Vorstellung | Sonos Play:3 Stereoset und Sub im Test – Wireless HiFi und mobile Flexibilität

Als Apple Fan und damit natürlich Verfechter der AirPlay Technologie wurde ich die letzten Tage auf eine harte Probe gestellt. Der nette UPS Mann brachte mir zwei Sonos Play:3 Lautsprecher und den brandneuen Sonos Sub vorbei. Warum auf eine Probe? Sonos ist noch einer derjenigen Hersteller, die ihr eigenes System zum Streaming der Musik auf die Lautsprecher nutzen. Viele andere Hersteller haben sich bereits Apple’s AirPlay Technologie bedient. Und auch bspw. Libratone hatte zunächst sein eigenes System entwickelt, aber dieses schnell wieder vom Markt genommen und auch auf AirPlay umgesattelt.

Doch die Amerikaner sind mit ihrem System seit Jahren sehr erfolgreich und ich lasse mich ja auch gerne mal überzeugen. Bereits vor einem Jahr hatte ich den Sonos S5, einem Vorgänger vom Play:5, getestet und war durchaus angetan davon. Damals gab es allerdings noch nicht die Fülle an Musikanbietern, da die Lizenzierung in Deutschland wie immer etwas schwieriger ist. Ein Jahr später präsentiert sich Sonos aber mit einem extrem erweiterten Angebot, was an die Musikauswahl und Verfügbarkeit keine Wünsche mehr offen lässt.

Starten möchte ich meine Vorstellung heute mit einem Kurzfazit, das eine Übersicht auf die Play:3 und den Sub gibt. In den kommenden Wochen wird es dann noch einzelne Berichte geben.

Play:3 und der Sub
Zugegebener maßen muss ich eingestehen, dass das Sonos System gar nicht schlecht ist. Nein, es ist sogar sehr gut. Die Stereokombination aus den Play:3 und dem Sub rocken das Haus und die beigelegten Ohropax waren nicht nur eine Ansage sondern auch ein klares Versprechen. Denn mit den Lautsprechern geht es richtig vorwärts und der Tiefbass ,den der Sub erzeugt, sucht in der Kategorie noch seine Konkurrenz. Denn Drahtlos habe ich so etwas noch nicht gesehen. Zudem setzt Sonos bei dem Subwoofer auf eine neue Technologie. Die Zwei verbauten Chassis sind zueinander ausgerichtet was für einen sehr klaren und trockenen Bass sorgt und die Vibrationen der Box selbst komplett eliminiert. Zudem kann man den Subwoofer auch flach unters Sofa schieben. Er ist also was die Positionierung angeht sehr gutmütig.

Musikauswahl
Zusätzlich gibt es noch eine große Auswahl an Musikdienstleistern (last.fm, Wimp, Spotify, Juke, um nur einige zu nennen), die das Angebot komplettieren. Damit hat man Zugriff auf eine fast endlose Musikbibliothek, sowie unzähligen Radiosendern (laut Angaben von Sonos über 100.000). Natürlich kann man auch seine eigene Musik vom Rechner oder NAS abspielen. Ordner freigeben und das System indexiert die Bibliothek und bereitet sie angenehm zum durchstöbern auf. So stößt man auch mal schnell auf ein altes Lied, was man lange nicht mehr gehört hat.

Bedienung
Die Bedienung des Systems ist ebenfalls sehr einfach und intuitiv gestaltet. Für Android und iOS Geräte sowie PC und Mac gibt es jeweils eine kostenlose App zum Download mit der man die Geräte zunächst einrichten und dann steuern kann. Dies funktioniert auch übergreifend, sodass man bspw. die Bedienung auf dem Mac starten kann und später dann aber sein iOS Gerät weiter nutzt. Alles bleibt synchron.

Sub Ja oder Nein?
Noch ein paar Worte zum Klang und der Frage: Lohnt sich der Sub? Dies lässt sich nicht auf anhieb beantworten, denn hier spielen neben dem persönlichen Budget auch Dinge wie Raumgröße und Einsatzort eine wichtige Rolle. Im folgenden von daher nur ein paar Empfehlungen, wie ich es einschätze und machen würde. Der Play:3 hat an sich schon einen recht guten Klang und bei naher Wandaufstellung auch genügend Bass. Für’s Schlafzimmer, die Küche oder das Bad reicht meines Erachtens der Play:3 vollkommen aus. Für’s Wohnzimmer und den perfekten Hi-Fi Klang lohnt sich der Sub aber definitiv in Kombination mit zwei Play: 3. Das ist wirklich ein Genuss und mit zwei Play:5 sicherlich noch mehr. Aber schon bei kleinen Lautstärken merkt man einfach die Zuarbeit des Subwoofers. Der Sound ist runder und voluminösen und klingt einfach besser. Und das ganze Wireless, bis auf das Stromkabel! Also eine sehr flexible Lösung die keine aufwendige Verkabelung benötigt. Zudem ist es sehr praktisch, dass man das System bei Bedarf auch schnell einmal umbauen kann. Party auf der Terrasse und keine Musik? Kein Problem, einfach en Sonos vom Schlafzimmer auf die Terrasse stellen und wie gehabt die Musik abspielen. Alles sehr sehr bequem, von der Einrichtung bis zur späteren Nutzung.

