Test | Teufel iTeufel Air – Apple AirPlay Lautsprecher

Mit dem iTeufel Air schickt der Berliner Lautsprecherhersteller Teufel einen AirPlay kompatiblen Lautsprecher bei uns ins Rennen. Der iTeufel Air ist ein Lautsprecher aus einem Guss, in dem sich aber ein 2.1 System versteckt. Teufel platziert den Lautsprecher damit in die dünn besetzte Riege der AirPlay Lautsprecher wie dem Bowers & Wilkins Zeppelin Air oder dem Libratone Live. Mit einem Preis von 500 Euro hat er diese Disziplin schon einmal für sich entschieden, denn die anderen Geräte sind noch einmal teurer. Ob sich das auf die Qualität oder den Klang auswirkt, werden wir euch im folgenden Test zeigen.

Optik/Qualität/Verarbeitung
Die Optik bleibt natürlich immer wieder eine Geschmacksfrage. Für meinen Geschmack ist das Design des Lautsprechers allerdings gelungen. Es spiegelt einen modernen Lifestyle wider. Das Gehäuse ist in einem Hochglanzweiß und als Kontrast dazu die schwarze Lautsprecherbespannung. Abgerundet wird der Lautsprecher durch einen silbernen Standfuß, der ein Gefühl von Schwerelosigkeit vermittelt. Die Box scheint förmlich zu schweben, da der Standfuß auch etwas nach hinten versetzt angebracht ist. Ohne Zweifel mag dieses futuristische Ansehen ein gewagter Schritt sein, doch schaut man sich die Konkurrenten an, sind diese auch jeweils sehr modern gestaltet und weichen von der klassischen eckigen Form ab. Es passt einfach auch zum Apple Lifestyle und wenn man das Produkt anschaut weiß man gleich: That’s made for Apple. Windows Users go home!

Ebenfalls ansprechend sind Qualität und Verarbeitung des Lautsprechers. Klaffende Spaltmaße oder Fertigungsfehler sucht man bei Teufel meist vergebens. So auch beim iTeufel Air.

Einrichtung/Konfiguration
Die Einrichtung des Lautsprechers ist recht einfach und gut beschrieben. Binnen weniger Minuten ist der Lautsprecher in das heimische W-LAN Netzwerk eingebunden und kann verwendet werden. Bei der Konfiguration gab es bei mir soweit keine Probleme. Alternativ kann man den Lautsprecher auch der Klinke füttern, aber das ist ja Quatsch. Damit geht der Wireless Gedanke ja völlig flöten.

Los geht’s
Wie kann ich den iTeufel Air nun verwenden. Am besten klappt das natürlich mit iOS Geräten wie dem iPad und dem iPhone, denn hier lässt sich fast über alle Anwendungen der Lautsprecher als Ausgabegerät nutzen, denn man kann die Einstellung global vornehmen. So kann man Musik oder Radio genießen, sich aber auch den Ton eines Films, Youtubevideos oder der aktuellen Tageschau Nachrichten ausgeben lassen. Wenn man 79 Cent in eine Wecker App investiert, kann man selbst hier den iTeufel Air in einen komfortablen Wecker in Kombination mit dem iOS Gerät verwandeln. Auf iOS Geräten sind kaum Grenzen gesetzt. Beim MacBook hingegen beschränkt sich die AirPlay Fähigkeit aktuell noch auf iTunes. Der Systemton wird nicht über AirPlay übertragen. Es gibt hier bspw. eine Drittanbietersoftware Namens Airfoil, mit der sich auch die Systemtöne übertragen lassen, jedoch mit einem Zeitverzug, sodass es wenig Spaß macht. In der kommenden Mac OS X Variante Mountain Lion wird Apple allerdings auch die AirPlay Technologie global für die Mac Computer freischalten. Auf Windows Rechnern ist man halt komplett beschränkt auf iTunes. Ist halt kein Apfel drauf. And again: Windows Users go home!

Klang
Nachdem ich von meinem letzten Teufel Produkt, dem iTeufel Magnum, etwas enttäuscht gewesen bin, muss ich sagen, dass der iTeufel Air diesen Fauxpas wieder gut gemacht hat, denn dieser ist wieder nach meinem Geschmack und klingt richtig gut. Doch weicht der iTeufel Air etwas vom Teufel Image der vollen Bassdröhnung ab und wirkt etwas erwachsener und reifer und ist raus aus den Kinderschuhen. Der Lautsprecher ist insgesamt etwas heller und klarer ausgelegt und weniger Bass optimiert, was sich auch schon an dem Frequenzgang zeigt, der erst bei 65 Hz beginnt. Somit fehlt der Tiefbass Bereich komplett, sowie die Bassmitte auch ein wenig. Was jedoch gar nicht schlimm ist. Da natürliche Instrumente auch ihren tiefsten Grundton erst bei Frequenzen ab 65 Hz haben. Alles was darunter liegt ist zu 95% künstlich erzeugt und findet sich gerade in den Genres Hip Hop, House, Electro, etc. wider. An diese Zielgruppe richtet sich der Lautsprecher also nicht primär.

Angesprochen darf sich aber jeder fühlen, der Klassik, Jazz aber auch normale Pop hört. Das kann der iTeufel Air richtig gut und überzeugt auf ganzer Linie.

Zu bemängeln habe ich vor Allem die Lautstärkeregelung. Schon bei minimalem Ausschlag in der Lautstärkeregelung im iTunes hat man schon eine satte Zimmerlautstärke erreicht. Geht man gar zur Mitte hin hat man schon eine Vollraumbeschallung. Der Maximalanschlag wurde von mir erst gar nicht erreicht bzw. erprobt, da es mir einfach zu laut wird und über der Mitte dann auch physikalische Grenzen erreicht werden und der Lautspreche dann verzerrt. Hier sollte man meiner Meinung nach noch eine Anpassung vornehmen.

Fazit
Mit dem iTeufel Air liefert Teufel ein solides Produkt ab, dass den Ansprüchen der meisten Hörer genügen dürfte. Es ist sehr universell einsetzbar und macht in Küche, Wohn-, Schlaf- oder Arbeitszimmer nicht nur optisch eine gute Figur. Klanglich ist der Lautsprecher sehr klar und etwas höhen betont abgestimmt, was vielen Hörern entgegen kommt. Insgesamt von den drei getesteten AirPlay Lautsprechern würde ich dem iTeufel Air als Preis/Leistung Sieger küren. Der Bowers & Wilkins Zeppelin Air bleibt aber weiterhin mein Favorit. Ich warte nur noch darauf, dass Nubert auch mal solch einen Lautsprecher vorstellt und mir zum Test vorbeischickt.

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