Misfit Shine Schrittzähler / Fitnessarmband im Test

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In den letzten Wochen habe ich erneut ein Fitnessarmband getestet. Das Misfit Shine. Im Gegensatz zu anderen Fitnessarmbändern, die im Grunde genommen alle nur die Bewegung aufzeichnen, konnte das Shine allerdings positiv hervorstechen. Es besitzt einige Merkmale, welche die anderen so in der Form nicht haben.

Auffälligstes äußeres Merkmal ist zunächst das Design. Ein runder flacher Chip, groß wie eine 2 Euro Münze. Gefräst aus hochfestem Aluminium, welches auch im Flugzeugbau verwendet wird. Der erste optische Eindruck ist positiv sowie die Verarbeitung des Gehäuses. Schaut man genauer hin entdeckt man zudem 12 „Löcher“, die mit einem Laser in die Oberfläche geschnitten wurden. Dahinter befinden sich 12 LEDs, die zum einen den Tagesfortschritt anzeigen zum anderen aber auch die Uhrzeit darstellen.

Die Löcher sind dabei aber so klein, dass durch sie kein Wasser eindringen kann, womit wir zu einer weiteren positiven Eigenschaft des Misfit Shine kommen. Man kann es im Gegensatz zu vielen anderen Fitnessarmbändern auch zum Schwimmen benutzen.

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Bevor ihr den Shine allerdings das erste Mal benutzen könnt, müsst ihr ihn zunächst über die kostenlose App (für Android und iOS erhältlich) einrichten. Dies geht allerdings sehr einfach und ist in wenigen Schritten erledigt. Neben Gewicht und Geschlecht gebt ihr lediglich euer Trainingsziel ein. Hierbei unterstützt euch die App aber indem sie verschiedene Aktivitätsgrade anbietet. Wer sein Ziel auch tatsächlich erreichen will sollte nicht zu hoch greifen. Ich habe mich für die bescheidene Variante „Etwas Aktiv“ entschieden, welche in der App 600 imaginären Punkten gleichgesetzt wird. Wie ihr die Punkte erreicht wird auch direkt mit auf den Weg gegeben. Entweder eine Stunde gehen, 20 Minuten joggen oder 30 Minuten schwimmen. Sind die Einstellungen gemacht werden diese noch schnell auf den Shine drahtlos übertragen sowie in meinem Fall zusätzlich noch ein Firmwareupdate durchgeführt.

Danach könnt ihr das Fitnessarmband auch schon tragen. In der Grundausstattung sind hierzu sowohl ein sportliches Gummiarmband als auch ein Magnetclip enthalten. Der Magnetclip stellt hierbei erneut ein Alleinstellungsmerkmal dar, denn mit diesem lässt sich der Trainingscomputer nahezu überall befestigen. Bspw. beim Joggen oder Radfahren am Schuh oder beim Basketball an der Hose. Somit kann man das Gerät individuell befestigen und es der Sportart oder den eigenen Vorlieben anpassen. Ich trage es auch gerne am Handgelenk, da es einfach ein schickes Accessoire ist. Weiterhin gibt es für Frauen bspw. noch eine Kette oder aber auch ein edles Lederarmband.

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Habt ihr die ersten Daten gesammelt lässt sich das Shine mühelos per Bluetooth mit dem Smartphone synchronisieren. Das Gerät muss weder abgenommen noch irgendwo angesteckt werden. Sehr praktisch. Auch das Laden entfällt, denn der Shine besitzt eine herkömmliche Batterie mit 4-6 Monaten Laufzeit. Find ich etwas angenehmer, als den Akku ständig laden zu müssen Da tausche ich lieber 1x die Batterie.

In der App selbst werden einem dann die Punkte des Tages sowie die zurückgelegten Schritte, verbrannten Kalorien und zurückgelegten Kilometer angezeigt. Ich gehe regemäßig joggen und muss sagen, dass die Genauigkeit des Schrittzählers recht gut ist und im Mittel um nur etwa 300m auf 8km abweicht. Natürlich immer noch eine Abweichung, aber wer tatsächlich seine exakt zurückgelegte Strecke wissen möchte, der sollte eben zu einer GPS Sportuhr greifen. Ansonsten finde ich die Annährung sehr gut und sie gibt einem zumindest auch einen guten Vergleich der Tagesleistungen. Und hier kommt es mir eben auf vergleichbare Werte an und nicht auf den Meter genau. Denn letzten Endes ist so ein Armband auch ein Motivator etwas zu tun. Und wenn ich am Ende des Tages sehe, dass ich heute etwas zu faul war, gehe ich halt noch eine runde spazieren.

