Test | Bowers & Wilkins P3 Kopfhörer – Hipster Headphones?

Seit rund vier Wochen habe ich den neuen Bowers & Wilkins P3 Kopfhörer nun bei mir zu Hause und stetig im Einsatz. Ob im Freibad, beim Joggen oder auf dem Weg zur Uni, er war die letzten Wochen mein stetiger Begleiter. Doch irgendwie fiel es mir schwer die Review nun zu beginnen, da ich den P5 hier auch noch zum Vergleich habe und es daher etwas schwerer ist den P3 neutral zu betrachten. Aber ich versuch es hier einfach mal und werde dann aber am Ende noch einen Vergleich mit dem P5 eingehen.

Kurzfazit
Der P3 strahlt die gewisse „I’m Sexy And I Know It“ attitude aus. Schon auf der Verpackung setzt sich der P3 gekonnt in Szene. Kein Kopfhörer ist so sexy. Er ist minimalistisch aufgebaut und wirkt durch seine Rundungen elegant und sehr stylisch. Eigentlich kann man ihn schon fast so als modisches Accessoire um den Hals tragen, wie es scheinbar auch viele tun. So hatte mir die Kerstin von Sennheiser von einer Studie berichtet, dass xy% der amerikanischen Jugendlichen den Kopfhörer nur als Modeschmuck tragen ohne ihn jemals bzw. kaum zu benutzten (muss ich nach der Quelle nochmal nachhaken).

Allerdings sieht der P3 nicht nur gut aus, sondern klingt auch so. Das eigens entwickelte Chassis und das Akustikgewebe tragen zu einem gelungenen Klang bei. Dieser ist recht neutral und ausgewogen und damit genau nach meinem Geschmack. Der Kopfhörer ist also für denjenigen etwas, der Wert auf guten Klang legt und auf eine detailgetreue Wiedergabe seines Quellmaterials. Freunde der tiefen Töne dürften eventuell etwas enttäuscht sein, denn der P3 hat sicherlich eine geringe Bassanhebung, aber ist wie bereits gesagt recht neutral. Allerdings bin ich kein Freund von diesen üppigen Bassanhebungen, die an sich die meiste Musik zu Nichte machen und den Gesang untergehen lassen. Von daher ist der Hörer für mich perfekt. Alle andern verweise ich immer gerne wieder auf die billige Plastikschleuder mit dem roten b (no offense).

Lange Rede, kurzer Sinn: Urban Lifestyle gepaart mit geilem Sound -> Empfehlung. Hipster proofed. Wer’s nicht glaubt, einfach mal selbst ausprobieren.

Nun kommen wir mal zum „Geschwätz“ und einer ausführlichen Besprechung.

Verpackung & Lieferumfang
Der P3 kommt in einer edlen schwarzen Box mit einem Produktbild, das direkt schon Lust auf mehr macht. Die Verpackung ist ähnlich strukturiert wie wenn man ein Apple Produkt auspackt und genauso habe ich auch die Öffnung der Verpackung zelebriert.

Im Inneren befinden sich eine Aufbewahrungsbox, der Kopfhörer, das Handbuch sowie ein zweites Kabel ohne Fernbedienung (Apple Gerätesteuerung).

Der Kritiker muss hier nur bei der Aufbewahrungsbox bzw. Reiseetui etwas meckern. Als Brillenträger erinnert mich das mitsamt der Innenauskleidung ein wenig an ein Brillenetui. Dieses besteht zudem aus Hartplastik, was auf der einen Seite natürlich umfangreichen Schutz bietet, auf der anderen Seite aber auch recht unflexibel ist. Aber das sei nur mal am Rande erwähnt.

Der Kopfhörer
Ich habe die Ausführung in weiß zum Test. Den P3 gibt es allerdings auch in der Farbe schwarz, halt dem iPhone angepasst würde ich mal behaupten. Zum ersten positiven Erstaunen musste ich feststellen: Kein Hartplastik an Ohrschale und dem Headband, sondern weiches, raues Gummi. Endlich mal jemand der nicht auf diesen Hochglanz Hartplaste Zug aufgesprungen ist. Allerdings ist das weichere Plastik/Gummi auch schmutzanfälliger und bedarf etwas mehr Pflege.

Aber auch sonst ist der P3 vom Material und der Haptik sehr hochwertig und ohne jegliche Mängel in der Verarbeitung. Als Kontrastfarbe für die Ohrposter und die Polsterung des Headbandes wurde grau gewählt, was meines Erachtens auch gut passt.

Positiv zu sagen ist zudem, dass sich die Ohrpolster tauschen lassen, denn diese sind nur mit einem Magnet befestigt. Darunter hat man auch problemlos Zugang zum Kabel, welches leicht ausgetauscht werden kann. Sollte es also einmal zu einem Kabelbruch kommen muss man nicht gleich den Kopfhörer ins Nirwana schicken, sondern kann easy das Kabel auswechseln.

