/Installation/Anschlüsse

Die Einrichtung des Wireless Netzwerkes geht für iPhone User sehr einfach über eine eigene iOS App, die alles für einen übernimmt und die Einstellungen im Handumdrehen umsetzt. Ebenfalls ist für Mac und PC Nutzer eine Software zum Download verfügbar. Android User müssen mit einer Konfiguration über den Webbrowser vorlieb nehmen. Alles in allem ist die Einrichtung aber dennoch sehr einfach und in der Anleitung gut beschrieben.

Zu guter Letzt besitzt der Bowers & Wilkins Zeppelin Air noch einen 3.5mm Klinkeneingang, über den man kabelgebunden seine Musik zuspielen kann. Der rückwärtige USB Anschluss ist lediglich als Service Port konzipiert. Der einzige Verzicht, den man bei der 3. Generation des Bowers & Wilkins Zeppelin in Kauf nehmen muss, ist das Fehlen des Dock Anschlusses. In Version 1 gab es den 30-Pin-Anschluss und in Version 2 den Lightning Anschluss. Für mich ein guter Schritt, denn der Use Case der drahtlosen Übertragung dürfte deutlich häufiger eintreten.

Design

Rein äußerlich ist Bowers & Wilkins das Facelift der Designikone extrem gut gelungen. Mit viel Sorgfalt wurden minimale Änderungen an der Form vorgenommen. Deutlich erkennbar ist auf der Vorderseite das Fehlen des Docks und der neu gestaltete Standfuß, welcher leicht nach vorne geschwungen ausgeführt ist und die Rundung des Zeppelins aufnimmt. Auf der Vorderseite befindet sich ein Logo sowie eine Status-LED. An den Seiten des Logos befinden sich berührungsempfindliche Tasten für Buetooth (links) und Aux (rechts). Die Front ist mit hochwertigem Akustikstoff bespannt.

Ebenfalls zeigt sich die Rückseite nun geschlossen und die beiden Bassreflexöffnungen sind verschwunden. Zur schnellen Musiksteuerung befinden sich nun zusätzlich auf der Rückseite Tasten.

Insgesamt wirkt der Bowers & Zeppelin Wireless nun noch etwas eleganter und moderner und fügt sich noch besser in die Wohnumgebung ein, ohne zu technisch zu wirken.

Technik

Was allerdings auf den ersten Blick nicht sichtbar wird sind die vielen technischen Veränderungen, denn das Innenleben wurde nahezu komplett überarbeitet und aufgewertet.

Die Fakten auf einen Blick:

Chassis

  • 2 x 25-mm-Hochtöner (mit doppellagiger Kalotte)
  • 2 x 90-mm-FST-Mitteltöner
  • 1 x 150-mm-Tieftöner

Frequenzgang

  • 44 Hz bis 28 kHz

Ausgangsleistung (Verstärker)

  • 2 x 25 W (Hochtöner)
  • 2 x 25 W (Mitteltöner)
  • 1 x 50 W (Bass)

Während sich an der Verstärkerleistung im Prinzip wenig geändert hat, wurde im gleichen Zug aber die digitale Signalverarbeitung verbessert. Das Audiosignal wird nun mit einer doppelt so hohen Rate, nämlich mit 192 kHz, abgetastet. Damit wird ein noch detailgetreuerer Klang garantiert.

Die verbauten Chassis wurden allerdings komplett neu entwickelt. Die neuen Hochtöner sind in Anlehnung an die Bowers & Wilkins CM Serie konzipiert und verfügen über eine doppellagige Aluminium-Kalotte. Hierdurch wurde sowohl eine Gewichtsreduzierung als auch eine erhöhte Steifigkeit erzielt, was zu einer präziseren Hochtonwiedergabe führte.

Die neuen Mitteltöner sind in Anlehnung an die Bowers & Wilkins 800er Diamond Serie konzipiert und greifen auf die FST-Technologie zurück. Dies sorgt für eine authentische und lebendige Wiedergabe.

Der neue Tieftöner ist in der Größe gewachsen und besitzt eine besonders lange Schwingspule, die auch bei hohen Pegeln für eine verzerrungsfreie Basswiedergabe garantiert.

Ebenfalls unsichtbar ist die um 50% verstärkte Front sowie der Einsatz von Verstärkungsstreben. Dies sorgt insgesamt für mehr Steifigkeit des Gehäuses und damit einer deutlichen Reduzierung der Gehäusevibrationen, was ebenfalls zur Klangverbesserung beiträgt.

Klang

Das diese Verbesserungen nicht nur in der Theorie gut klingen, sondern auch in der Realität haben wir die vergangenen Wochen getestet. Der neue Bowers & Wilkins Zeppelin Wireless klingt deutlich besser und übertrifft seinen Vorgänger. Der Zeppelin Wireless fühlt sich in allen Genres wohl und kitzelt mit größter Finesse das maximale aus den Stücken heraus. Stimmen klingen präsent und klar und jedes Detail wird hör- und erlebbar. Und dieser Bass ist einfach vollmundig und exakt, ohne dabei in den Vordergrund zu rücken. Auch wenn man den Volume Regler ganz nach rechts bewegt, bleibt die Komposition des Bowers & Wilkins Zeppelin Wireless harmonisch und ausgeglichen. Kein Detail geht verloren.

Dreht man den Zeppelin ordentlich auf, erlebt man auch das verbesserte Gehäuse. Keine Vibration ist wahrnehmbar bzw. überträgt sich auf das Möbelstück. Noch kein All-in-One Lautsprecher konnte mich derart begeistern.

Eine letzte Anmerkung bzw. Vergleich zu seinem Vorgänger. Denen lag eine Fernbedienung bei. Aber im Prinzip kann man ja auch alle Dinge vom Smartphone oder Computer steuern.

Fazit

Wer auf der Suche nach einem All-in-One Lautsprecher ist, der zeitlos und elegant aussieht und dazu noch überragend klingt, sollte ohne zu zögern zugreifen. Der Bowers & Wilkins Zeppelin Wireless ist für mich aktuell der beste Lautsprecher seiner Art. Mit Bluetooth, AirPlay und Spotify Connect ist er zudem auf der Höhe der Zeit was die Konnektivität angeht und durch die Möglichkeit von Software Updates auch für die Zukunft gerüstet.

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