Kritik | Die Geschichte Amerikas – Die Biografie einer Nation

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Von der Kolonie zur Supermacht – die zwölfteilige Doku-Serie präsentiert 400 Jahre amerikanische Geschichte als packend inszeniertes Abenteuer, kommentiert von Schauspielern, Unternehmern, Politikern und Musikern. Einige hundert Siedler, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts einen harten Kampf ums Überleben führen mussten, stehen am Beginn der Geschichte der USA. Doch schnell wird aus dem Land voller Gefahren ein Land der Hoffnung. Millionen verlassen bis ins 20. Jahrhundert hinein ihre Heimat, um in der “Neuen Welt” eine neues Leben zu beginnen. Wie auch immer man dem amerikanischen Patriotismus gegenüber steht, die Geschichte des Landes ist faszinierend und einmalig. Der ganze Stolz auf diese Nation, die von Menschen aus aller Welt und aus allen sozialen Schichten getragen wurde und getragen wird, zeigt sich in den Stimmen der Prominenten, die für die Produktion gewonnen werden konnten – darunter Michael Douglas, Meryl Streep, Buzz Aldrin, Colin Powell, Donald Trump, John Legend und viele mehr. Im Mittelpunkt der zwölf beeindruckenden und aufwändig produzierten Episoden stehen die Menschen, Ideale und Ereignisse, die das Land und die Nation aufgebaut und geprägt haben.

Imaedia.de meint
Hier wurde ein Stück Geschichte wahrhaft gut aufbereitet. Von den frühen Anfängen bis heute werden einschlägige Ereignisse gezeigt, die die Entwicklung des Landes und der Menschen prägten. Dabei wird immer betont, dass es der ungeheure Wille der Amerikaner ist, der Erfindergeist und der stetige Vorwärtsdrang, der dieses Land zur Supermacht der Welt gemacht hat, auch wenn es aktuell finanziell etwas kriselt.

In den Anfängen werden natürlich Illustrationen, Animationen und nachgedrehte Szenen gezeigt, da es kaum Bildermaterial gibt. Vereinzelt werden alte Fotos eingestreut. Von der neuen Zeit ab 1940 gibt es denn schon bewegtes Bildmaterial und es wir nur noch selten mit Animationen gearbeitet. Die neueren Folgen finde ich ehrlich gesagt auch etwas besser, da ich die realen Bilder spannender und Interessanter finde. Auf ihnen kommen die Ereignisse wesentlich authentischer rüber und man sich besser in die Szene hinein versetzten und die Geschichte hautnah miterleben. Dennoch soll das keineswegs heißen, dass der Inhalt schlecht ist.

Negativ ist mir nur aufgefallen, dass wenn man sich mal 2-3 Tage durch die neun Stunden Material gekämpft hat, dass es viele Wiederholungen gibt. Zu jedem Kapitel gibt es wieder Rückblenden und es werden alte Ausschnitte gezeigt. Hier hätte man eventuell etwas mehr straffen können.

Positiv noch hervorzuheben ist die sehr gute Bildqualität sowie eine ansprechende Aufbereitung der Geschichtlichen Fakten. Der Erzähler bringt diese sehr gut rüber und hält den Zuschauer bei Laune. Auch die eigestreuten Kommentare von Prominenten und Wissenschaftlern tragen sehr zum Unterhaltungsfaktor der Dokumentation bei.

Fazit
Auch für nicht Geschichtsfans eine absolut sehenswerte Dokumentation über die Entwicklung einer Supermacht, von dem kleinen Einsiedlerland zum Hightech Standort der Welt. Man sollte allerdings etwas Zeit mitbringen, denn die gesamte Dokumentation dauert neun Stunden.

Und wer noch nicht genug von Amerika bekommen konnte und insbesonderem New York, dem können wir noch wärmstens den Bildband New York, Portrait of a City aus dem Taschen Verlag ans Herz legen.

Wertung
9/10

Die Geschichte Amerikas – Die Biografie einer Nation ab dem 24. Juni 2011 auf DVD und Blu-ray!

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1 comment

  1. Peios 28 Oktober, 2015 at 12:57 Reply

    Ich kaufte die DVDs für Schulzwecke und war zuerst begeistert von der Qualität, von den Bildern und dem schnellen Bildschnitt, der Musik und der Erzählweise. Ich dachte, das wäre der ideale Film, 16 Jährigen die Geschichte Amerikas nahe zu bringen.

    Meine Meinung hat sich jedoch gegen Ende des Films negativ verändert. Dass Amerika eine massiven Wirtschaftsaufschwung durch den 1. Weltkrieg erlebte, wird in einem Satz erwähnt. Während man die Aufmerksamkeit zehn Minuten lang auf den Hoover Damm lenkt, werden wenige Bilder von den Folgen der Depression gezeigt. Der Ku Klux Klan wird ausgelassen, die Atombomben über Hiroschima und Nagasaki in einem Nebensatz angedeutet, auf die Kubakriese wird nicht näher eingegangen, der Vietnamkrieg wird übergangen. Ich bin gespannt, was die letzte Folge Millenium noch bringen wird ausser dem Internet und dem TV Zeitalter.

    Der Fokus richtet sich auf grosse Bauprojekte und die technologische Innovation der Amerikaner.

    Es ist, meiner Meinung nach, ein Propaganda Film.

    Ein politisch interessanteres und vollständigeres Werk hat Oliver Stone gedreht. Wer sich ganzheitlich über die USA informieren will, muss beide Filmserien sehen oder er muss sich zufrieden geben mit einem Werbefilm mit grossen geschichtlichen Lücken.

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