Fantec BeastVision HD Wi-Fi Edition Outdoor & Ski Actionkamera im Test

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Fantec BeastVision HD Wi-Fi Edition

Actionkameras werden immer beliebter. Ob beim Sport, im Urlaub, auf einer Party oder anderweitig. Die kleinen Kameras sind robust, haben immer alles scharf im Bild, sind einfach in der Bedienung und passen locker in die Hosentasche.

Auch Fantec präsentiert nun mit der BeastVision eine kleine Actionkamera, die ich in der HD Wi-Fi Edition Outdoor & Ski testen durfte. Hier einmal die Quick Facts der Kamera im Überblick:

  • Wi-Fi-Modul mit bis zu 40 Meter Reichweite für Smartphone & Tablet
  • G-Sensor für automatische Aufnahme bei Kamerabewegung
  • Aufnahmen in Full HD 1080p
  • Variabler Aufnahmewinkel 110° bis 170°
  • Slow Motion-Aufnahmen mit bis zu 120 FPS
  • Extrem robustes und wasserdichtes Schutzgehäuse
  • Ultrasharp Linse mit Bildsensor der neuesten Generation
  • Laser zum Ausrichten der Kamera
  • TFT Farbdisplay mit Lautsprecher
  • Inklusive 2x Internen Akku
  • Flaches Objektiv und Gehäuse

First Look

Was beim Auspacken zunächst auffällt. Hier gibt es viel für wenig Geld. Das ganze Set mit Halterungen, Fernbedienung, Akkus, etc. kostet bspw. bei Amazon aktuell nur rund 300 Euro. Bei der Konkurrenz wäre ich hier locker das 2-3 fache losgeworden. Nun die Frage, ist es auch nur halb so gut oder kann es mit dem Klassenprimus der ersten Stunde mithalten?

Fantec BeastVision HD Wi-Fi Edition

Der erste Eindruck nach dem Auspacken. Viel Plastik und eine recht einfache Verarbeitung . Zudem hat die Fantec BeastVision noch ein wenig Babyspeck an den Hüften und ist in seinen Ausmaßen recht pummelig. An das Rückenteil andocken kann man wahlweise das LCD Modul oder das W-LAN Modul zur Verbindung mit dem Smartphone.

LCD Modul und weitere Features

Über das LCD Modul lassen sich alle Einstellungen der Kamera leicht vornehmen. Das Display ist insgesamt in Ordnung und lässt sich vernünftig ablesen. Die Bildwiedergabe könnte besser und detaillierter sein. Hier zeigt sich doch eher ein matschiger Eindruck. Im Endeffekt dient er aber auch nur zur groben Orientierung was man da gerade filmt. Und hier möchte ich ein Feature ganz besonders hervorheben, was mir gut gefallen hat. Integriert in die Kamera ist ein Laserpointer, sodass man auch punktuell sieht, was man gerade filmt. Gute Idee.

W-LAN Modul

Das W-LAN Modul im Zusammenspiel mit der Smartphone App funktioniert ebenfalls überraschend gut. Die Latenz zwischen Kamerabild und Übertragung liegt gerade mal bei 1-2 Sekunden, was hervorragend ist. So kann man die Kamera entspannt ausrichten. Einschränkend gilt für die App allerdings nur, dass man nicht wie über den LCD Screen die kompletten Einstellmöglichkeiten hat. So hat mir bspw. die 180 Grad Drehung gefehlt und auch die Möglichkeit eine Time Lapse Aufnahme zu starten. Hier sollte man nach Möglichkeit auch alle Funktionen verfügbar machen. Zudem könnte die App etwas schneller laufen. Gerade im Bezug Aufnahme Anhalten und Stoppen war sie sehr langsam. Getestet mit dem Sony Xperia Z Smartphone auf Android Basis. Erhältlich ist die App aber auch für iOS.

Alternativ lässt sich die Kamera auch noch über die mitgelieferte Fernbedienung in ihren Grundfunktionen Play/Pause/Foto bedienen.

Montagezubehör

Das Zubehör zur Montage ist durchweg positiv zu beurteilen. Ganz besonders freut mich, dass man das Gehäuse, aber auch die Kamera selbst auf ein ganz normales Stativ schrauben kann, was bei der Konkurrenz nicht so möglich ist. Etwas ärgerlich bei der KFZ Halterung war nur, dass sich das Gehäuse nicht mitmontieren lässt, was bei gutem Wetter sicherlich kein Problem ist, aber der Ton leidet durch den Fahrtwind doch schon etwas. Ansonsten hat soweit aber alles gepasst. Unterwassertest habe ich bisher noch nicht machen können, wird aber im nächsten Urlaub folgen.

Bild bzw. Aufnahmequalität

Und nun zum letzten Punkt. Der Qualität. Und hier noch ein ganz cooles Feature, was ich neben dem Laserpointer sehr gelungen finde. Die Kamera hat eine G-Sensor, sprich Bewegungssensor eingebaut. In den Optionen kann man jetzt konfigurieren, dass die Kamera automatisch aufnimmt sobald sie bewegt wird. Bei der Autofahrt empfand ich es an sich als sehr praktisch.

Und nun doch wieder zur Bildqualität, die in meine Augen nicht wirklich mit der Konkurrenz mithalten kann. Ich habe die Kamera nun wirklich schon bei optimalsten Bedingungen im Sonnenschein getestet. Verzeichnung und Vignettierung liegen noch im Rahmen und sind für ein Fischauge üblich. Zudem lässt sich dies auch mit zwei Handgriffen in After Effects oder Premiere korrigieren. Was sich allerdings weniger korrigieren lässt ist die Bildschärfe und die Detailauflösung. Die sind nicht so wirklich gegeben. Zudem „wabert“ das Bild enorm hin und her, was extrem nervig ist. Ich vermute einfach mal, dass es sich hierbei um einen internen Bildstabilisator handelt, der irgendwie nicht sauber funktioniert. Ich hoffe mal, dass diesbezüglich noch ein Firmwareupdate erscheinen wird, was dies ein wenig korrigiert. Aber schaut einfach selbst mal in meine Demo Video Footage. Es stammt 1:1 aus der Kamera. Weder Bild noch Ton wurden bearbeitet.

Fazit

Ein Porsche zum Preis vom Golf gibt es auch bei der Fantec BeastVision HD Wi-Fi Edition nicht. Insgesamt ist die Kamera solide und tut was sie soll. Positiv neben dem günstigen Preis ist das vollumfängliche Zubehör, gute Detailideen wie der Laser und der G-Sensor und ein langer Atem was die Batterielaufzeit angeht, gerade auch im WiFi Betrieb. Auch den Stativanschluss möchte ich noch einmal positiv hervorheben sowie das Zusammenspiel von App und W-LAN Modul. Eine Latenzzeit von nur 1-2 Sekunden ist hervorragend.

Negativ ist vor allem die Bildqualität, sowohl Video als auch Foto. Wenig Detailauflösung und recht unscharf kommt das ganze daher. Ein Firmwareupdate in Zukunft könnte hier ggf. noch das nötige Quäntchen herausholen.

Zur Abgrenzung aber noch mal ganz klar. Das ganze kostet weniger als die Hälfte der Konkurrenzlösung. Und wer nur mal wirklich ein bisschen Action aufnehmen will für den ist die BeastVision vollkommen okay und ausreichend. Wer allerdings „professionell“, soweit man das bei solch einer Kamera sagen kann, mit dem Material arbeiten möchte, der sollte auf die Konkurrenz zurückgreifen. Insgesamt aber ein klarer Preis/Leistung Tipp.

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