Test | SanDisk Extreme Pro SDHC UHS-I-Speicherkarte

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Im Profibereich waren SD-Karten wegen ihrer im Vergleich zu CF-Karten wesentlich langsameren Geschwindigkeiten oft verpönt. Als die ersten SD-Karten auf den Markt kamen hatten diese gerade einmal eine Übertragungsgeschwindigkeit von 2 MB/sec, während CF-Karten zu diesem Zeitpunkt bereits eine Übertragungsgeschwindigkeit von 16 MB/sec besaßen. Lange setzte sich dieser Trend fort und im Profibereich blieb weiterhin die CF-Karte das Maß aller Dinge, während die SD-Karte jedoch aufgrund des wesentlich geringeren Preises ihren Siegeszug im Consumer Markt antrat.

Doch die aktuelle Entwicklung ist nun soweit voran geschritten, dass auch SD-Karten immer mehr an Performance gewonnen haben. So stelle SanDisk erst kürzlich die neuste Generation der UHS-I klassifizierten Karten vor, die aktuell schon eine Geschwindigkeit von bis zu 95 MB/sec aufweisen und das zum halben Preis im Gegensatz zu einer CF-Karte mit ähnlichen Leistungseigenschaften.

Wir haben eine Karte der neuen Genration für euch getestet um herauszufinden, inwieweit sich die neue Geschwindigkeit auch wirklich in der Praxis bemerkbar macht. Zum Test stand uns die SanDisk Extreme Pro SDHC UHS-I-Speicherkarte mit 16GB und einer Schreibgeschwindigkeit von bis zu 45 MB/sec zur Verfügung.

Herstellerangaben:
Wenn Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit oberste Priorität haben und Sie Aufnahmen wie ein Profi machen möchten, verwenden Sie SanDisk Extreme® Pro™ SDHC™ UHS-I-Speicherkarten. SanDisks neue Power Core™ Controller-Technologie ermöglicht schnellere Shot-to-Shot-Leistung (bis zu 45 MB/s*), und das fortschrittliche Fehlerkorrekturcode-Modul verbessert die allgemeine Datenintegrität und die Zuverlässigkeit der Karte bei Lese- und Schreibprozessen. Machen Sie Aufnahmen mit Reihenbelichtung im RAW- und JPEG-Format, und nehmen Sie Hochgeschwindigkeitsvideos in Full HD auf† (UHS-Geschwindigkeitsklasse 1**) wie nie zuvor. Wenn jede Aufnahme zählt, verwenden Sie SanDisk Extreme® Pro™ SDHC™ UHS-I-Speicherkarten für Ihren DSLR oder HD-Camcorder.

Weitere Informationen gibt es hier!

Praxistest
Bevor man sich solch eine Karte zulegt sollte man sich zunächst mit den technischen Daten seiner Kamera vertraut machen. Denn längt nicht jede Kamera unterstützt auch das neue Format bzw. die Schreibgeschwindigkeit. Ist die Kamera nicht UHS-I kompatibel, so erreicht sie auch nicht die versprochene Geschwindigkeit von bis zu 45 MB/sec, sondern nur Geschwindigkeiten von um die 25 MB/sec. Sollte man also ein älteres Kameramodell besitzen wie bspw. die Nikon D90 kann man hier ruhig auch zu einer älteren Variante greifen wie der SanDisk Extreme SDHC mit einer Geschwindigkeit von 30 MB/sec, welche vollkommen ausreichend ist und deren Geschwindigkeit dann auch voll ausgeschöpft werden kann.

Auch für das Auslesen der Karte, will man die volle Geschwindigkeit nutzen, benötigt man einen neuen/schnelleren Card Reader mit UHS-I Unterstützung und USB 3.0. Mit alten Card Readern kann man ebenfalls nur die bereits oben genannte geringere Geschwindigkeit von rund 25 MB/sec erreichen. Wer also auch im Transfer auf den Computer die neue Geschwindigkeit erreichen will benötigt einen neuen Card Reader bspw. den SanDisk ImageMate All-in-One.

Für wen ist diese Speicherkarte also geeignet und wer hat einen Vorteil von ihr?

Geeignet ist die Karte vor allem für ambitionierte (Hobby)Fotografen, die zum Einen das nötige Equipment haben und zum Anderen aber auch bestimmte Motive fotografieren wollen. Zunächst wird also auch eine Kamera benötigt, die das UHS-I Format unterstützt, wie bspw. unsere Nikon D7000. Hier konnten im Praxisbetrieb deutliche Unterschiede festgestellt werden. Diese machen sich in der Fotografie besonders bei Serienaufnahmen mit sehr kurzer Belichtungszeit bemerkbar. Bei der Sportfotografie lassen sich so ungeahnte Bewegtaufnahmen machen die sich fast nahtlos wie ein Film aneinanderfügen. Die Speicherkarte verarbeitet dies alles ohne Aussetzer. In dieser Disziplin ist die Karte überragend. Sogar in Kombination mit RAW lassen sich zuverlässig noch konstante drei Bilder pro Sekunde schießen, vorher rund zwei. Wer allerdings eher Landschaftsaufnahmen oder Portraits fotografiert, für den wird sich in der Fotografie der Leistungsunterscheid nicht großartig bemerkbar machen.

Egal ob Landschafts- oder Sportfotografie, in der Vorschauansicht der Kamera dürfte jeder profitieren. Mit der alten Karte hat es stets etwas länger gedauert bis sich das Bild bzw. eine Vorschau mit mehreren Bilder aufgebaut hat. Mit der Karte ist dies nun kein Problem mehr, denn die Bilder sind immer sofort verfügbar ohne jegliche Wartezeit. Im Übertragungstest am Computer konnte auch eine wesentlich höhere Übertragungsrate mit rund 38 MB/sec gemessen werden.

Zusätzlich zur Speicherkarte bekommt man noch eine einjährige Lizenz für RescuePro, einer Datenrettungssoftware. Diese konnte im Test auch sehr gut abscheiden und im Vergleich zu der bei Transcend beigelegten Software auch Audio, Video oder Daten wiederherstellen und ist nicht nur auf Bilder beschränkt. Jedoch werden bei der Rettung ebenfalls die Dateien nur in fortlaufender Nummer ausgegeben und nicht mehr mit dem Originalnamen. Aber wer wichtige Dateien verloren hat, dem wird dies wohl egal sein. Zudem sei noch gesagt, dass die Software sowohl für Mac als auch Windows verfügbar ist.

Fazit
Für den, der sowohl eine passende UHS-I kompatible Kamera und Card Reader hat, der erfährt durch die Karte einen deutlichen Leistungssprung. Wer noch eine ältere Kamera besitzt und auch nicht so schnell plant umzusteigen, der kann auch bedenkenlos zur Euro 20 günstigeren (16GB Modell) Variante SanDisk Extreme SDHC greifen und erzielt damit die gleichen Ergebnisse. Ansonsten ein großes Lob an die Karte. Sie arbeitet schnell und zuverlässig und auf einem sehr hohen Niveau.

Wertung

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