Teufel BOOMSTER portabler Bluetooth Lautsprecher

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Lautsprecher Teufel dreht mit dem BOOMSTER lautstark auf und zeigt die moderne, technisch hoch entwickelte und ästhetische Interpretation des antiquierten Ghettoblasters, welchen wir in den vergangenen Wochen getestet haben.

Bereits der äußere Auftritt des Teufel BOOMSTER überzeugt. Sein mattschwarzes Finish sowie die geschwungene Form sind modern. Abgerundet wird der coole Look durch die markant geprägten Teufel Logos an den Seiten sowie die hochglänzenden Touch Bedienelemente auf der Oberseite. Einen weiteren Akzent setzt der massive, aus gebürstetem Aluminium gefertigte, Tragegriff.

Teufel BOOMSTER Seitenansicht

Auch sonst macht der portable Lautsprecher einen robusten Eindruck, wie geschaffen für ein mobiles Leben. Dies wird auch auf der Rückseite deutlich. Denn auch Staub und Spritzwasser können ihm nichts anhaben, denn die Anschlüsse sind mit speziellen Gummiabdeckungen geschützt. Auch die berührungsempfindlichen Tasten sind nicht nur chic, sondern eben auch wesentlich unempfindlicher gegen Schmutz als normale Druckknöpfe.

Allerdings gibt es hier auch andere Lösungen, also bzw. Druckknöpfe, die mit Gummi überzogen sind wie bspw. beim Bang & Olufsen Beolit 12. Ist natürlich Geschmackssache, aber ich mag, außer beim Smartphone, lieber Tasten, die auch Feedback geben wenn man sie betätigt. Sei es nun haptischer Natur oder durch einen akustischen Ton wie bspw. bei den der Jawbone Jambox.

Teufel BOOMSTER Funktionstasten

Alles in allem macht der Teufel BOOMSTER aber eine gute Figur auch was die Verarbeitung angeht. Er eignet sich nicht nur für den Innenbereich, sondern auch für die Terrasse, eine Pool Party, den See, die Grillparty, etc. Wasserabweisend heißt dabei allerdings nicht, dass ihr den BOOMSTER nun in ein Wasserbecken tauchen solltet. Aber bspw. leichter Nieselregen war bei uns kein Problem.

Teufel BOOMSTER (USB, AUX, Strom)

Da wir hier immer von mobil sprechen ist sicherlich auch die Akkulaufzeit ein hochwichtiges Kriterium. Hierbei ist Lautsprecher Teufel einen finde ich sehr guten Weg gegangen, der sicherlich auf viel Zustimmung stößt. Zum einen besitzt der Teufel BOOMSTER einen integrierten Akku mit einer maximalen Laufzeit von 10 Stunden zum anderen kann man ihn aber auch mit normalen AA Batterien oder Akkus für maximal 6 Stunden betreiben. Hat man also gerade keine Steckdose parat, kann man ihn auf einfachste Weise weiter betreiben. Ich habe dies Mal mit den normalen Sanyo Eneloop Akkus probiert und bin bei normaler Lautstärke auf eine Laufzeit von 5 Stunden gekommen. Was mir fehlt ist allerdings ein optische Ladestandsanzeige.

Reden wir über Konnektivität. Auch hier kann der Teufel BOOMSTER überzeugen. Er bietet Bluetooth 4.0 mit aptX für verlustfreie und synchrone drahtlose Übertragung in CD-Qualität. Somit wird selbst das Filmschauen kein Problem. Das Pairing der Geräte geht hierbei auch sehr einfach. Entweder ganz normal über die Gerätesteuerung im Smartphone etc. oder über NFC. Insgesamt kann der BOOMSTER bis zu 6 Endgeräte speichern.

Teufel BOOMSTER Wurfantenne

Weiterhin besteht die Möglichkeit über Klinke sein Audiosignal einzuspielen. Aber auch dem guten alten UKW Radio wollte Lautsprecher Teufel nicht absagen und spendierte dem BOOMSTER einen Radiotuner und eine Wurfantenne. Genau. Wurfantenne. Da hatte selbst der Ghettoblaster der 1970er eine bessere Stabantenne. RDS oder einen optischen Sendersuchlauf gibt es nicht, dafür könnt ihr insgesamt drei Radiosender einspeichern, was dann auch ausreichend ist.

Teufel BOOMSTER Funktionstasten

Der integrierte USB Anschluss kann leider nicht zur Musikwiedergabe genutzt werden, sondern dient nur der Ladung eures Smartphones, Tablets, etc. Wie hoch der Ladestrom ist kann ich nicht genau sagen.