Tragekomfort
Der Tragekomfort ist ja meist immer so eine subjektive Sache und hängt primär auch von der Größe des Kopfes ab. Für mich passt er auf jeden Fall und sitzt perfekt. Die Ohrpolster liegen geschmeidig auf dem Ohr, der Bügel drückt nicht auf das Brillengestellt und das Headband ist ausreichend gepolstert. Dennoch sitzt der Kopfhörer fest am Kopf und beim Gehen oder Joggen hat er stets einen sicheren Halt. Von der Ergonomie her also auch alles richtig gemacht.

Positiv anzumerken wäre an dieser Stelle auch noch die stufenlose Verstellung des Headbands. Bei vielen Herstellern gibt es hier zumeist Einrastpositionen an die man sich halten muss, hier geht’s aber sehr smooth und ganz individuell.

Die Länge des Kabels ist ebenfalls ausreichend, zumindest bei mir mit 1,90m Länge und dem iPhone in der Hosentasche gibt es keine Probleme.

Kabelfernbedienung/Mikrofon
Mit den üblichen Tasten versehen funktioniert die Kabelfernbedienung einwandfrei. Der Druckpunkt ist gut und durch die leichte raue Gummierung lässt sie sich in jeder Situation bedienen.

Auch das Mikro funktioniert einwandfrei und durch das weich gummierte Kabel tritt zudem wesentlich weniger Rauschen auf, was sonst bei der Reibung auf der Kleidung verursacht wird.

Klang
Wie bereits im Kurzfazit beschrieben hat mich der Klang begeistert und trifft meinen Geschmack. Der Kopfhörer ist recht neutral und ausgeglichen, mit einer leichten Bassanhebung und prägnanten Mitten. An sich so, wie ein guter Stereokopfhörer sein muss. Der P3 spiegelt den urban Lifestyle also nicht nur äußerlich wieder, sondern setzt auch klanglich auf ein etwas nennen wir es „erwachseneres“ Publikum oder einfach Hipster, die auch Wert in der Musik sehen und sich nicht das Trommelfell massieren lassen wollen um frühzeitig einen Schaden zu erleiden (Gruß an das rote b).

In diesem Sinne ist der Kopfhörer also nichts für Hardcore Elektrofans oder krasse Hip-Hoper, würde ich einfach mal so behaupten. Auch ist es sicherlich kein analytischer Kopfhörer und für Operngesänge gedacht.

Fazit
Ein rundum gelungener Kopfhörer, der mir in allen Punkten gefallen hat. Design und Klang sind herausragend und haben ihm zu meinem ständigen Begleiter gemacht.

Auch andere Blogger haben den P3 getestet

Vergleich zum P5
Geschafft. Nun komme ich zu einem kurzen Vergleich mit dem P5 von Bowers & Wilkins. Aber eigentlich will ich hier auch nicht viele Worte verlieren, denn MC Winkel hat es in seinem VLOG zu den Seychellen schon recht treffend beschreiben: Der P5 ist einfach ein bisschen mehr Luxus.

Anstatt Stoff, gibt es weiches Leder auf den Ohrauflagen, welche zudem auch ein wenig größer sind. Das Headband ist ebenfalls weicher gepolstert und mit Leder bespannt. Der P5 fühlt sich einfach ein wenig mehr cozy an und ist nicht der harte und robuste Street Kopfhörer, auch wenn man ihn hier sicherlich dennoch für verwenden kann. Aber irgendwie hat sich das bei mir so eingependelt.

Für unterwegs nutze ich den P3 und abends nach der Arbeit zu Hause auf dem Sofa den P5. Damit will ich den P3 jetzt keinesfalls schlechtreden, denn beides sind herausragende Kopfhörer. Zudem muss man auch beachten, dass der P5 rund 30% mehr kostet als der P3.

Wer den kompletten Bericht zum P5 einmal lesen möchte, hier geht’s lang…

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Kommentare (6)

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  1. […] allerdings Abzüge beim Tragekomfort bringt ist das relativ hohe Gewicht. Verglichen mit einem Bowers & Wilkins P3 wiegt er fast 50% mehr. 125 g vs. 180 g. Und gerade für einen Street Kopfhörer ist neben der […]

  2. […] und klanglich vergleichbar wäre hier bspw. der Bowers & Wilkins P3. Ebenfalls ein sehr guter Kopfhörer, mit nur einer etwas anderen Ausrichtung. Der Sennheiser ist […]

  3. […] Und hier geht es noch einmal zum kompletten Testbericht des Bowers & Wilkins P3 […]

  4. […] zurück zum Thema. 2012 folgte bei Bowers & Wilkins eine etwas sportlichere Version des P5, der Bowers & Wilkins P3, der mich ebenfalls im Test überzeugen konnte und mich unterwegs fast durchgängig begleitet. Ende […]

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