Gossen DIGISKY Belichtungsmesser im Test

Mit dem auf der Messe Photokina 2010 vorgestellten DIGISKY setzt Gossen neue Maßstäbe im Bereich der Belichtungsmessung. Der DIGISKY ist der erste Belichtungsmesser weltweit, der anstelle der bis dato üblicherweise verwendeten alphanumerischen Schwarzweißdisplays mit einem TFT-LCD-Farb-Grafikdisplay aufwartet. Das Farbdisplay mit einer Größe von 2,2 Zoll ist nicht nur ein Hingucker schlechthin, auch lässt es sich durch die gute Leuchtstärke sowohl in der Dunkelheit als auch bei Sonnenlicht gut ablesen. Der Belichtungsmesser eignet sich durch die Messung von Blitz- und Dauerlicht sowohl für Studio- als auch Außenaufnahmen.

Aber auch sonst kann sich der neue DIGISKY sehen lassen:

Mit seinen Abmessungen von ca. 13,9 x 6,0 x 1,0 cm passt er locker in jede Hosentasche. Wegen der kompakten, flachen Bauform und nicht zuletzt des Fliegengewichtes von ca. 100 Gramm liegt er natürlich auch äußerst gut in der Hand.

Neben dem sehr übersichtlich gestalteten Display in der oberen Hälfte des DIGISKY, befinden sich in der unteren Hälfte die von einem Ringcontroller eingerahmte Messtaste und 2 weitere gut einrastende Tasten. Links befindet sich die Daten-Taste für das Schalten der Blitzgruppe und die Kontrastmessung. Rechts finden wir die Menü-Taste für das Umschalten zwischen Dauerlicht und Blitzlicht, bei lang anhaltendem Drücken dieser gelangt man in das eigentliche Menü. Hier können Voreinstellungen für vier verschiedene Kameras getätigt werden, wie ISO, Messwertabstufung (1 EV, 1/2 EV, 1/3 EV), Einstellungen für Funk und der Filterwert. Ebenso können hier allgemeine Settings, wie Sprache, Displayhelligkeit und Ausschaltzeiten eingestellt werden.

Oberhalb des Displays befindet sich das eigentliche Herzstück des Belichtungsmessers, der Messkopf (Diffusor). Eingerahmt und im ausgeschalteten Zustand gleichzeitig geschützt wird der Diffusor durch den Diffusorring. Mit diesem wird das Gerät auch ein- bzw. ausgeschaltet und es wird durch Drehen zwischen den verschiedenen Messungen – Lichtmessung Plandiffusor, Objektmessung 20°, Lichtmessung sphärischer Diffusor – umgeschaltet.

Zu erwähnen sind noch die Messzelle zur Objektmessung, welche auf der oberen Stirnfläche rechts neben dem Diffusor verbaut ist, sowie einige Elemente auf der unteren Stirnfläche. Hier finden wir eine USB- Buchse zum Laden der im Gerät verbauten Lithium-Ionen- Batterie bzw. zur Datenübertragung, eine Öse zum Befestigen einer Tragschlaufe, sowie eine Buchse zum Anschluss des Blitzsynchronkabels.

Nach dem Einschalten, was etwas fummelig ist und wozu beide Hände erforderlich sind, sowie dem Festlegen der Mess- Betriebsart – Lichtmessung oder Objektmessung- lässt sich der  DIGISKY locker mit einer Hand bedienen. Hierbei liegt das Gerät in der flachen Hand, alle Tasten werden gut mit dem Daumen erreicht und betätigt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Ringkontroller, mit dem alle Standard- Messfunktionen schnell und präzise angewählt werden können. Durch Drücken der Tasten links bzw. rechts wird zwischen Blenden und Zeitvorwahl umgeschaltet und durch Drücken der Tasten oben bzw. unten können die entsprechenden Blenden- oder Zeitwerte gewählt werden. Anschließend erfolgt die Messung mit der Messtaste.

Für die Praxis ist dieses innovative Einhand- Bedienungskonzept sehr vorteilhaft. Alle Funktionen sind logisch aufgebaut und erklären sich von selbst, es bedarf keines langen Studiums der Bedienungsanleitung.

Die Messungen mit dem DIGISKY erfolgen sehr schnell und präzise, was durch Vergleichsmessungen bestätigt wird.

Das Feature Funkkontakt konnten wir leider nicht testen, da uns das entsprechende Equipment fehlt. Laut Hersteller können hier bis zu vier Blitzlichtgruppen auf acht verschiedenen Kanälen angewählt und ausgelöst werden.

Lieferumfang
Zum Lieferumfang gehören das Messgerät, Tasche, Trageleine, Akku, Ladegerät, CD mit Bedienungsanleitung, Garantiekarte und USB-Kabel.

Technische Daten und Leistungsmerkmale
http://www.gossen-photo.de/pdf/Gossen-Digisky_de.pdf

Fazit
Mit seiner guten Ergonomie, seinem schlichten, schmucken Design, seiner praxisorientierten Einhand- Bedienung und natürlich vor allem seinen inneren Werten, der präzisen Belichtungsmessung, konnte der DIGISKY in allen Belangen bei uns punkten und erhält das Prädikat sehr gut.

Nicht nur wegen seinem Preis von ca. Euro 450, sondern auch wegen der sehr üppigen Ausstattung, die von vielen wohl nur zu einem geringen Teil genutzt werden würde, wird der DIGISKY unseres Erachtens jedoch eher für den Profifotografen in Frage kommen, zumal die meisten Fotoapparate im Hobbybereich doch über sehr gute  eingebaute Belichtungsmesser verfügen bzw. in diesem Hobbybereich von vielen mit der Belichtungsautomatik fotografiert wird.

Wertung

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