Aktuell in der Beta Phase befindet sich noch die Aktivitätserkennung, welche aber zumindest fürs Joggen und Schlafen bisher schon recht gut funktioniert. In den Misfit-Labor Einstellungen der App kann man aber zudem eine Sportart festlegen und der Uhr durch dreimaligen Tippen signalisieren, dass man diese Tätigkeit nun ausübt. Somit hat man ein sauberes Profil und hilft zur besseren Bewegungsmustererkennung.

Weiterhin zeichnet das Fitnessgerät den Schlaf auf und unterteilt diesen in Tiefschlaf und Wachphasen. Wie bei andere Armbändern auch kann man auf Basis dessen den Wecker konfigurieren und sich in einem Wachphase wecken lasen, sodass man nicht zu derbe aus dem Schlaf gerissen wird.

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Weiterhin bietet die App noch die Möglichkeit sich mit Freunden zu messen. Wer sich gerne untereinander challenegd, ich tue das, wird noch mehr motiviert sein möglichst viele Punkte zu sammeln und besser zu sein als die anderen. Wenn alle mitziehen hat dies einen positiven Gesamteffekt.

Ebenso lässt sich das eigene Essverhalten dokumentieren und man kann dem jeweiligen Tag Bilder seiner Mahlzeiten hinzufügen.

Negativ ist mir eigentlich kaum etwas aufgefallen. Anmerken möchte ich allerdings einmal die Farbbeschichtung. Diese hat bei mir während der Testphase schon sehr gelitten und relativ viele Kratzer abbekommen. Das könnte man noch verbessern. Weiterhin hat das Antippen der Oberfläche zum Anzeigen des Status, der Uhr oder zum Starten der Aktivität nicht immer reibungslos funktioniert. Hierzu stand aber bei der Konfiguration auch schon ein kleiner Hinweis. Der Shine mag keine harten Untergründe. Heißt, dass, wenn der Untergrund bspw. das Handgelenk hart ist, das Antippen nicht gut funktioniert. Lässt man etwas Luft oder macht es auf der Haut geht es besser. Hat man den Dreh raus, funktioniert es dann aber ganz gut.

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Insgesamt mach der Fitnesscomputer, Aktivitätsmesser bzw. Schrittzähler, wie auch immer man es nennen möchte, einen guten Eindruck. Er hilft den Tag in Bewegung messbar zu machen und motiviert sein Tagesziel zu erreichen und in Bewegung zu bleiben. Und das ist es doch, was ein solches Produkt ausmacht?

Zudem sieht es sehr schick aus und wirkt nicht zu sportlich, sodass man es auch im Büro als elegantes Accessoire tragen kann. Und nun geh ich noch eine Runde laufen…

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2 comments

  1. Tobi 11 Mai, 2015 at 19:26 Reply

    Hi :)

    Der Chip auf dem Turnschuh sieht wirklich trendig aus. Da der Artikel hier jetzt schon knapp ein Jahr alt ist, würde mich interessieren, ob Du das Band / den Clip noch trägst?

    Bei diversen anderen Berichten wird immer wieder kritisiert, dass der Chip regelmäßig aus dem Armband rutscht, ist das bei Dir genau so?

    Bist Du vielleicht ganz wieder weg vom Fitnessarmband gekommen oder hast Du Dir sogar schon ein anderes zugelegt?

    Gruss
    Tobi

  2. Camillo 29 Mai, 2015 at 23:11 Reply

    Hallo Tobi,
    ich hatte den Chip nur für den Test ausprobiert. Konnte bei einem Monat intensiver Nutzung aber kein Problem feststellen. Für meine Fitnessaktivitäten nutze ich insgesamt „zuverlässigere“ bzw. „genauere“ Tools. Unter anderem eine Fitnessuhr mit Pulsgurt und mein iPhone.

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