Wir reden die ganze Zeit über Funktionen… Nun wird es Zeit für das Essentielle. Den Sound. Der Teufel BOOMSTER ist ein vollwertiges 2.1 Stereo Soundsystem mit einer Gesamtmusikleistung von 38 Watt. Sinus auf 5 Chassis (1 Subwoofer, 2 Hoch sowie Mitteltöner) verteilt! Also das ist ordentlich viel für ein solch kleines Gerät und sorgt für mächtig Wumms. Der Frequenzbereich erstreckt sich von 50Hz bis 20 kHz und deckt damit die Spanne einer großen Standbox mit wesentlich mehr Volumen ab.

Der Bass lässt sich in 5 und die Lautstärke in 15 Stufen verstellen.

Klanglich kann man vom Teufel BOOMSTER mehr erwarten, als er von der optischen Größe hergibt. Dank seines integrierten Downfire-Subwoofers sorgt er für richtig Zunder. Gepaart wird dies mit gut definierten Mitten sowie klaren Höhen. Der Teufel BOOMSTER ist sicherlich kein Lautsprecher für analytische Hörer, aber einer, der mächtig Spaß macht und einfach gut klingt.

Teufel BOOMSTER Subwoofer

Nicht zuletzt dürfte dies auch eines der schwersten Entscheidungen bei der Entwicklung eines solchen Lautsprechers sein. Größe vs. Sound. Sicherlich ist der Teufel BOOMSTER nichts, um ihn spontan in die Tasche zu packen, aber dafür ist er bspw. im Haus sehr flexibel einsetzbar oder eben auch im Freien. Denn neben der besseren Klangqualität ist der BOOMSTER gegenüber kleineren Lautsprechern auch einfach lauter. Und das recht pegelfest. Dreht man den Bass allerdings auf Anschlag wird auch der BOOMSTER irgendwann brummig. Aber das kann ja zum Glück regulieren.

Musiktechnisch können wir den Teufel BOOMSTER eigentlich für jedes Genre empfehlen. Ob Pop, Rock, Elektro, Jazz, House, Rap oder RnB. Der BOOMSTER fühlt sich überall wohl. Klassik allerdings ist sicherlich nicht seine Stärke.

Als kleines Gimmick besitzt der Teufel BOMMSTER auch noch ein integriertes Mikrofon, sodass ihr bspw. in einer großen Runde eine Telefonkonferenz halten könnt.

Teufel BOOMSTER Rückansicht

Fazit

Insgesamt konnte der Teufel BOOMSTER einen guten bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Die Optik stimmt, technologisch ist eher gut gerüstet, ausdauernd auch und nicht zuletzt konnte er uns auch klanglich überzeugen. Das für einen Preis von knapp 300 Euro ist mehr als angemessen.

Was nicht zuletzt neutral zu bewerten bleibt sind Größe und Gewicht. Aber das ist eben der Kompromiss für guten Sound. Persönlicher Geschmack blieben die berührungsempfindlichen Knöpfe.

Was fehlt wäre eine Akkustandsanzeige und vll. noch eine weitere Farbauswahl. Ggf. wäre es auch eine Überlegung Wert die Wurfantenne durch eine Stabantenne zu ersetzen.

Teufel BOOMSTER Ghettoblaster

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4 comments

  1. John 10 Mai, 2015 at 09:48 Reply

    Hi, thanks for the review! Could you compare it to any other similar sized portable speaker? Maybe Klipsch KMC 3 or Harman Kardon Onyx? How does it compare?
    Thanks!

  2. Camillo 11 Mai, 2015 at 18:21 Reply

    Hey John. I have no comparisson to the both speakers you mentioned. I have a comparisson to the Bang & Olufsen Beolit12. Taht sounds a lot better, but its twice the price, less akku and more heavy und big. so i do not know what you are searching for. the best compromise in size and sound i think is the bowers & wilins t7. but also more expensice than the boomster. i think in this price category, built quality and sound its the best you can get

    • John 31 Mai, 2015 at 20:43 Reply

      Ok, thanks for the reply.
      Could you say more about Beolit 12 vs Boomster? In what categories is it better? Overall? Better sound quality, more audible mids, lower bass, higher volume? Would love to hear more about this comparison, thanks!
      I’m looking for something with best sound but still enough compact to move with it – Boomster seems ideal but if it’s not that good as the Klipsch KMC 3 then maybe I should consider the Beolit but it’s too pricey for me unfortunately :(

  3. Markus Knuff 12 Juni, 2015 at 14:09 Reply

    Danke für die ausführliche Beschreibung. Nach Eurem Test habe ich mich erst wirklich bestätigt gefühlt im Bezug auf das Kaufvorhaben der Teufel-Boomster-Box. Die Lautstärke und Qualität sind der Hammer, Akku-Leistung auch absolut in Ordung. Hat auf einem Geburtstag vor zwei Tagen am Baggerloch schon für ordentlich Sound gesorgt.

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