Licht und Schatten
Wo Licht, das auch Schatten? Ja, aber nicht das es den positiven Gesamteindruck trüben könnte. Größter Patzer finde ich ist die Tatsache, dass der Sonos Player auf dem iPad z.B. die auf dem iPad gespeicherten Lieder nicht in die Bibliothek einliest und sie damit auch nicht abspielbar sind. Ich denke das ist ein lösbares Problem, außer ich war zu doof zum konfigurieren.

Design
Ein anderes Manko ist das Design. Der Sub sieht ohne Frage schick aus und gefällt mir sehr gut. Der Play:3 kommt dagegen etwas bieder daher und will nicht so zum Lifestyle Image passen. Ein tristes grau in grau, eine umlaufende Gummileiste und ein Lautsprechergitter aus Plastik runden den tristen Anblick ab. Hier zeigen andere Hersteller besseres. So gefällt mir bspw. die Transistorradioaufmachung des Bang & Olufsen sehr gut oder die Kaschmirwolle auf dem Libratone Beat. Sicherlich spielen wir hier auch in einer anderen Preisliga, doch dennoch fände ich ein wenig mehr Einsatz wünschenswert. So kann man am Gitterdesign oder Material etwas ändern oder aber auch verschiedene Farbkombinationen anbieten. Das grau lockt meiner Meinung nach keinen mehr hervor und gerade auch zum Image von Sonos würde hier etwas mehr Pepp und Design nicht schaden. Elektroartikel werden heute halt nicht mehr nur nach Leistung gekauft, sondern auch der Aspekt Design spielt zu einem großen Teil mit in die Kaufentscheidung hinein.

Saving Energy
Ein weiteres Thema wäre noch der grüne Daumen. Den hat Sonos nicht wirklich verdient, wobei ich nun auch keine Möglichkeit hatte, den Verbrauch zu messen. Jedoch gibt es keine Möglichkeit die Lautsprecher auf Standby oder gar ganz auszuschalten. Zur Beruhigung kann man einzig allein die Status LED im Menü ausschalten. Allerdings hat das dauerhafte Ansein auch einen Vorteil Die Lautsprecher sind immer und sofort verfügbar und einsatzbereit. Drückt man auf Play geht’s auch sofort los.

Vor- und Nachteile zu AirPlay
Zum Schluss muss ich nun doch noch einmal auf AirPlay zu sprechen kommen bzw. ein Vergleich mit diesem. Denn Sonos konnte hier in einigen Punkten mich durchaus überzeugen. Wie oben bereits gesagt, die Lautsprecher sind immer einsatzbereit und spielen sofort die Musik ab. Selbst bei eingeschaltetem AirPlay Lautsprecher muss immer erst eine Verbindung aufgebaut werden die ein paar Sekunden dauert. Definitiv ein Pluspunkt für die Sonos. Auch das Spulen im Lied oder die Auswahl eines neune Liedes geht immer sofort ohne Verzögerung.

Aus Sicht eines Apple Users ergeben sich aber mit der AirPlay Technologie ganz andere Vorteile. So kann man aus fast allen Multimediaanwendungen auf dem iPad oder iPhone die Lautsprecher immer direkt ansteuern und hat somit wesentlich mehr Möglichkeiten den Lautsprecher zu nutzen. Windows User dürfte das allerdings weniger stören.

Best of both Worlds
Als Kompromiss würde sich hier lediglich ein Play:5 in Kombination mit einem AirPort Express anbieten, denn hat man das beste aus beiden Welten. Der Play:5 bieten im Gegensatz zum Play:3 nämlich einen Aux bzw. Line Eingang, an den man den AirPort Express anschließen könnte. Also nur so als Empfehlung, denn das Sonos System ist echt klasse und bietet eine Menge Potenzial.

Fazit
Sonos Play: 3 -> geil, 2x Sonos Play:3 + Sub -> super geil. Also mir hat das System sehr gut gefallen. Der Klang der kleinen Lautsprecher ist für diese Größenklasse sehr gut und die Bedienung ist erstklassig. Die Kombination mit dem Sub machen das System zu einer echten Hi-Fi alternative. Sicherlich bekommt man gleichwertigen Klang auch etwas günstiger, muss aber auf den Komfort verzichten. Zudem erspart man sich eine lästige Verkabelung und ist zusätzlich nicht ortsgebunden und kann den Lautsprecher bei Bedarf flexibel einsetzten, oder man erweitert sein System einfach um einen weiteren Lautsprecher. Denn das geht easy.

Auch andere Blogger haben die Play:3 getestet

© Bilder: Sonos & Eigene

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Kommentare (5)

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  1. [...] bereits in dem andern Beitrag beschrieben, funktioniert die Bedienung über die App wirklich sehr gut. Es ist alles intuitiv zu finden und [...]

  2. […] ich eher zu einem Internetradio raten wie bspw. der von mir getesteten Logitech Squeezebox, einem Sonos PLAY:3 oder etwas aus dem Alan Electronics Sortiment, wobei ich hier noch kein weiteres getestet […]

  3. […] seht schon, das System hat mich überzeigt. Auch klanglich ist es genial, wie ihr in meinem Test zum SUB und den PLAY:3 nachlesen könnt. Die PLAYBAR und den PLAY:1 habe ich bisher nur auf der IFA 2013 probegehört und […]

  4. […] dabei das Einstiegsmodell in die drahtlose Hi-Fi Welt, muss sich aber vor den größeren Brüdern, PLAY:3 und PLAY:5, nicht verstecken. Das durfte ich die vergangenen Tage er-hören. Denn ganz ehrlich. […]

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