Test / Erfahrungsbericht – Philips Screeneo HDP1690TV

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Filme, Sport, Gaming und mehr – alles im XXL-Format – Und all das ohne aufwändig und kompliziert einen Projektor an der Zimmerdecke samt Leinwand zu montieren?
Genau das und noch viel mehr verspricht Philips mit seinem aktuellen Ultrakurzdistanzprojektor Screeneo HDP1690(TV). Denn eine „neue Generation“ von Projektoren macht genau das technisch möglich.

Allgemeines:
Die Technik an sich ist nicht wirklich neu, bei dem aus einer Distanz von 11-44cm – in der normalerweise ein TV-Gerät von der Wand entfernt steht – ein Bild jenseits der 55“-Marke projiziert werden kann.
Und nun kommt der Screeneo HDP1690TV aus dem Hause Philips mit einem derzeitigem Marktpreis von rund 1100 € (UVP 1599 Euro) um die Ecke mit Features die das Gerät für uns mehr als interessant machten.
Unter anderem setzt der Hersteller bei der Lichtquelle nicht auf die teuren und kurzlebigen, für Beamer üblichen Halogen oder UHP (Gasentladungsröhren)-Lampen, sondern auf die zukunftsweisende LED-Technologie. Somit hält die Lichtquelle rund 30.000 Stunden (lt. Hersteller), was einer Lebensdauer von über 13 Jahren bei einem täglichen Einsatz von 6 Stunden entspricht. Das ist nach dem heutigen Stand der Technik definitiv mehr als ein normaler Lebenszyklus eines solchen Geräts.

Philips_Screeneo_HDP1690_imaedia_de-003

Connectivity:
Auch neugierig gemacht hat uns der Einsatz von Android 4.2.2 als Betriebssystem und der umfangreichen Connectivity des Geräts. Es gibt kaum eine Schnittstelle, welche der HDP1690 nicht bedient. Von DVB-T (Dem HDP1690TV vorbehalten) über Analog-Composite, VGA und 3 HDMI-Eingängen ist alles dabei. Und auch Kabellos ist einiges los. Integriertes 2,4/5Ghz-WiFi (b/g/n), Bluetooth und ein LAN-Port (RJ45) versprechen, im Zusammenhang mit den Features wie: BT-Musikstreaming, DNLA und Miracast so einiges.

Technik-Bild:
Als Projektionstechnik kommt nebst der LED-Lichtquelle die DLP-Technologie gepaart mit einer 600 Hz Bewegtbild-Interpolationstechnik zum Zuge. 3D-fähig und einem vom Hersteller angegebenem Kontrastverhältnis von 100.000:1 bleibt es jedoch bei einer leicht enttäuschenden Auflösung von 1280 x 800 Pixel (leicht über der HD 720-Spezifikation).

Technik-Ton:
Soundtechnisch hat sich Philips hier mit satten 26 Watt RMS Ausgangsleistung (2.1-System – also mit integriertem „Subwoofer“) ebenfalls gut ins Zeug gelegt.
Fakten (LINK)
Wenn Ihr nun genau so interessiert seid, wie wir es waren, schaut euch die folgenden beiden Videos an. Wir haben das Gerät in zwei separaten Videos einmal ausgepackt und getestet.

Unboxing-Video:

Test / Erfahrungsbericht im Video:

Fazit:
Der Philips Screeneo HDP1690(TV), eine „eierlegende Wollmilchsau“?
Nach unserer Meinung leider nicht, der Screeneo kann zwar echt viel, aber gefühlt nichts so richtig gut. Einzig die Verarbeitung, Haptik und die Fernbedienung ist erstklassig und können überzeugen. Die geringe Lichtstärke und das daraus unter anderem resultierende kontrastschwache Bild sind nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Tageslichttauglich ist das Gerät aus unserer Sicht nicht, und taugt somit auch nicht als vollwertiger Ersatz für den heimischen Flat-TV. Die Farben wirken selbst bei wenig Restlicht schon ausgebleicht, und somit ist an ein richtiges Kino-Erlebnis ohne komplett abgedunkelten Raum aus unserer Sicht kaum zu denken. Von der 720p-Auflösung ganz zu schweigen, haben wir es nicht geschafft bei 100“ (ca. 2,5m Bilddiagonale) das Bild komplett scharf zu stellen – entweder waren die Bildecken oder die Bildmitte unscharf. Soundtechnisch hat Philips hier mit dem HDP1690 viel richtig gemacht, denn platziert man das Gerät nah an die Wand ist der Ton druckvoll und hat eine gute räumliche Darstellung. Die Multimedia-Features an sich sind gut und übersichtlich ausgeführt – vllt abgesehen davon, dass das Gerät z.B. via USB keine *.mkv-Files abspielt. Wirklich gut gelungen ist Philips die Fernbedienung, welche mit einer Nintendo-WII-ähnlichen Steuerung im integrierten Browser glänzt.Philips_Screeneo_HDP1690_imaedia_de-002
Alles in allem also ein eher durchwachsenes Resultat. Vielleicht sollte man hier schauen, wie sich der Preis noch entwickelt. Wenn das Gerät irgendwo bei 600-700 € angekommen ist, sprechen wir hier über ein nettes, portables Spielzeug. Aber eine ernsthafte Konkurrenz zu reinrassigen Beamern oder TV-Geräten in der Preisklasse ist das Gerät unserer Meinung nach nicht.

Bilder (c) Philips GmbH Market DACH

Vielen Dank an Philips GmbH Market DACH für die Bereitstellung eines Test-Samples

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3 comments

  1. Olof 18 Februar, 2017 at 17:11 Reply

    Ich hatte vorher auch schon mehrere EPSON Beamer, bin allerdings der Meinung das die LCD Technik nicht mehr mit den aktuellen Geräten der Firma JVC mithalten kann. Aus diesem Grund habe ich mich für den X-30 von JVC entschieden und das Lager gewechselt. Den X-30 haben auf grund des Guten Preis-Leistungsverhältnisses auch so einige andere Mitglieder hier im Forum.

    Für den Vereinspreis ist der Beamer unschlagbar. Gerade das abspeicherbare Bildformat
    und der hohe Inbild Kontrast im 2D Modus, mit seinen hellen Farben und sattem Schwarz, machen besonders Spaß. Inzwischen ist der Beamer auf Grund des Nachfolgemodells JVC X-35 nochmal günstiger geworden.

  2. Anel 16 März, 2018 at 10:55 Reply

    Ich habe den Screeneo geschenkt bekommen und bin begeistert. Wir sehen primär Netflix und youtube Musikvideos (über chromcast) an. Gute Bildqualität bei Bildgröße 1,2 m Breite, darüber bei schneller Bildfolge (Action) leicht verpixelt. Kann das Gerät empfehlen, hat unsere Wohnzimmerlösung sehr verbessert.

  3. Simo 12 November, 2018 at 18:50 Reply

    Mit dem Phillips Projektor ein Super System mit dem man 2D Filme in 3D sich anschauen kann… Das projizierte Bild wirkt im 3-D-Mosdus deutlich schärfer. Das Kinerlebnis ist mit den Brillen perfekt. Wir haben das Bild von dem Beamer mit 3-D im Kino verglichen. Unser Eindruck: schärfer als im Kino! Die Verarbeitung der Brillen sitz solide.

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